Medienrhetorik
Das technisch übermittelte Reden und Schreiben
in
den Massenmedien (also besonders Funk, Film und Fernsehen) ist Gegenstand
der Medienrhetorik.
"Wer für
die Öffentlichkeit schreibt oder spricht, hält sich immer - bewußt oder
unbewußt - an Regeln der Rhetorik. Bei der Stoffsuche, bei der
Formgebung, beim Gliedern eines Textes, bei der Wahl des Stils und beim
Ausformulieren werden Richtlinien befolgt, die die äußere Gestalt dem
jeweiligen Ziel anpassen; - jede Sprech- oder Schreibsituation hat ihre
eigene Rhetorik, zum Teil gelten immer die gleichen Regeln, zum Teil
stellen die einzelnen Situationen ihre spezifischen Anforderungen. So
schaffen auch Radio und Fernsehen besondere Rahmenbedingungen für das
Reden und Schreiben." (Häusermann/Käppeli: Rhetorik für Radio und
Fernsehen. S. IX.)
Literaturhinweise:
In der
Einleitung zu seinem Aufsatz Medienrhetorik beklagt Jürg Häusermann
den Umstand, daß Lehrmittel und Forschungsliteratur [es nicht leicht
machen] zu ermitteln, was das eigentlich Spezifische der rhetorischen
Kommunikation in den Medien ist; viele Aussagen treffen auch auf andere
Rede- und Schreibsituationen zu. (Häusermann: Medienrhetorik. S. 30).
Diesen Mißstand zu beheben ist Anliegen seines Aufsatzes.
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Häusermann,
Jürg / Käppeli, Heiner: Rhetorik für Radio und Fernsehen: Regeln und
Beispiele für mediengerechtes Schreiben, Sprechen, Informieren,
Kommentieren, Interviewen, Moderieren. 1. Aufl. Aarau / Frankfurt a.M.
1986.
Dem
aussagekräftigen Titel ist hinzuzufügen, daß sich das Buch in zwei
Hauptteile gliedert. Im ersten Teil werden Regeln für eine verständliche
und attraktive Sprache aufgestellt. Außerdem wird gezeigt, wie man Texte
schreiben und sprechen kann, so daß sie journalistischen Anforderungen
gerecht werden.
Der zweite
Teil enthält Kapitel zu wichtigen (Text-)Formen in Radio und Fernsehen,
wie z. B. Nachricht,
Bericht, Kommentar, Interview und Moderation.
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