Käfigmoleküle
Käfigmoleküle (Sphären)
Allgemeine Beschreibung
Bei diesen auch Sphären genannten Makromolekülen handelt es sich um von Heterofullerenen
abgeleitete Strukturen, bei denen Teilfragmente des Fullerens durch Porphin-, Phthalocyanin-
oder Subphthalocyanin-Einheiten ersetzt werden.
Sphären werden nicht aus Fullerenen, sondern aus kleineren trifunktionellen Monomeren
aufgebaut, die die entstehenden Makrocyclen verbinden.
Analog zu Ringschlußreaktionen muß die Synthese bei unendlicher Verdünnung erfolgen,
um die Bildung von Flächenpolymeren zu verhindern. Durch Zugabe von Metallsalzen kann
der Templat-Effekt zur Präorganisation der Monomeren genützt werden.

Eigenschaften und Anwendungen
Sphären sollten sowohl die Eigenschaften des jeweiligen Makrocyclus als auch fullerenartige
Eigenschaften haben. Katalytische und sensorische Eigenschaften sind denkbar. Aufgrund des
Hohlraumes der Sphären können im Gegensatz zu Fullerenen Moleküle leicht eindringen.
Dadurch könnte eine Trennung von Gemischen erfolgen und Pharmazeutika könnten
eingelagert werden. Wenn geeignete Seitengruppen angebracht werden, würden Anwendungen
in der photodynamischen Krebstherapie ermöglicht.
Durch geeignete Funktionalisierung könnte auch eine Polymerisation erreicht werden.
Förderung:
Dieses Projekt wird gefördert von der ARGUS-Holding GmbH, Bahnhofstr. 53a, 69115 Heidelberg.
Literatur:
- F. D. Oeste, DE Patentanmeldung P 41 14 536.4, 03.05.91,
Neue, Sphären genannte
Heterofullerene.
- Robert Mattmer, Dissertation, Universität Tübingen 1995.
Verweise:
Sphaeren, Kaefigmolekuele und aehnliches im WWW:
Computeranimationen:
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