Protokoll
Das Protokoll ist eine Textform, die der Darstellung
(narratio) eines Sachverhaltes dient. Beim Gesprächsprotokoll
ist dabei zwischen zwei Formen zu unterscheiden:
Wörtliche Protokolle dienen zur Niederschrift von
Gerichtsverhandlungen oder politischen Debatten. Die beteiligten Personen
werden namentlich genannt, und der genaue Wortlaut wird wiedergegeben.
Auch die Reaktionen der Zuhörer können berücksichtigt werden. Ein wörtliches
Protokoll dient oft dazu, ein Gespräch festzuhalten, um es später in die
Form eines nicht-wörtlichen Protokolls umzuarbeiten.
Beim Ergebnisprotokoll ist das Ziel, die
wichtigsten Gesprächsergebnisse festzuhalten, beim Verlaufsprotokoll soll der gesamte Gesprächsverlauf wiedergegeben
werden, und das Unterrichtsprotokoll soll einen Überblick über
einen längeren Unterrichtszeitraum liefern. Das Protokoll ist dabei immer
durchgängig im Präsens oder Präteritum zu verfassen
(Grundtempus), auf namentliche Nennung und wörtliche Zitate wird
verzichtet.
Die Schwierigkeit beim Anfertigen eines nicht-wörtlichen
Gesprächsprotokolls liegt vor allem in folgenden Punkten:
Versuchsprotokolle geben den Aufbau, die
Durchführung und die Deutung der Ergebnisse eines wissenschaftlichen
Experiments wieder. Sie werden durch Tabellen oder Diagramme ergänzt. Ein
ausführliches Beispiel für ein Versuchsprotokoll mit ergänzenden
Übungen findet sich in: König, Heinz: Wort und Sinn. Sprachbuch 9/10.
Paderborn 1977. Kap. 3.2. S. 193-5.
Literaturhinweise:
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