Achtung!

Zu allen slavischen Sprachen, die am Slavischen Seminar studiert werden können (Russisch, Polnisch, Tschechisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Slowenisch), werden Sprachkurse angeboten, die keine Vorkenntnisse erfordern. Wer über Vorkenntnisse verfügt oder Muttersprachler ist, hat die Möglichkeit, seine Kenntnisse in Einstufungsprüfungen nachzuweisen, die für alle Sprachen am Freitag der ersten Vorlesungswoche (20.04., 9-12 Uhr, HS 036) stattfinden. Wer sie bestanden hat, wird je nach Leistung und offenbarten Schwächen in einen der vier Sprachkurse des Grundstudiums eingestuft.

Für die Einstufungsprüfungen sind die Lektoren bzw. Lehrbeauftragten zuständig, die Termine werden in der Regel per Aushang bekannt gegeben.

Semestereröffnung

Die Semestereröffnungsveranstaltung findet am Montag, 16. April 2007 um 12 Uhr im ÜR 027 statt.

Hinweis:
Die im Folgenden aufgeführten Lehrveranstaltungen wenden sich an Studierende mit unterschiedlichen Voraussetzungen und in verschiedenen Semestern. Die empfohlene Semesterzahl wird wie folgt ausgedrückt:


-> f.a.S. für alle Semester
-> A für Anfänger
-> 1 für das 1. Semester
-> 1-4 für das 1. bis 4. Semester
-> + PS I nach erfolgreicher Teilnahme am PS I
-> +Z nach abgelegter Zwischenprüfung
-> E für Examenskandidaten
GM Grundlagenmodul für den B.A.-Studiengang
AM Aufbaumodul für den B.A.-Studiengang
SM Spezialisierungsmodul für den B.A.-Studiengang
SQ Schlüsselqualifikation



Vorlesungen




GM
Einführung in die Literaturwissenschaft
4 Credits
2st.
Do 11-13
-> 2
ÜR 426
Schahadat
AM Pragmatik (für Ost- und Westslavisten)
4 Credits
2st.
Di 14-16
-> f.a.S.
ÜR 426
Berger
AM Slavische Zeichentrickfilme
4 Credits
2st.
Di 14-16
-> f.a.S.
ÜR 011
Raecke

Proseminare





Altkirchenslavisch
8 Credits
4st.
Di, Do 16-18
-> 1-4
ÜR 426
Buni
GM PS I: Einführung in die Literaturwissenschaft
6 Credits
2st.
Di 11-13
-> 2
ÜR 011
Werberger
AM PS II: Russische und polnische Morphologie im Vergleich
6 Credits
2st.
Mo 14-16
-> 2
ÜR 426 Berger
AM PS II: Evgenij Onegin
6 Credits
2st.
Mi 11-13
-> 2
ÜR 426 Werberger
AM PS II: Deutsch-russische Zweisprachigkeit bei Kindern und Erwachsenen
6 Credits
2st.
Mi 9-11
-> 2
ÜR 028 Dieser
AM PS II: Frauenkrimis
6 Credits
2st.
Fr 12-16, 14täglich
-> 2
ÜR 028 Drews-Sylla

Übungen





Philologische Einführung in das Ukrainische
4 Credits
2st.
Do 14-16
-> 4
ÜR 426
Berger
SQ Dramaturgie und internationale Dramatik (mit DramaturgInnen vom LTT, Schlüsselqualifikation)
4 Credits
2st.
Mi 20-22
ÜR 426
Schahadat, Haas, Schubert
SQ Filmreihe am Brecht-Bau: Die Politische Kamera (Schlüsselqualifikation)
4 Credits
3st.
Do 18.30-22.00
HS 037
Bozza, Herrmann, Evans

Seminare 




SM Intimität und Gewalt
8 Credits
2st.
Di 11-13
-> +Z  
ÜR 426 Schahadat, Evans
SM Warenkultur Subkultur. Polnische Literatur heute
8 Credits
4st.
Mo 9-13
+Z
ÜR 028 Schahadat, Makarska
SM Russische Partikeln
8 Credits
2st.
Do 9-11           
+Z
ÜR 426 Berger
SM Linguistik des Erzählens (Karamzin, Pukin, Lermontov, Čechov)
8 Credits
2st.
Mi 14-16   
+Z
ÜR 426 Raecke
SM Frauen mit spitzer Feder (Sekulić, Maksimović, Ugreić, Drakulić)
8 Credits
2st.
Di 9-11         
+Z
ÜR 028
Raecke
SM
Südslavische Helden- und Frauenlieder
8 Credits
2st.
Mi 16-18   
+Z 
ÜR 426 Raecke
SM Ausgewählte Fragen des südslavischen Mittel­alters: Geschichte, Schrifttum, Kunst in Bulgarien und Serbien im 9.15. Jahrhundert
8 Credits
2st.
Mo 16-18         
+Z
ÜR 426 Wörn
SM Temporalität die sprachliche Repräsentation der Zeit in der Sla­via
8 Credits
2 st.
Mo 9-11         
+Z
ÜR 426 Golubzowa
SM Literarische und philosophische Anthropologie des russischen Symbolismus (in russischer Sprache)
8 Credits

2 st.
14tägl., Fr 12-16
-> + Z
ÜR 011 Grigorieva

Kolloquien





Literaturwissenschaftliches Forschungskolloquium Blockveranstaltung:
3x Fr 10-16   
(04.05., 22.06., 13.07.)
E
ÜR 426 Schahadat

Kolloquium für Examenskandidaten und Doktoranden Blockveranstaltung:
3x Fr 10-16     
(25.05., 29.06.,20.07.)
E
ÜR 426 Berger

Kolloquium für Examenskandidaten und Doktoranden
2st., Mi 18-20         
E
ÜR 426 Raecke

Praktische Sprachübungen





Grundkurse Russisch




GM Russisch II
4 Credits
4st.
Di 9-11, Do 9-11
-> 2
ÜR 426
ÜR 011
Kamenetskaya
AM Russisch III
4 Credits
4st.
Mo 9-11, Do 9-11
-> 2
ÜR 011
ÜR 028
Sonnenwald
AM
Russisch IV
4 Credits
4st.
Di 9-11, Fr 9-11
-> 2
ÜR 011
Sonnenwald
AM Russisch für Muttersprachler
4 Credits
2st.
Di 16-18
-> 2
ÜR 011
Kamenetskaya

Oberkurse Russisch




AM Schwierigkeiten des russischen Wortschatzes
4 Credits
2st.
Do 11-13    
+Z 
ÜR 028 Kamenetskaya
AM Deutsch-russische Übersetzungsübungen
4 Credits
2st.
Mo 11-13     
+Z
ÜR 426 Sonnenwald
AM
Konversation
4 Credits
2st. 
Di 11-13   
+Z
ÜR 028 Sonnenwald
AM Landeskunde
4 Credits
2st.
Mi 11-13   
+Z
ÜR 011 Sonnenwald
AM Orthographie und Interpunktion
4 Credits
2st.
Mi 9-11    
+Z
ÜR 426 Sonnenwald
AM Wirtschaftsrussisch
4 Credits
2st.
Do 11-13    
+Z
ÜR 011 Sonnenwald

Andere Sprachen





Polnisch




GM Polnisch II
4 Credits
4st.
Mo, Mi 16-18   
2
ÜR 011 Makarska
AM Polnisch IV
4 Credits
4st.
Mo, Mi 14-16   
4
ÜR 011 Makarska
AM
Oberkurs: Konversation
4 Credits
2st.
Di 11-13
+ Z
ÜR 526
N.N.
AM Oberkurs: Schreibübungen
4 Credits
2st.
Mi 11-13   
+ Z
ÜR 526 Makarska

