Die
Festrede
Die Festrede (laudatio), auch Lob- oder Tadelrede,
dient seit der Antike der Würdigung einer Person aufgrund außergewöhnlicher
Leistungen oder dem Lob von Zuständen. Da der Redegegenstand der Festrede
ein sicherer ist, (für gewöhnlich besteht im Publikum an ihm kein
Zweifel), hat der Redner in der Regel nicht die Aufgabe, eine Überzeugung
erst herzustellen, seine Hörer über strittige Verhältnisse aufzuklären
und ihre Meinungsbildung zu beeinflussen. Aber dennoch kann die Festrede
verstärkend, abschwächend und auch relativierend wirken, so daß sich
das Publikum zur Einstellungsänderung oder zur Bestätigung seiner
Meinung geführt sieht. Wichtiger aber ist, das Publikum mit der Festrede zu
unterhalten (delectare) und zu bewegen (movere). Die Festrede kann auch
als Tadelrede eingesetzt werden, um erbrachte Leistungen oder bestehende
Zustände zu kritisieren (Rezensionen, Kritiken). In diesem Fall tritt das
Ziel der Überzeugung stärker in den Vordergrund.
Im Laufe der Geschichte
haben sich zahlreiche Untergattungen herausgebildet, die Skala reicht vom
Toast und der Gelegenheitsrede bis zur Jubiläumsrede oder dem Nekrolog.
Literaturhinweise:
Die einzelnen Redegattungen werden nacheinander in
einzelnen Kapiteln vorgestellt. Unterschiede und die verschiedenen
Schwerpunkte der einzelnen Gattungen werden durch den Vergleich sehr
deutlich gemacht.
Die Ursprünge der Festrede in der Antike werden erklärt,
anschließend bespricht der Autor Anlässe, bei denen heutzutage Festreden
gehalten werden, und die Inhalte sowie mögliche Schwerpunkte einer
Festrede.
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