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Allgemeine Rhetorik

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Projekte: Virtuelles Rhetoriklehrbuch

Vorwort   Was ist Rhetorik?   Theorie und Geschichte   Redepraxis und Redeanalyse: Protokoll

 

Protokoll

 

 

Das Protokoll ist eine Textform, die der Darstellung (narratio) eines Sachverhaltes dient. Beim Gesprächsprotokoll ist dabei zwischen zwei Formen zu unterscheiden: 

  • wörtliches Protokoll   

  • nicht-wörtliches Protokoll. 

 

Das wörtliche Gesprächsprotokoll

 

Wörtliche Protokolle dienen zur Niederschrift von Gerichtsverhandlungen oder politischen Debatten. Die beteiligten Personen werden namentlich genannt, und der genaue Wortlaut wird wiedergegeben. Auch die Reaktionen der Zuhörer können berücksichtigt werden. Ein wörtliches Protokoll dient oft dazu, ein Gespräch festzuhalten, um es später in die Form eines nicht-wörtlichen Protokolls umzuarbeiten.

 

Die drei Arten des nicht-wörtlichen Gesprächsprotokolls

 

Beim Ergebnisprotokoll ist das Ziel, die wichtigsten Gesprächsergebnisse festzuhalten, beim Verlaufsprotokoll soll der gesamte Gesprächsverlauf wiedergegeben werden, und das Unterrichtsprotokoll soll einen Überblick über einen längeren Unterrichtszeitraum liefern. Das Protokoll ist dabei immer durchgängig im Präsens oder Präteritum zu verfassen (Grundtempus), auf namentliche Nennung und wörtliche Zitate wird verzichtet. 

 

Die Schwierigkeit beim Anfertigen eines nicht-wörtlichen Gesprächsprotokolls liegt vor allem in folgenden Punkten: 

  • gesprochene Sprache in geschriebene umzuwandeln 

  • aus der Fülle von genannten Informationen die wichtigen auszuwählen. 

 

Das Versuchsprotokoll

 

Versuchsprotokolle geben den Aufbau, die Durchführung und die Deutung der Ergebnisse eines wissenschaftlichen Experiments wieder. Sie werden durch Tabellen oder Diagramme ergänzt. Ein ausführliches Beispiel für ein Versuchsprotokoll mit ergänzenden Übungen findet sich in: König, Heinz: Wort und Sinn. Sprachbuch 9/10. Paderborn 1977. Kap. 3.2. S. 193-5.

 

 

Literaturhinweise:

  • Ueding, Gert: Rhetorik des Schreibens. Eine Einführung. 4. Auflage. Weinheim 1996.

 

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Webmaster: Olaf Kramer, Seminar für Allgemeine Rhetorik, Universität Tübingen, Stand: 03.09.01