Tschechisch




GM Tschechisch II
4 Credits
2st.
Di 18-20   
2
ÜR 011 Barazi
AM Tschechisch IV
4 Credits
2st.
Mo 18-20   
4
ÜR 011 Barazi
AM Oberkurs: Konversation/Lektüre
4 Credits
2st.,
Mo oder Di, nach Vereinbarung    +Z

Barazi

Serbisch/Kroatisch




GM Serbisch/Kroatisch II
4 Credits
2st.
Mi 9-11   
2
ÜR 011 Golubović
GM Serbisch/Kroatisch III
4 Credits
2st.
Mi 11-13    
3
ÜR 028 Golubović
AM Oberkurs: Schrift- und Orthographiereformen bei den Kroaten und Serben
4 Credits
2st.
Mi 14-16   
+Z
ÜR 135 Golubović

Slowenisch




GM Slowenisch II
4 Credits

4st.
Di, Do 9-11       
2

ÜR 135 otarko
AM Slowenisch IV
4 Credits

4st., Di 14-16

        Do 12-14    4

ÜR 135 otarko
AM Oberkurs: Syntax
4 Credits
2st., Di 16-18    +Z ÜR 135 otarko



Prof. Dr. Schamma SCHAHADAT/Dr. Annette WERBERGER

Vorlesung: Einführung in die Literaturwissenschaft: 2st., Do 11-13, ÜR 426

Proseminar I: Einführung in die Literaturwissenschaft: 2 st., Di 11-13, ÜR 011

Dieses Proseminar soll den StudienanfängerInnen den Einstieg in ein literaturwissenschaftliches Proseminar ermöglichen. Wir werden uns zunächst mit allgemeinen Fragen befassen: Warum lesen? Was ist Literaturtheorie? Nach welchen Kriterien wird Literaturgeschichte 'gemacht'? Dann werden wir auf die verschiedenen Methoden der Literaturwissenschaft eingehen (Narrativik, Lyrikanalyse, Dramenanalyse), wozu Texte aus der russischen, süd- und westslavischen Literatur als Beispiele herangezogen werden. Den dritten Teil bilden Literatur- und Kulturtheorien, die bestimmte Zugänge zum Text wählen: Strukturalismus, Dekonstruktion, New Historicism.

Während die Vorlesung die theoretischen Zugänge behandelt, konzentrieren wir uns im Seminar auf die Anwendung der Verfahren auf literarische Texte.

Zielpublikum: StudienanfängerInnen der Slavistik.

Anregungen zur vorbereitenden Lektüre: Terry EAGLETON: Einführung in die Literaturtheorie. Stuttgart 1997.

Anmeldung: bei Frau Fischer im Sekretariat oder per Mail an annette.werberger@uni-tuebingen

Beginn: Dienstag, 17. April 2007

Prof. Dr. Schamma SCHAHADAT/Sandra EVANS, M.A.

Hauptseminar: Intimität und Gewalt: 2st., Di 11-13, ÜR 426

Eine "intime Ordnung" (im Sinne Georges Batailles) ist darauf ausgerichtet, Individualität zu minimieren, mit dem Ziel des Aufgehens des Individuums in der Welt, in Gott, im Paar oder auch seiner gewaltsamen Einbindung in einen vom Staat kontrollierten Kollektivkörper. Damit befindet Intimität sich in einem Wechselspiel von Nähe und Distanz: Je intimer die Beziehung ist, desto stärker wird dem Anderen die Distanz genommen, was einen Aspekt von Gewalttätigkeit in diesen scheinbar hierarchie- und gewaltlosen Raum einbringt.

In dem Seminar werden wir sowohl theoretische Texte zur Gewalt (Hannah Ahrendt, Benjamin, Foucault, Judith Butler) und zur Intimität (Bataille, Duerr, Luhmann, Sennett) lesen als auch literarische Werke, die intime und zugleich gewaltsame Akte vollbringen, abbilden oder reflektieren. Dazu zählen unter anderem Friedrich Schlegels Roman Lucinde, der von Dorothea Veit als gewaltsame Vertextung ihrer intimen Biographie aufgefasst wurde; Lev Tolstojs Kreutzersonate, ein Roman, in dem eine intime Beziehung in einen Gewaltakt pervertiert wird, und Vladimir Nabokovs Lolita, wo der Erzähler dem Leser die Distanz nimmt und ihn quasi subkutan durch rhetorische Finessen und eine "schöne Rede" gewaltsam intimisiert. Wir werden uns auch mit der Beziehung von Intimität und Gewalt im Film befassen.

Bitte melden Sie sich bis zum 10.4.2007 verbindlich an:
(schamma.schahadat@uni-tuebingen.de).

Zielpublikum: Studierende der Slavistik und der Komparatistik.

Anregungen zur vorbereitenden Lektüre: Marianne STREISAND: Intimität. Begriffsgeschichte und Entdeckung der "Intimität" auf dem Theater um 1900, München 2001 (Einleitung); Rolf GRIMMINGER (Hrsg.): Kunst Macht Gewalt, München 2000; K. RÖTTGERS: "Gewalt". In: Historisches Wörterbuch der Philosophie, Band 3, Darmstadt 1974, S. 562-570.

Beginn: Dienstag, 17. April 2007

Prof. Dr. Schamma SCHAHADAT/Renata MAKARSKA, M.A.

Hauptseminar: Warenkultur - Subkultur. Polnische Literatur heute: 4st., Mo 9-13, ÜR 028

Blockveranstaltung mit Abschlussfahrt nach Warschau: 16.4., 23.4., 30.4., 7.5., 9-13 Uhr, Tübingen; 16.-20. Mai Warschau; 4.6., 11-13 Uhr, Tübingen.

Während die deutsche Popkultur vor allem einen Warenkult zelebriert, produziert die polnische eher Texte aus der Subkultur - Homosexuelle, Gestrandete, Figuren vom Rande der Gesellschaft bevölkern die Literatur der jungen Wilden. In dem Seminar werden wir uns mit beiden Ausprägungen der Popliteratur beschäftigen; Witkowski, Masłowska und Shuty sind einige der Autoren, die wir lesen werden, von deutscher Seite werden wir einen Text von Christian Kracht behandeln. Eine Kategorie, die die literarische Popkultur durchdringt, ist die des Banalen.

Das Seminar ist als interdisziplinäre und internationale Veranstaltung geplant, die mit 4 Doppelsitzungen in Tübingen beginnt und mit einer 4tägigen Reise nach Warschau abschließt. In Warschau werden wir drei intensive Sitzungen mit polnischen und deutschen Kooperationspartnern aus Frankfurt a.M. und aus Warschau haben; die Ergebnisse werden in Tübingen noch einmal rekapituliert.

Aufgrund der organisatorischen Komplexität des Seminars gibt es eine Teilnehmerbeschränkung auf 10 Studierende; diese sollten sich bis zum 10. Februar verbindlich angemeldet haben (schamma.schahadat@uni-tuebingen.de); eine obligatorische Vorbesprechung findet am Montag, dem 12. Februar, 13-14 Uhr in 534 statt. Die Reise wird finanziell unterstützt.

Zielpublikum: Studierende der Westslavistik.

Anregungen zur vorbereitenden Lektüre: Stephan DIETRICH/Heinz DRUEGH: Um 2000 - Pop-Literatur, an ihren Rändern betrachtet, in: Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft 47 (2002), S. 95-120; P. MARECKI, I. STOKFISZEWSKI, M. WITKOWSKI: Tekstylia. O rocznikach siedemdziesiątych, Kraków 2002.

