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REDE DES JAHRES 2007 Oskar
Lafontaine: Rede in der Debatte zum Bundeshaushaltsplan 2008
Die Rede des Jahres 2007 hat Oskar Lafontaine gehalten. Das Seminar
für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen zeichnet in diesem
Jahr Lafontaines Debattenrede vor dem Deutschen Bundestag vom 12.
September aus. Sie vereint alle rhetorischen Vorzüge: argumentiert überzeugend,
scheut nicht vor unpopulärer Kritik zurück, formuliert scharf,
anschaulich und gibt den Benachteiligten in unserer Gesellschaft eine
wirkungsvolle Stimme.
Besondere Glaubwürdigkeit gewinnt
die Rede dadurch, dass sie eine unermüdlich schönredende
Regierungsrhetorik mit der Wirklichkeit in unserem Lande konfrontiert.
Lafontaine beruft sich auf soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und
das Völkerrecht, betont den Anspruch auf Bildung für alle und fordert
nach inzwischen vergessener sozialdemokratischer Tradition, dass sich
Leistung auch lohnen müsse. Er bezieht sich also auf Allgemeinüberzeugungen
und Werte, ohne die keine Gesellschaft überlebensfähig ist, die aber in
Deutschland mit bestürzender Schnelligkeit zerfallen und im politischen
Handeln keine praktische Bedeutung mehr besitzen.
Leitmotivisch bewegt sich der
Redner an dem Motto Deutschland hat allen Grund zur Zuversicht der
vorangegangenen Merkel-Rede entlang, denunziert es Schritt für Schritt
als Leerformel, spart nicht mit Beispielen, mit sarkastischen, auch
witzigen Urteilen und bringt ein zentrales Element politischer Rede zur
Geltung: humanes Engagement als Handlungsmaxime demokratischer Politik.
Jury: Prof.
Dr. Gert Ueding, Prof. Dr. Joachim Knape, Boris Kositzke, Olaf Kramer und
Peter Weit.
Sprecher der Jury:
Boris Kositzke
Seminar für Allgemeine
Rhetorik, Universität Tübingen, Wilhelmstraße 50, 72074 Tübingen.
Telefon
0 70 71 / 29 7 84 32. Fax 0 70 71/29 42 58.
E-mail
boris.kositzke@uni-tuebingen.de
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Text
der Rede
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der Rede
Jury: Prof.
Dr. Gert Ueding, Prof. Dr. Joachim Knape, Boris Kositzke, Olaf Kramer
und Peter Weit
Sprecher
der Jury: Boris Kositzke
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