Gemeinsam zum Studienerfolg

Initiationswege in die Wissenschaft

Mit dem Projekt Gemeinsam zum Studienerfolg: Initiationswege in die Wissenschaft will die Universität Tübingen durch neue Maßnahmen und Angebote den Erfolg der Studierenden zu Beginn ihres Studiums fördern und Studienabbrüche verringern. Die Initiative wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) Baden-Württemberg im Rahmen der Linie „Fonds Erfolgreich Studieren in Baden-Württemberg (FESt-BW)“ gefördert und gliedert sich in verschiedene Teilprojekte an den jeweiligen Fakultäten.

Warum ist ein solches Projekt notwendig?

Studienanfängerinnen und -anfänger unterscheiden sich in vielerlei Punkten voneinander, etwa bezüglich ihres Alters, ihrer Vorbildung, ihrer Einkommensverhältnisse oder ihrer familiären und gesundheitlichen Situation. Diese Heterogenität bringt die Herausforderung mit sich, allen Studierenden trotz der unterschiedlichen Bedingungen einen erfolgreichen Start ins Studium zu ermöglichen. Diesem Grundsatz verpflichtet sich die Tübinger Initiative Gemeinsam zum Studienerfolg: Initiationswege in die Wissenschaft. Das Projekt will die Studienbedingungen in den ersten Semestern verbessern, um allen Studierenden einen erfolgreichen Start ins Studium zu ermöglichen.

Wie ist das Projekt aufgebaut?

Das Projekt besteht aus zwei Säulen mit je zwei Teilprojekten und einer Begleitforschung.

Säule 1 betrifft die gezielte, frühzeitige und individuelle Beratung von Studierenden in der Studieneingangsphase, u.a. an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät sowie an der Philosophischen Fakultät. Systematisch sollen diejenigen Studierenden identifiziert werden, die spezifische Unterstützungsangebote benötigen, diese aber bislang nicht wahrnehmen. Durch die persönliche Beratung werden nicht nur konkrete Probleme behandelt, sondern auch Wege in die spezifische Wissenschaftskultur geebnet. Die Beratung ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet: Indem Rücksprachen über einen längeren Zeitraum gehalten werden und die Zusammenarbeit zwischen den Prüfungsämtern und den einzelnen Fächern intensiviert wird, können langfristige Veränderungen erzielt werden. 

Säule 2 beinhaltet strukturelle Veränderungen in Studium und Lehre. Der frühzeitige Erwerb fachspezifischer Grundkompetenzen – vor allem im Bereich der Methoden und der Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens – ist in der Studieneingangsphase von besonderer Bedeutung, da hier die Grundsteine für den weiteren Studienverlauf gelegt werden. In der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät werden neue Online-Module und webbasierte Propädeutika, die auf die Heterogenität der Studierendenschaft Rücksicht nehmen, entwickelt und erprobt. Außerdem werden die Angebote durch Peer Learning, offene Methodencafés, Tutorien und Mentorings umfassend ergänzt.

Wie wird die Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen überprüft?

Das Zentrum für Evaluation und Qualitätsmanagement wertet die durchgeführten Konzepte anhand von Studierendenbefragungen, Veranstaltungsevaluationen und Lehrberichten aus. Das Zentrum für Gender- und Diversitätsforschung unterstützt diese Arbeit durch qualitative Interviews sowohl mit Studierenden als auch mit Lehrenden. Darüber hinaus beteiligt sich die Universität Tübingen an einer extern begleiteten Wirkungsforschung. Diese Analysen stellen sicher, dass die durchgeführten Maßnahmen auch zu einer tatsächlichen Verbesserung der Studienbedingungen in den ersten Semestern führen. Auf Basis der Ergebnisse können Weiter- und Neuentwicklungen konzipiert werden.

Wie lange läuft das Projekt?

Das Projekt Gemeinsam zum Studienerfolg: Initiationswege in die Wissenschaft wird seit Oktober 2016 gefördert, und hat eine Laufzeit bis März 2019. Danach sollen die Maßnahmen und deren Ergebnisse verstetigt und bei Nachweis ihrer positiven Aspekte auf andere Bereiche der Universität ausgeweitet werden.

Adresse

Dezernat Studium und Lehre
Wilhelmstr. 11
72074 Tübingen

 

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