Beginn: Montag, 16. April 2007


Seminarübung: Dramaturgie und internationale Dramatik (gemeinsam mit DramaturgInnen vom LTT, Anna Haas und Volker Schubert
): 2st., Mi 20-22, ÜR 426

Das Seminar bietet eine Einführung in die Dramaturgie am Beispiel internationaler zeitgenössischer Theatertexte und Romandramatisierungen, die im aktuellen Spielplan des LTT zu sehen sind. Inhalt des Seminars ist zum einen das Lesen und Analysieren von Stücken, die Dramatisierung von Romanen und die Aufführungsanalyse am Beispiel der LTT-Produktionen. Es geht vor allem aber auch darum, dass die TeilnehmerInnen des Seminars praktische Arbeiten durchführen, die mit dem Nachweis einer Schlüsselqualifikation abgeschlossen wird.

Geplant sind Aufführungsbesuche und Analyse von: Simons STEPHENS: Am Strand der weiten Welt; Kurt VONNEGUT: Slapstick; Evgenij GRISCHKOVEZ: Gleichzeitig; Die Stadt; Christo BOJTSCHEV: Titanic Orchester.

Achtung: Eine Anmeldung zu dieser Übung ist obligatorisch; bitte melden Sie sich bis zum 31. März 2007 per E-Mail an: schubert@landestheater-tuebingen.de

Zielpublikum: Studierende der Literaturwissenschaft (Slavistik, Anglistik, Germanistik, Romanistik) und der Komparatistik im Hauptstudium.

Beginn: Mittwoch, 18. April 2007

Literaturwissenschaftliches Kolloquium: Blockveranstaltung, 3x Fr 10-16 (04.05., 22.06., 13.07.2007), ÜR 426

In diesem Kolloquium soll ExamenskandidatInnen und DoktorandInnen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Forschungsprojekte vorzustellen und zu diskutieren. Die Veranstaltung wird an drei Tagen in diesem Semester im Block durchgeführt. Bitte unbedingt vorher anmelden!

Zielpublikum: Fortgeschrittene Studierende der Slavistik

Prof. Dr. Tilman BERGER

Vorlesung: Pragmatik (für Ost- und Westslavisten): 2st., Di 14-16, ÜR 426

Die sog. linguistische Pragmatik, die sich nach einer klassischen, aber durchaus nicht unumstrittenen Definition mit dem Verhältnis von Zeichen und Zeichenbenutzer bzw. der Verwendung sprachlicher Zeichen befasst, ist eine relativ junge wissenschaftliche Disziplin, die sich erst in den siebziger Jahren endgültig etabliert hat. In die Slavistik haben entsprechende Fragestellungen noch später Eingang gefunden, zunächst bei westlichen Forschern, dann aber ab der Mitte der achtziger Jahre auch in der sowjetischen bzw. russischen Linguistik sowie bis zu einem gewissen Grade auch in der polnischen und tschechoslowakischen Linguistik. Dabei ist gerade für die russische Linguistik eher ein Ansatz typisch, der die Pragmatik mit der Satzsemantik verknüpft (so etwa bei Padučeva und Arutjunova).

Die Vorlesung wird sich in den Grundlinien an Levinsons Einführung in die Pragmatik orientieren und die dort vorgestellten Theorien auf russisches und polnisches Material anwenden. Die Ausführlichkeit der Behandlung einzelner Themenkreise wird sich vor allem danach richten, ob es slavistische Arbeiten zu den betreffenden Bereichen gibt. Behandelt werden sollen u.a. die Sprechakttheorie, konversationelle Implikaturen, Gesprächsanalyse und die Theorie der Deixis, ferner werden wir uns mit dem Verhältnis von Sprache und Gesten befassen.

Das Hauptseminar zu den russischen Partikeln wird zum Teil auf Themen der Vorlesung Bezug nehmen, ein gleichzeitiger Besuch beider Veranstaltungen wird empfohlen, ist aber nicht obligatorisch.

Zielpublikum: Studierende der Magisterstudiengänge Ost- und Westslavistik, Studierende des B.A.-Studiengangs Slavistik (ab dem 3. Semester), Studierende des Masterstudiengangs Slavische Sprachwissenschaft

Leistungspunkte: 4

Scheinvergabe: Studierende der Magisterstudiengänge können in einer Klausur einen Hauptseminarschein erwerben, für Studierende der B.A.- und M.A.-Studiengänge wird eine mündliche Prüfung angeboten

Zur einführenden Lektüre empfohlen: S.C. LEVINSON: Pragmatics. Cambridge 1983. (Deutsche Übersetzung: Pragmatik. Tübingen 1990.)

Beginn: Dienstag, 17. April 2007

Proseminar II: Russische und polnische Morphologie im Vergleich: 2st., Mo 14-16, ÜR 426

Eines der wichtigsten Charakteristika der slavischen Sprachen ist ihre reiche Morphologie in Flexion und Derivation, gekennzeichnet durch vielfältige Allomorphie, morphonologische Alternationen und - zumindest im Bereich der Flexionsmorphologie - ein komplexes System von grammatischen Bedeutungen, die mit diesen Mitteln ausgedrückt werden. In dem Proseminar werden wir uns mit den wichtigsten Ansätzen zur Beschreibung der Morphologie beschäftigen, wobei neben traditionellen Methoden gerade auch noch neuere, formale Beschreibungsverfahren im Mittelpunkt stehen sollen. Diese Verfahren sollen jeweils anhand der morphologischen Systeme des Russischen und des Polnischen illustriert werden, die die TeilnehmerInnen auf diesem Wege auch im Detail kennenlernen sollen.

Zielpublikum: Studierende der Magisterstudiengänge Ost- und Westslavistik im Grundstudium, Studierende des B.A.-Studiengangs Slavistik (ab dem 3. Semester), Studierende des B.A.-Studiengangs Computerlinguistik.

Leistungspunkte: 6

Teilnahmevoraussetzung: erfolgreicher Abschluss des Proseminars I "Einführung in die Sprachwissenschaft"

Scheinvergabe: Voraussetzung für einen Schein sind die regelmäßige Abgabe von Übungsaufgaben, ein mündliches Referat und ein Protokoll.

Beginn: Montag, 16. April 2007


Übung:
Philologische Einführung in das Ukrainische:
2st., Do 14-16, ÜR 426

Gegenstand dieses Seminars wird es sein, einen Überblick über die wichtigsten phonetischen, morphologischen, syntaktischen und lexikalischen Besonderheiten des Ukrainischen im Vergleich mit dem Russischen zu geben. Es handelt sich bei dieser Veranstaltung demnach nicht um einen Sprachkurs im engeren Sinne, sondern sie soll dazu dienen, die in der Magisterprüfungsordnung für Studierende des Studiengangs Ostslavische Philologie geforderten Ukrainischkenntnisse zu vermitteln. Die Teilnehmer sollten am Ende des Kurses in der Lage sein, moderne ukrainische Texte eigenständig lesen und mit den entsprechenden Hilfsmitteln ins Deutsche übersetzen zu können.

Während der Behandlung ihrer lautlichen, grammatischen und lexikalischen Struktur werden wir immer wieder einen Blick auf die historische Entwicklung der ukrainischen Standardsprache werfen und uns insbesondere auch mit dem Einfluss der Kontakte des Ukrainischen mit anderen Sprachen beschäftigen. Eigene Sitzungen werden den Dialekten des Ukrainischen sowie der aktuellen soziolinguistischen Situation in der Ukraine gewidmet sein.

Der sprachpraktische Teil der Veranstaltung wird im Wesentlichen in der gemeinsamen Lektüre und Übersetzung ukrainischer wissenschaftlicher, publizistischer und literarischer Texte bestehen.

