Prof.
Dr. Joachim Knape
Biographie
Joachim Knape, Prof. Dr.,
Geschäftsführender Direktor des
Seminars für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen; geboren am
12.04.1950 in Heiligenstadt (Thüringen); studierte ab 1970 Germanistik,
Politikwissenschaft, Philosophie und katholische Theologie in Göttingen,
Regensburg und Bamberg. 1976 Staatsexamen in Göttingen. 1982 Promotion in Göttingen
mit einer Arbeit zur Geschichte des Begriffs "Historie"; er
arbeitete auch in der Folgezeit weiter auf dem Gebiet der älteren deutschen
Literatur- und Sprachgeschichte. Für sein Habilitationsprojekt konzentrierte
sich Knape stärker auf den Renaissance-Humanismus und die frühe Neuzeit.
1988 legte er in Bamberg seine Habilitationsschrift zu Leben und Werk des
deutschen Humanisten Sebastian Brant (1457-1521) vor und erhielt an der
dortigen Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften die Venia legendi
für Deutsche Philologie des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Bis 1991
war er als Assistent in Regensburg (Neugermanistik) und Bamberg
(Altgermanistik) tätig. Seit 1991 ist Knape Rhetorikprofessor an der
Universität Tübingen. 2004-2009 Dekan der Tübinger Neuphilologischen Fakultät.
Seit 2010 Sprecher des Fachbereichs Philosophie - Rhetorik - Medien. Vertrauensdozent der Studienstiftung.
Herausgeberschaften
von Buchreihen:
Gratia. Tübinger
Schriften zur Renaissanceforschung und Kulturwissenschaft (Harrassowitz-Verlag
Wiesbaden).
Neue
Rhetorik (Weidler-Verlag Berlin).
Aktuelle Buchpublikationen:

U.
Fix, A. Gardt, J. Knape (Hrsg.): Rhetorik und Stilistik/Rhetoric and
Stylistics. Ein internationales Handbuch historischer und systematischer
Forschung. An international Handbook of historical and systematic research. 2
Bde./2 Vol. Berlin,
New York 2008 (= HSK Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft
31.1 und 31.2).
Rhetorik
und Stilistik befassen sich mit erfolgreicher menschlicher Kommunikation und
mit der Gestaltung von Sprache in Texten. Als wirkungsmächtigste der
sprachbezogenen Disziplinen reicht die Rhetorik bis in die Antike zurück und
erlebt zurzeit eine außergewöhnliche Renaissance. Die Stilistik untersucht
die Gestalt von Texten im Hinblick auf ihr Sinnangebot und ihre Funktion im
individuellen Leben und gesellschaftlichen Raum. Das Handbuch bietet
historische und systematische Überblicke über theoretische Positionen,
Formen der Anwendung und praktische Kontexte von der Antike bis in die
Gegenwart.
Rhetoric and stylistics deal with successful
human communication and the arrangement of language in texts. As the most
influential of all language-related disciplines, rhetoric has an ancient
tradition and is presently experiencing a remarkable revival. Stylistics
analyses the structures of texts with regard to their semantic potential and
their function in the life of the individual and in society. The handbook
offers surveys of theoretical approaches, forms of linguistic practice and
practical contexts from antiquity to the present.
Die
Reihe Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft erschließt
einen Wissensbereich, der sowohl die allgemeine Linguistik und die speziellen,
philologisch orientierten Sprachwissenschaften als auch diejenigen
Wissenschaftsgebiete umfasst, die sich in den letzten Jahrzehnten aus der
immer umfangreicher werdenden Forschung über die vielfältigen Erscheinungen
des kommunikativen Handelns entwickelt haben.
The series Handbooks of Linguistics and
Communication Science is designed to illuminate a field which not only
includes general linguistics and the study of linguistics as applied to
specific languages, but also covers those more recent areas which have
developed from the increasing body of research into the manifold forms of
communicative action and interaction.
Berlin /New York 2008
HSK
31.1
ISBN:
978-3-11-013710-1
ISSN:
1861-5090
Berlin /New York 2009
HSK
31.2
ISBN:
978-3-11-017857-9
ISSN:
1861-5090
www.deGruyter.com
J. Knape, O. Kramer (Hrsg.): Rhetorik und Sprachkunst
bei Thomas Bernhard. Würzburg 2011.
Kein
anderer deutschsprachiger Schriftsteller des 20. Jahrhunderts hat die
rhetorische Provokation so beherrscht wie Thomas Bernhard, dessen Invektiven
immer für einen Skandal gut waren. Dabei waren zornige Provokation und
hochartifizielle Ausdrucksform für Bernhard kein Widerspruch. Sind seine
Texte musikalische Partituren? Man hat immer wieder musikalische
Gestaltungsprinzipien vermutet. Seine Werke und deren Sprache lassen sich aber
auch mit dem Instrumentarium der Rhetorik beschreiben, wie diese rhetorische
Spurensuche in Dramen, Romanen und Autobiographie sowie in den Briefen und
Reden Thomas Bernhards zeigt.
Würzburg
2011
ISBN:
978-3-8260-4520-2
www.koenigshausen-neumann.de
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Joachim Knape ist Professor für Allgemeine Rhetorik. Zu
seinen wichtigsten Forschungsfeldern gehören die Rhetoriktheorie, die
deutsche Rhetorikgeschichte, die Geschichte der älteren deutschen Sprache und
Literatur, der Renaissance-Humanismus und die Ästhetiktheorie.
Kontakt:
Wilhelmstraße
50
72074
Tübingen
Raum:
550
Telefon:
07071/29 7 40 18
Fax:
07071/29 42 58
joachim.knape@uni-tuebingen.de
Hinweise
zu aktuellen Reden und Vorträgen von Prof. Dr. Knape
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