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Allgemeine Rhetorik

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Anne Ulrich 

Anne Ulrich

Biographie

Arbeitsschwerpunkte

Publikationen

 

Biographie

Anne Ulrich, Jahrgang 1976, studierte Allgemeine Rhetorik und Empirische Kulturwissenschaft in Tübingen. Seit 2004 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Allgemeine Rhetorik und assoziierte Mitarbeiterin des DFG-Sonderforschungsbereichs 437 Kriegserfahrungen. Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit.

 

Arbeitsschwerpunkte

Dissertationsprojekt (Arbeitstitel): Die visuelle Rhetorik von Fernsehnachrichten am Beispiel der Berichterstattung zum Irakkrieg 2003.

Das Projekt analysiert die Berichterstattung der ersten Kriegstage im März 2003 in den Sendern ARD, ZDF, RTL, n-tv und CNN. Dabei richtet sich das Interesse weniger auf das Bild des Kriegs, das die Berichterstattung liefert, als auf die Strukturen und Grenzen seiner journalistischen Verarbeitung. Liveness, Aktualität und ökonomischer Konkurrenzdruck, aber auch die zunehmend mediengerechte Propaganda seitens der kriegführenden Parteien bilden Widerstände, die die Nachrichtenmacher rhetorisch zu überwinden haben, soll man ihrer Berichterstattung noch Glauben schenken. Das skizzierte Spannungsfeld mit seinen soziologisch und kommunikationswissenschaftlich erfassbaren Bedingungen wird als eine wichtige zeitgenössische rhetorische Grundsituation begriffen und beschrieben.

Die Fernsehanalyse konzentriert sich ganz auf die Rhetorik des Visuellen und fragt danach, wie es den unterschiedlichen Akteuren in Auseinandersetzung mit den genannten Strukturen gelingt, Aufmerksamkeit zu erregen, Glaubwürdigkeit zu erzeugen und Deutungen zu etablieren. Die Kenntnis dieses televisuell-rhetorischen Codes, wie er charakteristisch für die Anfangsphase der Irakkriegsberichterstattung war, so die These, vermittelt in seiner Überdeutlichkeit auch einen Eindruck der generellen visuellrhetorischen Bedingungen der Fernsehberichterstattung.

 

Publikationen

  • Credibility is the message.' Zur visuellen Rhetorik von Kriegskorrespondentendarstel-lungen in Fernsehnachrichten. In: Barbara Korte / Horst Tonn (Hg.): Kriegskorresponden-ten: Deutungsinstanzen in der Mediengesellschaft. Wiesbaden 2007, 339-357.

  • Bildrhetorik in der Warburgtradition. "Pathosformeln", "Schlagbilder" und "Topoi" am Beispiel Berlusconi. In: Joachim Knape (Hg.): Bildrhetorik. Baden-Baden 2007, 447-473 (= SAECVLA SPIRITALIA 45).

  • Souverän inszeniert. Rhetorische Schlagbilder in Silvio Berlusconis visueller Politik. In: Wilhelm Hofmann (Hg.): Sprachpolitik - Bildpolitik. Untersuchungen zur politischen Kommunikation in der entwickelten Demokratie. Münster 2006 (= Band 3 der Studien zur visuellen Politik), 137-154.

  • Der Krieg im Weichzeichner. Inszenierte Idyllen an der Front. In: Projektgruppe Trench Art (Hg.): Kleines aus dem Großen Krieg. Metamorphosen militärischen Mülls. Begleit-band zur Ausstellung im Haspelturm des Schlosses Hohentübingen vom 26. April bis 16. Juni 2002. Tübingen 2002, 108-121.

  • mit Leonie Fuchs und Fabio Gygi: Verdinglichte Kriegserfahrung. Eine Reflexion in sie-ben Gegenständen. In: Projektgruppe Trench Art (Hg.): Kleines aus dem Großen Krieg. Metamorphosen militärischen Mülls. Begleitband zur Ausstellung im Haspelturm des Schlosses Hohentübingen vom 26. April bis 16. Juni 2002. Tübingen 2002, 36-45.

 

Anne Ulrich arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Allgemeine Rhetorik. Im Mittelpunkt ihrer  Forschungen steht die visuelle Rhetorik von Fernsehnachrichten.


Webmaster: Olaf Kramer, Seminar für Allgemeine Rhetorik, Universität Tübingen, Stand: 24.09.07