Zielpublikum: Studierende des Magisterstudiengangs Ostslavistik

Leistungspunkte: 4

Scheinvergabe: Klausur am Semesterende

Einführende Literatur: SCHWEIER, U. (1998): UKRAINISCH. IN: REHDER, P. (HRSG.): EINFÜHRUNG IN DIE SLAVISCHEN SPRACHEN. DARMSTADT, 94-109. - SHVEVELOV, G.Y. (1993): UKRAINIAN. IN: COMRIE, B./ CORBETT, G.G. (HRSG.): THE SLAVONIC LANGUAGES. LONDON/NEW YORK, 947-998.

Beginn: Donnerstag, 19. April 2007


Hauptseminar/Oberseminar: Russische Partikeln:
2st., Do 9-11, ÜR 426

Die Bezeichnung Partikeln (russ. časticy) war in der traditionellen Grammatik denjenigen unflektierten Wörtern vorbehalten, die sich in keine andere Klasse einordnen ließen, also weder Adverbien noch Präpositionen noch Konjunktionen waren. Ihre Bedeutung ließ sich nur schwer fassen, so schwer, dass es fraglich erschien, ob sie überhaupt eine Bedeutung im eigentlichen Sinne haben. Da das Russische eine recht partikelreiche Sprache ist, hat die russische Sprachwissenschaft dieser Wortklasse immer schon relativ viel Aufmerksamkeit gewidmet (so hat sich etwa Vinogradov um eine exakte Abgrenzung des Begriffs Partikel bemüht), besonders viele Arbeiten sind aber seit der pragmatischen Wende in der Sprachwissenschaft entstanden, als sich zeigte, dass die Arbeitsmethoden der Pragmatik gut geeignet sind, um dieses komplexe Phänomen zu erfassen.

In der Veranstaltung werden wir uns zunächst mit der formalen und funktionalen Charakterisierung der Partikeln befassen und dann verschiedene Verfahren der Pragmatik anwenden, um russische Partikeln zu beschreiben (Partikeln als Modifikatoren von Sprechakten, als Signale der Gesprächsgliederung, deiktische Partikeln usw.). In einem weiteren Schritt werden wir dann alternative Beschreibungsmodelle betrachten, die die Partikeln gerade nicht als Pragmalexeme, sondern als Ausdruck von Einstellungsbedeutungen ansehen, um dann schließlich zu denjenigen Partikeln überzugehen, zu deren Beschreibung die Pragmatik nicht das nötige Werkzeug bietet (Gradpartikeln, textgliedernde Partikeln u.a.). Am Ende des Seminars sollen kontrastive Fragen sowie die Verwendung von Partikeln in bestimmten Textsorten im Vordergrund stehen.

Das Seminar steht in einem lockeren Zusammenhang mit der Vorlesung zur Pragmatik, insbesondere natürlich in den Teilen, in denen Partikeln als Pragmalexeme interpretiert werden. Der gleichzeitige Besuch von Seminar und Vorlesung ist empfehlenswert, aber nicht unbedingt notwendig.

Teilnahmevoraussetzung: Zwischenprüfung

Zielpublikum: Studierende des Magisterstudiengangs Ostslavistik und des Lehramtsstudiengangs Russisch im Hauptstudium; Studierende des B.A.-Studiengangs Slavistik mit Schwerpunkt Russisch (ab dem 5. Semester); Studierende des Masterstudiengangs Slavistische Sprachwissenschaft

Leistungspunkte: 8 (Hauptseminar) bzw. 10 (Oberseminar)

Scheinvergabe: Referat und Hausarbeit, zusätzliche Anforderungen für TeilnehmerInnen, die die Veranstaltung als Oberseminar besuchen, werden individuell festgelegt.

Anregungen zur vorbereitenden Lektüre: RATHMAYR, R.: DIE RUSSISCHEN PARTIKELN ALS PRAGMALEXEME. MÜNCHEN 1985. - ZYBATOW, L.: WAS DIE PARTIKELN BEDEUTEN: EINE KONTRASTIVE ANALYSE RUSSISCH-DEUTSCH. MÜNCHEN 1990.

Beginn: Donnerstag, 19. April 2007


Kolloquium für Examenskandidaten und Doktoranden:
3x Fr 10-16, ÜR 426 (25.05., 29.06, 20.07.2007):

Dieses Kolloquium ist für alle diejenigen gedacht, die eine Magisterarbeit oder eine Dissertation bei mir schreiben, eingeladen sind ferner alle, die in den nächsten Semestern eine Prüfung bei mir abzulegen gedenken. Ähnlich wie bereits im vergangenen Semester soll das Kolloquium in Form von zwei oder drei Blockveranstaltungen an Freitagen durchgeführt werden.

Vorbesprechung: Mittwoch, 18. April 2007, 18.15 Uhr, ÜR 426

Prof. Dr. Jochen RAECKE

Vorlesung: Slavische Zeichentrickfilme: 2st., Di 14-16, ÜR 011

Zeichentrickfilme sind ein besonderes Genre des Films im Allgemeinen. Das bedeutet zunächst einmal, dass sie sowohl als Filme wie auch wie Filme zu betrachten sind, will sagen, als Einheiten jenes besonderen kommunikativen Verfahrens, das mit bewegten Bildern bei einem Zuschauer eine bestimmte Wirkung erzeugen will. Es bedeutet weiterhin, dass alles dasjenige, was das Medium Film z.B. vom Medium Sprache unterscheidet, auch für den Zeichentrickfilm gilt. Seine Besonderheit besteht jedoch darin, dass er sich vom 'normalen' Film, der fotografiert wird, genauso unterscheidet, wie sich ein Bild von einer Fotografie unterscheidet.

Während eine 'klassische' Fotografie, d.h. eine Fotografie vor der Entwicklung der digitalen Fotografie und der Computeranimation, etwas Vorhandenes immer nur abbilden kann - sie kann das allerdings unter verschiedenem Aspekt also wenigstens von vorn oder von hinten, von links oder rechts, von oben oder unten, größer oder kleiner, im Detail oder ganz -, bildet ein gezeichnetes oder gemaltes Bild seinen Gegenstand grundsätzlich nicht nur ab, sondern gestaltet ihn oder stellt ihn dar. Die Möglichkeiten der Darstellung sind wesentlich größer als die Möglichkeiten der Abbildung, denn für diese letztere muss zunächst eine bestimmte 'Wirklichkeit' hergestellt werden. Davon abgesehen bzw. darüber hinaus gehend kann aber das gezeichnete oder gemalte Bild nun auch Gegenstände gestalten oder darstellen, die es gar nicht in der Wirklichkeit gibt und die deshalb auch nicht 'abgebildet', d.h. fotografiert werden können.

Die Möglichkeiten, Dinge, Gegenstände oder Lebewesen zu zeigen, die sowohl der Phantasie entsprungen sind als auch nur in der Phantasie existieren, sind also beim Zeichentrickfilm wesentlich größer als beim normalen Film, und deshalb wurde der Zeichentrickfilm auch zunächst einmal vor allem dazu benutzt, Phantasiewelten und Phantasiewesen zu zeigen, um aus diesen oder mit diesen Geschichten zu erzählen.

Dies wiederum ermöglichte es nun, sehr subtile Kritik an bestehenden Zuständen zu üben, weil man sich immer sehr schnell dahinter zurückziehen konnte, so ginge es ja nur in diesen Phantasiewelten zu. Insofern konnte sich der Zeichentrickfilm gerade bei den Slawen, solange sie im real existierenden Sozialismus lebten, zu einem sehr beliebten Instrument der Kritik an der jeweiligen politischen, wirtschaftlichen oder auch kulturellen Situation entwickeln. Gute Unterhaltung, die mit entsprechend phantasievoll gestalteten Wesen und Welten im Prinzip immer garantiert ist, konnte so mit lust- und luftverschaffender Durchleuchtung des Staats- oder Gesellschaftskörpers verbunden werden, wodurch die Schatten auf den lebenswichtigen Organen leicht ersichtlich werden konnten.

