Maßnamen der Initiative zur Stärkung guter Lehre

Auf dieser Seite finden Sie sowohl Ideen und Vorschläge aus der Umfrage, die von der Initiative auf ihre Umsetzbarkeit überprüft wurden, als auch durchgeführte Maßnahmen.

Runder Tisch mit Studierenden

Aufgrund der vielfach bemängelten Entscheidungsintransparenz innerhalb der Universität fand im WiSe 09/10 erstmals auf Initiative der Prorektorin ein Runder Tisch mit VertreterInnen der Studierenden und MitarbeiterInnen der Universität statt. Die Protokolle finden Sie unter dem Menüpunkt Protokolle.

Diplomarbeit zum Lehrqualitätsverständnis Tübinger Studierender

Im Rahmen einer Diplomarbeit wurden die Aussagen der Studierenden auf die Frage Unter guter Lehre verstehe ich ... mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet und sowohl die Differenzierung des Lehrbegriffs durch Studierende untersucht als auch Merkmale guter Lehre abgeleitet. Aufgrund des Vergleichs mit bereits bestehenden Kriterienkatalogen ergaben vier der Merkmale eine hohe Übereinstimmung, was die Vermutung zulässt, dass es sich dabei um allgemeine Kriterien guter Lehre handelt. Diese vier Kriterien lauten:

  • Gute Lehre bietet eine optimale Betreuung, die eine umfassende Beratung, Unterstützung, Förderung und Begleitung durch das gesamte Studium einschließt und auf die Wünsche und Bedürfnisse der Studierenden eingeht.
  • Gute Lehre beinhaltet ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Theorie und Praxis, die Lehrinhalte sind relevant und stellen einen klaren Bezug zur Praxis her.
  • Gute Lehre bedeutet, dass die Dozierenden für die Beantwortung von Fragen oder Problemen ein offenes Ohr haben und zeitnah erreichbar sind.
  • Gute Lehre ist studierendenorientiert.

Den gesamten Kriterienkatalog finden Sie hier: Kriterien guter Lehre aus der Sicht Tübinger Studierender.

Umfrage zum Informationsverhalten von Studierenden

Als Ergebnis der Initiativeumfrage wurden vielfach Defizite innerhalb der Kommunikation zwischen Studierenden und der Universität deutlich. Um dies genauer zu überprüfen und herauszufinden, welche Kommunikationswege Studierende nutzen, hat die Prorektorin eine Umfrage zum Informationsverhalten von Studierenden angeregt, welche am Psychologischen Institut unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Ulrich durchgeführt wurde. Obgleich der Rücklauf dieser Online-Befragung sehr gering war (16% von 600 Studierenden), konnten Probleme zum Informationsverhalten festgestellt werden, die sich auch in einer zusätzlich durchgeführten Fragebogenstudie offenbarten (100% Rücklauf). Medien, die zur Information über die aktuelle Hochschulpolitik genutzt werden, sind vor allem KommilitonInnen, ZDV-Rundmails, die Fachschaften sowie Universitäts- und Fakultätshomepages. Bei anderen universitätsinternen Themen werden zusätzlich Aushänge sowie Flyer und Dozierende zur Information genutzt. Für studienbezogene Themen werden vor allem Schwarze Bretter und die Universitäts- und Fakultätshomepages als geeignete Medien zur Verbreitung empfunden. Die Zufriedenheit mit dem Informationsangebot der Universität wird insgesamt als mittelmäßig eingeschätzt. In zusätzlichen Anmerkungen wurde außerdem auf die Problematik der ZDV-Rundmails hingewiesen. Eine Verbesserung des Systems wird deswegen derzeit geprüft. Alle Ergebnisse, Verbesserungsvorschläge und den Stand der Umsetzung (Sept. 2009) finden Sie hier: Ergebnisse, Vorschläge und aktueller Stand

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Qualitative Verbesserung der Tutorenausbildung

Tutorien sind unerlässlich zur Verbesserung des Lehrangebots und mit Hilfe von Studiengebühren wurde in den vergangenen Semestern auch ein umfangreiches Angebot eingerichtet. Jedoch ist jedes Tutorium nur so gut, wie der Tutor oder die Tutorin, die das Tutorium hält. Die Initiative hält es für dringend notwendig, nicht nur in den Ausbau der Angebote, sondern auch in die Qualifizierung der TutorInnen zu investieren. Die Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik hat deswegen ein Konzept erarbeitet, um die TutorInnen besser auf ihre Arbeit vorzubereiten und damit die Qualität und den Nutzen der Tutorien zu steigern. Im Sommersemester 2009 wurde die TutorInnenausbildung erstmals mit 17 TeilnehmerInnen unterschiedlicher Fakultäten begonnen. Sie dauerte insgesamt 1 1/2 Semester und umfasste zwei Workshops zu den Themen "Didaktische Grundlagen" und "Methoden wissenschaftlichen Arbeitens", drei Gruppencoachings und kollegiale Hospitationen. Die Ausbildung umfasste 60 Akademische Einheiten (entspricht 2 ECTS) und die erfolgreiche Teilnahme wurde anschließend mit einem Universitätszertifikat bescheinigt.

Aktuelle Informationen für Tutoren/Mentoren finden Sie auf der Internetseite der Hochschuldidaktik unter dem folgenden Link: TutorInnenausbildung.

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Gründung einer Lehramts-Studierendenvertretung

Lehramtsstudierende stehen gleich zu Beginn ihres Studiums vor einer überwältigenden Koordinations- und Organisationsaufgabe, wenn sie ihre Studienfächer miteinander verbinden und einen sinnvollen Studienplan erstellen sollen. Obgleich es Einführungsveranstaltungen und Beratungen gibt, fühlen sich viele Lehrämtler allein gelassen. Abhilfe konnte hier die Gründung einer fächerübergreifenden Lehramtsfachschaft schaffen. Die Initiative stand von Anfang an in enger Zusammenarbeit dem Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (ZfL)/II.3. Seither hat es zahlreiche studentische Beratungen sowie Einführungsveranstaltungen für LA-Erstsemester gegeben.

Link zur Studienberatung für Lehramtsstudierende.

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Gespräche mit dem Career-Service, der UB und dem ZfL

Die zahlreichen Vorschläge der Studierenden betrafen gezielt auch einzelne Einrichtungen der Universität. Nach Sammlung und Sichtung der Vorschläge wurden diese an die entsprechenden Stellen weitergeleitet und Gespräche zu Umsetzungsmöglichkeiten geführt.

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