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Studienberatung
Studieninhalte
Rhetorik -
Eine Disziplin zwischen Theorie und Praxis
Das Studium der Allgemeinen Rhetorik
an der Universität Tübingen
dient sowohl der theoretischen als auch der praktischen Ausbildung der
Studenten. Zu den wichtigsten Themen des Studiums zählen:
Die antike Rhetorik bildet dabei die systematische
Grundlage des Studiums. Sie hilft, die zahlreichen Forschungsansätze
neuerer Art von der Semiotik über die Argumentationsanalyse bis zur Gesprächspsychologie
zueinander in Beziehung zu setzen und in ihrer Entwicklung einzuschätzen.
Zudem begründet sie die konsequente Ausrichtung des Studiums auf Theorie und Praxis.
Geschichte und
Theorie der Rhetorik
Die Beschäftigung mit der Geschichte und Theorie der Rhetorik ist Voraussetzung für
die wissenschaftliche Arbeit und die fundierte Praxis. In den
Lehrveranstaltungen untersuchen die Studierenden die unterschiedlichsten
rhetorischen Theorien und Modelle und stellen die Ergebnisse in Referaten und
Hausarbeiten vor. Dabei erwerben sie Kenntnis der antiken
Rhetorik, beschäftigen sich mit mittelalterlicher und barocker
Beredsamkeit sowie mit der Rhetorik des 18. Jahrhunderts und der
zeitgenössischen Rhetoriktheorie. Zudem vermitteln die am Seminar für
Allgemeine Rhetorik angebotenen Veranstaltungen auch Wissen in zahlreichen neueren
Forschungsgebieten, wie Text-
und Argumentationstheorie, Semiotik, Psychologie und Medienwissenschaft.
Die Studenten lernen das System der Rhetorik in seinen
unterschiedlichen historischen Ausprägungen kennen und entwickeln die
Fähigkeit, kommunikative Probleme mit Hilfe des Instrumentariums der
Rhetorik zu analysieren und zu interpretieren, ob es Redesituationen zu beschreiben, literarische Texte sub specie rhetoricae
zu betrachten oder Formen moderner medialer Kommunikation zu untersuchen
gilt.
Textanalyse und
-interpretation
Die Rhetorik stellt zahlreiche Methoden und Techniken zur
Interpretation und Bewertung
von Texten aller Art zur Verfügung. Der rhetorischen Analyse zugänglich sind
nicht nur Reden und Gespräche, sondern auch literarische Werke, Hörspiele, Filme oder
Fernsehproduktionen. Ziel der Ausbildung in rhetorischer Textanalyse und -kritik ist, den
Studierenden die Fähigkeit zu vermitteln, alle sprachlichen Äußerungen
abhängig von ihren Entstehungsbedingungen und ihren Wirkungsabsichten
verstehen und bewerten zu können.
Angewandte
Rhetorik
In Praxisseminaren lernen die Studierenden,
sich wirkungsvoll und angemessen auszudrücken.
Rhetorische Fertigkeiten werden für die verschiedensten Medien
vermittelt: freie Rede und Gesprächsrhetorik stehen somit genauso auf dem
Programm wie das Verfassen literarischer Texte oder die Konzeption und
Umsetzung von Radioreportagen und Fernsehfilmen.
In der praktischen Ausbildung der Studenten setzt das Seminar für
Allgemeine Rhetorik namhafte Schriftsteller, Redenschreiber,
Zeitungs- und Fernsehjournalisten ein, um eine berufsnahe Ausbildung zu
gewährleisten.
Durch die Kooperation des Instituts mit dem Tübinger Universitätsradio
haben Studierende die Gelegenheit, kontinuierlich unter den Bedingungen
und Notwendigkeiten eines realen Sendebetriebs an Produktionen bis zur
Sendereife mitzuarbeiten. In der Medienabteilung
der Fakultät mit ihrem zahlreichen technischen Möglichkeiten (Tonstudio, Videostudio und Postproduktionsräume) lassen sich auch
anspruchsvolle Produktionen realisieren. Die Kooperation mit dem Studio
Literatur und Theater der Universität, einer Gründung des Seminars für
Allgemeine Rhetorik, eröffnet wichtige Möglichkeiten der literarischen
Schreibausbildung Ein gut ausgestatteter Theaterraum
steht den Studenten zur Verfügung und bietet die Möglichkeit, die sprachliche, gestische und mimische Ausdrucksfähigkeit
durch Theaterspiel zu erweitern.
Ziele der rhetorischen
Ausbildung
Durch die Verbindung von theoretischer und praktischer Ausbildung
vermittelt ein Studium der Rhetorik die Möglichkeit, in einer Vielzahl
von Berufsbereichen zu reüssieren: ob als Journalist oder Rhetoriklehrer,
als Unternehmensberater oder Wissenschaftler. Rhetoriker finden auf
vielerlei Wegen ihren Platz im Arbeitsmarkt, denn das Studium vermittelt
ein interessantes Profil von Kompetenzen:
-
ausgezeichnete Ausbildung der Urteilsfähigkeit zur
Bewertung sozialer Interaktionsprozesse und zur Planung und
Realisierung strategischem Handelns
-
gründliche Kenntnis der europäischen
Geistesgeschichte, die über Jahrhunderte rhetorisch geprägt ist, da
die Rhetorik das neben der Philosophie wirkungsmächtigste
abendländische Bildungssystem ist
-
die Fähigkeit, Texte kreativ zu produzieren und zu
interpretieren
-
das Verständnis historischer Veränderungen der
Kommunikationsformen und die Fähigkeit, für die verschiedenen Medien
angemessene Texte zu verfassen
-
das Rüstzeug, um Argumentationen zu analysieren, zu
bewerten und zu entwickeln
-
technische Kenntnisse über Produktionsprozesse in den
unterschiedlichsten Medien von Zeitung bis Internet
-
weitreichende Erfahrungen in den
Spielarten verbalen Kommunizierens (Rede, Fachvortrag, Gespräch,
Diskussion, Verhandlung)
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M.A-Studiengang
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