Wer am Ende dieser Veranstaltung nicht nur zum Schein, sondern auch für einen Schein da gewesen sein möchte, schreibt am besten eine 3-stündige Klausur mit. Über andere Scheinmöglichkeiten müsste persönlich verhandelt werden.

Beginn: Dienstag, 17. April 2007


Hauptseminar: Linguistik des Erzählens (Karamzin, Pukin, Lermontov, Čechov)
:
2st., Mi 14-16, ÜR 426

Die russische Literatur zeichnet sich vielleicht mehr als andere Literaturen durch verschiedene Arten von Werken aus, in denen erzählt wird. Nach Karamzin, der mit seiner "Armen Liza" die Brücke zum damaligen europäischen Erzählen geschlagen hat, entwickelt dann vor allem A. Pukin diese Form der literarischen Bewältigung der Wirklichkeit. Seine "Povesti Bel'kina" gehören mit zum Besten, das in der Welt bis heute an Erzählungen geschaffen wurde. Er ist aber nicht der einzige russische Erzähler von Weltrang geblieben, Lermontov mit seinem Helden unserer Zeit (Geroj naego vremeni) und Čechov mit seinem Kurzgeschichten (Begründer der short story) gehören nicht weniger dazu.

Dabei ist es dann aber keineswegs so, dass diese beiden den aus ihrer Sicht ohnehin unübertrefflichen und auch tatsächlich unübertroffenen Erzähler Pukin nur nachahmen wollen, genauso wenig wie Pukin nichts weniger wollte, als nur einfach Karamzin nachzuahmen, alle vier großen Erzähler erzählen jeweils anders, und das Ziel wie auch der Gegenstand dieser Veranstaltung soll sein, aufzudecken und bewusst zu machen, worin denn die jeweils verschiedenartigen Techniken bestehen, die trotz ihrer wesentlichen Verschiedenheit als wesensmäßig gleich aufgefasst werden und als 'Erzählen' bezeichnet werden.

Neben der Frage, was denn eigentlich Erzählen eigentlich ist oder heißt, versteht es sich so gut wie von selber, dass der Frage nach der Verschiedenheit des Erzählens nur so beizukommen ist, dass nach der Verschiedenheit der sprachlichen Mittel gefragt wird. Denn in nichts anderem kann diese Verschiedenheit zum Ausdruck kommen. Auch dann, wenn es manchmal im Bewusstsein oder im Umgang mit Literatur verloren zu gehen scheint oder gerade deshalb, weil es im Bewusstsein oder im Umgang mit Literatur häufig verloren geht, gilt es sich bewusst zu machen, dass Literatur allein mit Hilfe der Sprache zustande kommt, sie besteht allein aus Sprache und kann entsprechend in ihren Unterschieden auch nur über die Beschäftigung mit der Sprache begriffen werden.

Praktisch wird es also darum gehen, anhand einer geeigneten und genauen Analyse entsprechender Erzähltexte der vier Autoren hinter das zu kommen, was als deren Stil bezeichnet wird, was wiederum nicht mehr oder nichts anderes bedeutet, als dass man in die Lage kommen möchte, sagen zu können, inwiefern sie zwar alle das Gleiche tun, dieses aber auf sehr verschiedene Art und Weise bewerkstelligen. Anders und ins Bild gewendet ist es so: sie haben zwar alle die gleichen Bausteine - das sind die Einheiten der russischen Sprache -, aber wie sie damit umgehen, wie sie sie zusammensetzen und was sie auf diesem Wege erreichen, das ist ihr Geheimnis. Und dieses soll am Ende der Veranstaltung so gelüftet werden, dass es jede oder jeder, der teilgenommen hat, in Worte fassen kann.

Scheine gibt es bei regelmäßigem Besuch (nicht mehr als zwei Mal fehlen) für ein Referat mit Hausarbeit oder eine Klausur.

Beginn: Mittwoch, 18. April 2007


Hauptseminar: Frauen mit spitzer Feder (Sekulić, Maksimović, Ugreić, Drakulić):
2st., Di 9-11, ÜR 028

Der Balkanraum gilt traditionell als Raum patriarchalischer Herrlichkeit, und das bezieht man gern und geradezu selbstverständlich auch auf den Bereich der Kultur. Doch sollte einem allein die Tatsache, das Vuk Karadžić auch Sängerinnen bat, ihm (männliche) Heldenlieder vorzusingen, ernsthafte Zweifel daran aufkommen lassen, dass Wortkultur auf dem Balkan immer nur reine Männersache gewesen wäre.

Fragte man allerdings Menschen in Deutschland, darunter durchaus auch Südslavistinnen oder Südslavisten, nach großen Gestalten der Literatur im BKS Raum, so würde man wiederum mit großer Sicherheit vor allem die Namen von Männern genannt bekommen wie etwa I. Andrić, M. Krleža oder in neuester Zeit I. Jergović. Dabei ist es aber so, dass wenigstens Isidora Sekulić und Desanka Maksimović zu den bedeutendsten Gestalten in der serbisch-jugoslavischen Literatur zählen und dass in neuester Zeit Dubravka Ugreić und Slovenka Drakulić zu den wichtigsten Köpfen der neuesten kroatischen und damit dann auch schon nachjugoslavischen Literatur gehören.

Damit möchte diese Veranstaltung Licht auf ein eigentümliches Phänomen werfen, das formelhaft gesagt darin besteht, dass so gut wie jede oder jeder ein- oder zugesteht, dass diese Frauengestalten wichtige Rollen in der Literatur spielen, dass diese Namen aber immer erst relativ spät ins Bewusstsein treten, wenn über neuere Literatur gesprochen wird. Wie also kommt diese Art von Halbschattendasein zustande, vor allem aber: hängt das mit dem zusammen, was sie geschrieben haben? Hängt das womöglich damit zusammen, dass ihre Feder für die Männer zu spitz war oder ist, und dass man sie deshalb lieber lobt als liest?

In dieser Veranstaltung soll es entsprechend genau umgekehrt sein, vor jedem möglichen Lob soll gelesen werden, und zwar sehr genau. Also auch zwischen den Zeilen und um die Zeilen herum, so dass der zeitliche Kontext einbezogen wird und dann versucht wird, herauszufinden, ob es eigentlich auch in diesem Kulturraum ein spezifisch weibliches Schreiben gibt. Ein Schreiben also, dem Männer zwar nicht seinen Reiz oder seine Reize absprechen, das für sie aber doch irgendwie zu weiblich ist, als dass 'man' ihm den gleichen Wert zusprechen könnte, wie dem "eigentlichen" Schreiben, das dementsprechend nur männlich sein kann.

Neben Kenntnissen über den Bezug zwischen Schreiben und Gender lassen sich auch Scheine erwerben, dazu reicht aber nicht die Anwesenheit aus, es muss dann eine Abschlussklausur geschrieben oder ein Referat gehalten und eine Hausarbeit geschrieben werden.

Beginn: Dienstag, 17. April 2007

Hauptseminar: Südslavische Helden- und Frauenlieder: 2st., Mi 16-18, ÜR 426

Wenn in der Südslavistik die Rede auf Helden- und Frauenlieder kommt, dann wird in erster Linie oder wenigstens sehr schnell an jene Volkslieder gedacht, die Vuk Karadžić (1787-1864) in seiner vierbändigen Sammlung mit dem Namen "Srpske narodne pjesme" zusammengestellt hat. Er ist es auch gewesen, der diese Unterscheidung in Helden- (junačke) und Frauen- (ženske) Lieder (pjesme) vorgenommen hat.

