Universität Tübingen - Philologisches Seminar (Lateinische Philologie)

Arbeitsstelle für Patristische Textedition

Tübingen, Wilhelmstr. 36

Tel. 07071-2974360, e-mail: eberhard.heck@uni-tuebingen.de

 

Leiter: Prof. Dr. Eberhard Heck

 

 

Hauptprojekt: Lactanz-Edition, zus. mit Prof. Dr. Antonie Wlosok, Universität Mainz.

 

 

In Verbindung mit der Arbeitsstelle stehen nach früherer Mitarbeit: Dr. Gudrun Schickler, Tübingen/Reutlingen, Gesine Bechtloff, M.A., Tübingen, Katrin Fürst M.A., Stuttgart/Weil der Stadt, und Dr. Wolfram Winger, Bad Waldsee.

 

Die de facto seit 1975 bestehende Arbeitsstelle wurde 1988 förmlich eingerichtet als Ort für patristische Forschungsarbeit und einschlägige Lehrveranstaltungen, auch mit Qualifikationsmöglichkeiten in den latinistischen Studiengängen.

 

Seit 1969 arbeiten A.Wlosok und E.Heck an einer kritischen Ausgabe der Schriften des Lactantius (christl. Apologet, ca. 250-325; vgl. Wlosok, HLL 5 [1989], 375-404; dies., TRE 20 [1990], 370-374; Heck, DNP 6 [2000], 1043-1044) in der Bibliotheca Teubneriana, vorerst der 7 Bücher Diuinae institutiones und ihrer Epitome; zum Projekt Heck, Gnomon 64, 1992, 592-600, hier 593. Vorarbeiten (Kollationen, Aufbereitung erworbener Dateien für die Edition mit TUSTEP) wurden 1975-1978 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Beraten durch Prof. Dr. Wilhelm Ott, Tübingen, setzt Heck seit 1974 für dieses Projekt und andere Arbeiten elektronische Datenverarbeitung mit dem Tübinger System von Textverarbeitungsprogrammen TUSTEP ein, seit 1988 auch zur Aufbereitung von Buchpublikationen zum Satz in Zusammenarbeit mit der Firma pagina GmbH, Tübingen.

 

E. Hecks und A. Wlosoks Edition der Epitome - erste mit TUSTEP-Satzprogramm hergestellte Edition eines antik-lateinischen Prosatextes (d.h. Zuordnung aller Apparateinträge zum Text und Umbruch der Apparate programmgesteuert) - erschien 1994 bei Teubner (Stuttgart/Leipzig); 2001 folgte E. Hecks und G. Schicklers deutsche Übersetzung dieses Textes mit Erläuterungen bei Saur (München / Leipzig; dieser Verlag übernahm 1999 den altertumswissenschaftlichen Teil von Teubner, gehört seit 2006 zum Verlag Walter De Gruyter, Berlin/New York). Von der Edition des Hauptwerkes erschien 2005 als erste Lieferung fasc.1: Bücher I und II mit Praefatio (bei Saur; die nächsten Faszikel bei De Gruyter); 2007 folgte fasc. 2: Bücher III und IV (mit Praefationis supplementum, bes. zum Bibeltext des Lact.), 2009 fasc. 3: Bücher V und VI (mit Praef. Suppl. bes. zu neueren Ausgaben dieser Bücher und erstmals benutzten Handschriftenfragmenten von V). Fasc. 4 (Buch VII, ein Anhang mit Übersetzungen der Graeca, sowie Indices) befindet sich in Arbeit und soll 2011 erscheinen. Aufsätze und Rezensionen ergänzen die Editionsarbeit.

 

Außer zu Lactanz entstanden in der Arbeitsstelle, verbunden mit Lehrveranstaltungen, Beiträge Hecks zu Minucius Felix und Commodian: zu beiden im Handbuch der lateinischen Literatur der Antike (HLL) 4, 1997 (ein für Aufstieg und Niedergang der römischen Welt II 27 vorgesehener 1999 geschriebener Beitrag Commodianus erscheint voraussichtlich an anderem Ort).

Materialien der Arbeitsstelle benutzt haben: für ihre Staatexamensarbeiten, dann Magisterarbeiten G. Bechtloff (1991, zu Lactanz und Vergil) und K. Fürst (2002, zu Commodians Endzeitgedichten), W. Winger für seine theol. Dissertation (Tübingen 1997, erschienen Frankfurt/M. 1999): Personalität durch Humanität. Das ethikgeschichtliche Profil christlicher Handlungslehre bei Lactanz (enthält eine Teilausgabe mit textkrit. Anmerkungen), außerdem Prof. Dr. Stefan Freund, Universität Wuppertal, für seine Habilitationsschrift (Eichstätt 2006, erschienen Berlin 2009): Laktanz, Divinae institutiones Buch 7: De vita beata - Einleitung, Text, Übersetzung, Kommentar.

 

 

Stand 7.8.09 Eberhard Heck