Körperliche
Beredsamkeit
Die
Körperliche Beredsamkeit ist ein wichtiger Bestandteil des Vortrags (actio).
Sie entscheidet wesentlich über die Wirksamkeit der Rede. Cicero
bezeichnete die actio als sermo corporis, als Körperrede, die die Stimme
begleiten soll. Mimik und Gestik wurden ebenso geschult wie die Aussprache
(pronuntiatio), das Sprechtempo oder die Betonung.
Durch Einsatz von natürlicher
Gestik und Mimik unterstreicht und rhythmisiert man das Gesagte. Wichtig
dabei ist auch der stete Blickkontakt zu den Hörern. Körpersprache
unterstützt die Affekterregung und Verdeutlichung, wobei der Redner nicht
vom Inhalt der Rede ablenken, sondern durch seine Fähigkeit, die Gefühlswirkungen
zu erregen, die Wirklichkeit des charakterlich
guten Redners (vir bonus) darstellen soll. Durch die Verläßlichkeit
seines Charakters gewinnt der Redner zusätzlich an Glaubwürdigkeit und
Überzeugungskraft.
Auch künstliche Signale wie Kleidung,
Frisur oder Make-up spielen bei der Körpersprache eine wichtige Rolle,
denn auch das Erscheinungsbild des Redners hat großen Einfluß auf die
Wirkung des gesprochenen Worts.
Literaturhinweise:
Eine
kurze Zusammenfassung zum Thema körperliche Beredsamkeit. Hier
wird die Körpersprache vor dem Hintergrund des antiken Rednerideals
behandelt.
Dieses
Buch enthält Anleitungen zum Einsatz von Körpersprache. Wirksame
Übungen verdeutlichen die Notwendigkeit von Körpersprache in der Rede.
Bilder veranschaulichen vorbildliche Gestik und
Mimik und weisen auf vermeidbare Fehler bei der Körpersprache hin.
weiter
zu:
|