Nun ist es aber so, dass Vuk Karadžić keineswegs der erste war, der entsprechende Volkslieder aufgeschrieben und gesammelt hat, er hatte Vorgänger, und einer dieser Vorgänger war nicht einmal ein Slawe, sondern ein Italiener, nämlich Alberto Fortis, der in seiner "Viaggio in Dalmazia" von 1774 vor allem auch die berühmte Hasanaginica aufgezeichnet und der Welt bekannt gemacht hat. Diese wurde zunächst von einem Deutschen (Werthes) ins Deutsche übersetzt, dadurch Goethe bekannt und der brachte es in vorbildliches Deutsch. Diese fand sich dann in Herders "Volksliedern", wo sich auch schon, wiederum von Fortis überliefert, ein Heldenlied zu M. (K)Obilić und V. Branković findet. Auf diesem Wege wurde die "Welt" auf die südslavischen Frauen- und Heldenlieder aufmerksam und das ließ dann die Idee aufkommen, diese Lieder systematisch zu sammeln und zu veröffentlichen. Vuk Karadžić kommt hier ein besonderes Verdienst zu, aber er war dann auch wiederum nicht der einzige, der sich damit befasste, wenig später entstehen dann Sammlungen solcher Erzeugnisse der Volkskunst (narodna umjetnost) mit regionalen Schwerpunkten wie Montenegro, Kroatien und Bosnien.

Diese Sammlungen wie die Lieder selber haben eine sehr große Rolle gespielt für jenen Prozess, der als nationale Wiedergeburt bezeichnet wird, in ihnen sah man die Vorbilder für die ersten großen literarischen Werke sowohl in der Lyrik als auch in der Epik. Mit ihnen hängen "Smrt Smail Age Đengića" von I. Mažuranić genauso zusammen wie der "Gorski vijenac" von P.P. Njego oder die Gedichte von B. Radičević und P. Preradović.

Wer also die neuere südslavische Literatur im Raum des BKS verstehen will, muss sich mit den Helden- und Frauenliedern beschäftigen, weil sie ihre eigentliche Grundlage bilden. Abgesehen davon geht es natürlich auch um die Grundfragen einer mündlichen Literatur, d.h. um Fragen, wie entsprechende Werke tradiert werden und wie sie sprachlich gestaltet sein müssen, damit sie vom Sänger behalten und vom Hörer rein über das Ohr verstanden werden konnten.

Schon Jacob Grimm bezeichnete die Gattung der Helden- und Frauenlieder als etwas, was mit Homer gleichzusetzen wäre und was in bestimmten Liedern über "das Lied der Lieder" hinausgeht. Sie sind also eine Besonderheit des südslavischen Raumes und gehören zur Pflichtlektüre eines Südslavisten.

Scheine gibt es bei regelmäßigem Besuch (nicht mehr als zwei Mal fehlen) für ein Referat mit Hausarbeit oder eine Klausur.

Beginn: Mittwoch, 18. April 2007


Kolloquium für Examenskandidaten und Doktoranden:
2st., Mi 18-20,  ÜR 426

In dieser Veranstaltung soll im Wesentlichen über geplante oder bereits im Entstehen begriffene wissenschaftliche Arbeiten - Magisterarbeiten oder Doktorarbeiten - berichtet und diskutiert werden. Der Teilnehmerkreis soll also auch Magisterkandidaten umfassen, die im südslawistischen oder sprachwissenschaftlichen Bereich Hausarbeiten anzufertigen beabsichtigen, und nicht nur Doktoranden und Magistranden, denen die Teilnahme eine Herzensangelegenheit sein sollte.

Beginn: Mittwoch, 18. April 2007

Prof. Dr. Dietrich WÖRN

Hauptseminar: Ausgewählte Themen des südslavischen Mittelalters: Geschichte, Schrifttum, Kunst in Bulgarien und Serbien im 9.-15. Jahrhundert: 2st., Mo 16-18, ÜR 426

In diesem Seminar soll ein Überblick über die kulturelle und literarische Entwicklung der Südslaven, insbesondere der Bulgaren und Serben, vom 9. bis zum 15. Jh. erarbeitet werden. Zu Beginn wird die Tätigkeit der Slavenlehrer Konstantin/Kyrill und Method in "Großmähren" und ihre Bedeutung für die weitere sprachlich-literarisch-kulturelle Entwicklung der Südslaven behandelt. Dann folgen Überblicke über die Schriftkultur im 1. bulgarischen Reich (9.-11. Jh.), im 2. bulgarischen Reich und in Serbien (Ende 12. Jh. bis in die ersten Jahrzehnte der osmanischen Herrschaft). Zur Vertiefung sollen kurze ausgewählte Texte vorgestellt und besprochen werden. Auf deutsche Übersetzungen als Hilfsmittel für das leichtere Verständnis dieser Texte werde ich im Seminar hinweisen.

Erforderlich für die Teilnahme sind Grundkenntnisse des Altkirchenslavischen. Als Eigenleistung für einen qualifizierten Schein wird die Übernahme eines Referats mit Paper zu einem Autor oder zu einem Teilaspekt der Seminarthematik oder eine Klausur (im Sinne der neuen Magisterprüfungsordnung) verlangt.

Literaturhinweise: GRIVEC, F.: KONSTANTIN UND METHOD: LEHRER DER SLAVEN. WIESBADEN 1960; PODSKALSKY, G.: THEOLOGISCHE LITERATUR DES MITTELALTERS IN BULGARIEN UND SERBIEN (865-1459). MÜNCHEN 2000 (GRUNDLEGEND); BOGDANOVIĆ, D.: ISTORIJA STARE SRPSKE KNJIŽEVNOSTI. BEOGRAD 1980.

(In der slavistischen Fachbibliothek stehen Anthologien und Textausgaben sowie weitere Literaturgeschichten, dazu Bücher über die allgemeine Kultur- und Kunstgeschichte der Südslaven im Mittelalter).

Beginn: Montag, 16. April 2007

PD Dr. Ludmilla GOLUBZOWA

Hauptseminar: Temporalität - der Ausdruck der Zeit in der Slavia: 2st., Mo 9-11, ÜR 426

"Die Zeit als eine der Grunddimensionen menschlichen Welterlebens ist Gegenstand der Betrachtung, seitdem Menschen denken." (Jachnow/Wingender 1995: vii)

Da die Zeit im Alltagsleben eine so zentrale Rolle spielt, ist es nur folgerichtig, dass die Sprachen für diesen semantischen Kernbezirk eine Fülle von Möglichkeiten zur Bezugnahme auf die Zeitlichkeit in Form grammatischer und lexikalischer Mittel zur Verfügung stellen.

Wenngleich die Erforschung der sprachlichen Temporalität in den letzten Jahrzehnten vor allem in den westlichen Linguistiken forciert betrieben worden ist, bleiben gleichwohl noch viele Forschungsdesiderata. Dies gilt insbesondere für die Temporalitätsmanifestationen der slavischen Sprachen, für die weitgehende Analogien, Verflechtungen und Überschneidungen von Temporalität und Aspektualität kennzeichnend sind.

Nach einer einleitenden Erarbeitung des Darstellungsinstrumentariums der formalen (morphologisch-grammatischen, lexikalischen, syntaktischen) und inhaltlichen Repräsentation der Zeitlichkeit werden wir am Beispiel verschiedener slavischer Sprachen ausgewählte, charakteristische Leistungen der grammatikalisierten und lexikalisierten Temporalitätsträger genauer untersuchen, um letztlich die Unterschiede zwischen den beiden Konzeptionalisierungen beschreiben zu können.

Zielpublikum: Slavisten im Hauptstudium (d.h. nach der Zwischenprüfung).

Scheinvergabe: Referat und Hausarbeit. Eine Themenliste wird rechtzeitig vor Semesterbeginn ausgehängt.

Zur einführenden Lektüre empfohlen: WINGENDER, Monika: Zeit und Sprache. Temporalität und ihre Repräsentation im Lexikon des Russischen. Wiesbaden 1995; JACHNOW, Helmut/WINGENDER, Monika: Temporalität und Tempus. Studien zu allgemeinen und slavistischen Fragen. Wiesbaden 1995; SCHLEGEL, Hans: Der aspektuale Bezugsmoment als linguistische Grundlage für die Beschreibung und Vermittlung des russischen Verbalaspekts. Ein Beitrag zu Temporalität und Aspektualität. München 2000; BORN-RAUCHENECKER, Eva: Temporale Verbsemantik und Kohärenz im Russischen. München 2001.

Beginn: Montag, 16. April 2007

Dr. Annette WERBERGER

Proseminar II: Evgenij Onegin: 2st., Mi 11-13, ÜR 426

Der Roman Evgenij Onegin (1833) ist Aleksandr Pukins bekanntestes Werk. Der romantische Roman wurde vielfach in Musik, Film und Literatur rezipiert, weitergeschrieben, ironisiert und parodiert. Eine gewisse Hürde für die heutigen Lesegewohnheiten stellt die Versform dar, sie begründet zugleich aber die bleibende Faszination des Versromans   das zeigte zuletzt das Beispiel von Vikram Seth, der sich für seinen Roman The Golden Gate vom "marvelous swift meter" anregen ließ.

Neben allgemeinen Fragen der Verslehre und der Narrativik werden folgende Aspekte im Mittelpunkt unserer Analyse stehen: Liebesdiskurs, Gender und Affekte, die typologische Verortung im europäischen Roman, Formen der Intertextualität, Aspekte einer Kulturgeschichte Russlands im 19. Jahrhundert (Duell, Adelskultur etc.) sowie die Konstruktion eines russischen nationalen Narrativs anhand des Evgenij Onegin.

Zudem werden wir uns auch Verfilmungen und Vertonungen anschauen bzw. anhören, darunter den Film von Martha Fiennes (Onegin) von 1998.

Lektürehinweise: Die Kommentare von Jurij LOTMAN (in: Ders.: Pukin, Sankt-Peterburg 1997.) und Vladimir NABOKOV (Aleksandr Pushkin: Eugene Onegin. Transl. from the Russian, with a commentary by Vladimir Nabokov. 4 Bände, New York 1964).

Zielpublikum: Studierende der Slavistik (Russistik) im Grundstudium

Leistungsnachweis: Aktive Mitarbeit (Essays), Moderation und Hausarbeit

Anmeldung bis 10. April 2007: bei Frau Fischer im Sekretariat oder per Mail an annette.werberger@uni-tuebingen

Credits: 8

Beginn: Mittwoch, 18. April 2007

Dr. Daniel Buni

Proseminar: Altkirchenslavisch: 4st., Di, Do 16-18, ÜR 426

Das Altkirchenslavische (bisweilen auch als Altslavisch oder Altbulgarisch bezeichnet) stellt die älteste slavische Schriftsprache dar, die im 9. Jahrhundert von den "Slavenaposteln" Kyrill und Method zum Zwecke der Verbreitung des Christentums in der Slavia begründet wurde. Die ältesten erhaltenen Denkmäler reichen bis ins 10./11. Jh. zurück.

Durch den archaischen Charakter des Altkirchenslavischen lassen sich gut Rückschlüsse sowohl auf die Ursprache aller slavischen Völker (das nur in rekonstruierter Form vorliegende sog. Urslavische) als auch darüber hinaus auf den Übergang vom (gleichfalls rekonstruierten) Urindoeuropäischen zum Slavischen und damit auf die Verbindungen der slavischen Sprachen zu anderen Vertretern der indoeuropäischen Sprachfamilie ziehen.

Daneben ist aber auch die Blickrichtung vom Altkirchenslavischen auf die modernen slavischen Standardsprachen möglich: Da die Fixierung des Altkirchenslavischen zu einem Zeitpunkt erfolgte, als sich die Ausdifferenzierung der einzelnen slavischen Sprachzweige gerade erst zu entwickeln begann, lassen sich die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Entwicklung der slavischen Einzelsprachen auf dem Hintergrund des Altkirchenslavischen anschaulich darstellen. Außerdem hat das Altkirchenslavische bzw. sein unmittelbarer Nachfolger, das in verschiedenen regionalen Ausprägungen vorliegende Kirchenslavische, die Herausbildung der slavischen Einzelsprachen (insbesondere des Russischen) stark beeinflusst.

Der Schwerpunkt des Proseminars liegt auf der Vermittlung von Grundkenntnissen aus dem Bereich der altkirchenslavischen Grammatik und Lexik, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Übersetzung und sprachliche Interpretation von leichten bis mittelschweren Texten ermöglichen sollen. Daneben sollen aber auch Fragen der Herkunft der Slaven und ihrer Kultur nicht zu kurz kommen.

Zielpublikum: Studierende der Magisterstudiengänge Ost-, West- und Südslavistik sowie von Russisch für das Lehramt.

Teilnahmevoraussetzungen: Russischkenntnisse mindestens im Umfang von Russisch I bzw. analoge Kenntnisse in einer anderen slavischen Sprache.

Scheinvergabe: Klausur am Semesterende

Leistungspunkte: 8

Beginn: Dienstag, 17. April 2007

Wichtiger Hinweis: Wegen des Übergangs zum System von B.A. und M.A. kann die für Magisterstudierende obligatorische Veranstaltung Altkirchenslavisch nur noch selten angeboten werden. Bitte besuchen Sie unbedingt das Proseminar, wenn Sie den Schein jetzt benötigen!

Dr. Nadejda GRIGORIEVA

Hauptseminar: Literarische und philosophische Anthropologie des russischen Symbolismus (in russischer Sprache): 14täglich, Fr 12-16, ÜR 011

Diese Veranstaltung hat das Ziel, anthropologische Konzepte des russischen Symbolismus sowohl im philosophischen Diskurs als auch in der Literatur zu rekonstruieren. In beiden Fällen wurde der Mensch als transgressives Wesen aufgefasst und dargestellt. Während aber die Literatur des Symbolismus sich vor allem mythopoetisch orientierte, versuchte die philosophische Anthropologie dieser Epoche den christlichen (auch häretischen) Ansatz zum Problem "Mensch" wiederzubeleben und zu erneuern. Im Rahmen des Seminars sollen philosophische Texte von Vladimir Solov'ev, Nikolaj Berdjaev, Sergej Bulgakov, Pavel Florenskij, Lev estov und literarische Werke von Leonid Andreev, Michail Arzybaev, Fedor Sologub, Vjačeslav Ivanov analysiert werden. Die Veranstaltung findet in russischer Sprache statt.

Einführende Lektüre: ZEN'KOVSKIJ, Vasilij: Istorija russkoj filosofii. T. 2 (1950). Paris 1989.

Zielpublikum: Studierende der Slavistik (Russistik) im Hauptstudium.

Voraussetzungen: Russischkenntnisse sind für den Besuch der Veranstaltung erforderlich.

Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit.

Anmeldung: im Sekretariat des Slavischen Seminars oder per Mail an nadejda.grigorieva@uni-tuebingen.de

Vorbesprechung: Freitag, 20. April 2007, 12-14 Uhr

Beginn: Freitag, 27. April 2007

Elena DIESER, M.A.

Proseminar II: Deutsch-russische Zweisprachigkeit bei Kindern und Erwachsenen: 2st., Mi 9-11, ÜR 028

Die Zunahme der Migration und eine höhere Wertschätzung der Mehrsprachigkeit führten in den letzten Jahrzehnten dazu, dass die Population zweisprachiger Menschen (sowohl unter Erwachsenen als auch unter Kindern) enorm gestiegen ist. Ein Bespiel dafür ist die Gruppe der deutsch-russischen Bilingualen, die vor der deutsch-türkischen Gruppe im heutigen Deutschland die größte ist.

Im Seminar wollen wir uns zuerst mit den Fragen beschäftigen, die für die Zweisprachigkeitsforschung allgemein, unabhängig von der Sprachenkombination, grundlegend sind. Es geht zum Beispiel um die Definition von Zweisprachigkeit und ihre Grade und Formen, um die Rolle des Alters bei Erwerbsbeginn einer zweiten Sprache, um den Einfluss der einen Sprache auf die andere auf verschiedenen sprachlichen Ebenen etc.

Anschließend werden wir die theoretischen Grundlagen durch praktische Arbeit vertiefen, indem wie einige konkrete Sprachdaten von deutsch-russisch-sprachigen Kindern und Erwachsenen aus der Sprachdatenbank des Projekts "Spracherwerb bilingualer russisch-deutscher Kinder" des Sonderforschungsbereiches 441, untersuchen. Nach Wunsch können von den Seminarteilnehmern auch eigene Sprachdaten erstellt werden.

Alle Interessenten, die über ausreichende Russischkenntnisse verfügen, sind herzlich eingeladen.

Literatur: MENG, K. (2001): Russlanddeutsche Sprachbiografien. Untersuchungen zur sprachlichen Integration von Aussiedlerfamilien, Tübingen; MEISEL, J. M. (2003): Zur Entwicklung der kundlichen Mehrsprachigkeit. Expertise als Beitrag zurr 6. Empfehlung der Bildungskommission der Heinrich-Böll-Stiftung: Bildung und Migration, Berlin: Heinrich-Böll-Stiftung. In: http://www1.uni-hamburg.de/romanistik/personal/w_meis.html; ZIMMER, Dieter E. (1997) Die Mythen des Bilingualismus. Über Mehrsprachigkeit. In: ZIMMER, Dieter E.: Deutsch und anders die Sprache im Modernisierungsfieber. Reinbek, 215-222.

Beginn: Mittwoch, 18. April 2007

Gesine DREWS-SYLLA, M.A.

Proseminar II: Frauenkrimis: 2 st., Fr 12-16, 14täglich, ÜR 028

Das Genre des Frauenkrimis ist aus der internationalen Literaturszene nicht mehr wegzudenken. Krimis von Frauen für Frauen, häufig im Stil leicht lesbarer Unterhaltungsliteratur geschrieben, wurden ab Ende der 1980er Jahre nicht nur sehr populär, sondern auch schnell Untersuchungsgegenstand einer gender-orientierten Kulturwissenschaft. An diese Debatten will das komparatistisch angelegte Proseminar anknüpfen.

Wir werden uns mit einschlägiger Gendertheorie auseinandersetzen und diese für die Analyse ausgesuchter Romane nutzen. Uns interessiert, wie in den Texten im Hinblick auf Ermittler, Täter, Opfer oder Zeugen Weiblichkeit und Männlichkeit konstruiert und als textuelle Strategie eingesetzt wird. Leitfragen werden dabei z.B. sein, inwiefern sich in der in Krimis häufig variierten, so genannten "Cop Culture" genderspezifische Elemente finden lassen, welche Rolle dabei normative Aspekte spielen oder inwiefern in den Romanen feministische Problemstellungen oder restaurative Aspekte beziehungsweise generell geschlechtsspezifische Thematiken verhandelt werden.

Einen besonderen Boom erlebten Krimis weiblicher Autorinnen in den 1990er Jahren in Russland mit Autorinnen wie Aleksandra Marinina, Polina Dakova, Dar'ja Doncova und anderen, die, wie auch ihre internationalen Kolleginnen, zu Bestsellerautorinnen aufstiegen. Sie stehen im Zentrum des Seminars. Wir werden uns jedoch ebenso mit angloamerikanischen oder westeuropäischen Vertreterinnen des Genres beschäftigen und die Texte komparatistisch miteinander zu vergleichen. Schließlich kontrastieren wir sie eventuell mit denjenigen der im gleichen Zeitraum nicht minder erfolgreichen männlichen Kollegen (wie Boris Akunin).

Sämtliche Texte sind in Übersetzungen erhältlich.

Zielpublikum: Studierende der Slavistik und Komparatistik im Grundstudium

Voraussetzungen: erfolgreicher Besuch eines Proseminars I

Anmeldung: bis zum 13.4.2006 unter gesine.drews-sylla@uni-konstanz.de

Vorbesprechung: 20.4.2006, 12-14 Uhr, ÜR 028

Anregungen zur vorbereitenden Lektüre: Katarina DÜRINGER: Beim nächsten Buch wird alles anders. Die neue deutsche Frauen-Unterhaltungsliteratur, Königstein/Ts. 2001; Evelyne KEITEL: Kriminalromane von Frauen für Frauen. Unterhaltungsliteratur aus Amerika, Darmstadt 1998

Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme, Referat mit Thesenpapier und Leitfragen für die Diskussion, Hausarbeit

Beginn: Freitag, 20. April 2007

Maik BOZZA, M.A./Dr. Michael HERRMANN/Sandra EVANS, M.A.

Seminarübung: Filmreihe am Brecht-Bau: Die politische Kamera: 2st., Do 18.30-22, HS 037 (Schlüsselqualifikation)

In den einschlägigen Lexika klafft zwischen dem 'phantastischen' und dem 'pornographischen Film' eine Lücke: zum 'politischen Film' findet sich kein Eintrag. Im Bereich der Filmkritik, wo dieser Begriff allerdings häufig auftaucht, bleibt die Vorstellung davon, was 'politisch' ist bzw. sein kann, in der Regel ziemlich diffus.

Wir wollen uns im Rahmen unserer Reihe mit internationalen Spielfilmen (seit den 50-er Jahren) beschäftigen, die zwar jeweils verschiedenen Genres (Melodram, Thriller, Historienfilm etc.) zuzuordnen wären, in denen jedoch dominant in welcher spezifischen Form auch immer eine politische Intention aufscheint.

Stellt sich der politisch engagierte Spielfilm notwendig in den Dienst einer bestimmten Ideologie? Es ist nicht immer leicht auszumachen, wie genau ein politischer Film dem Ideologieverdacht begegnet. Oder ein Regisseur. Aber das Problem ist spannend. Beobachtet man etwa, wie Godard die Blickrichtung verschiebt ("Man muß keine politischen Filme machen, aber man muß Filme politisch machen."), so ist noch längst nicht klar, was man damit gewinnt oder verliert.

Was ist ein politischer Film, was ein politisch gemachter? Wie werden dem­ent­sprechend die Darsteller eingesetzt? Wie agiert die Kamera? Welche spezifi­schen Techniken kommen zum Einsatz? Wie verträgt sich Filmkunst mit Poli­tik? Hier ist die Frage nach einer politisch engagierten Ästhetik und ihrer Ab­gren­zung zur Propaganda (sowohl bezüglich der histoire als auch des discours des Films) ebenso zu stellen wie diejenige nach dem Wechselspiel von mime­tisch darstel­len­dem, realitätsbezogenem Anspruch und fiktionaler Überformung.

Beginn: Donnerstag,  19. April 2007


Katja Sonnenwald


Russisch III: 4st., Mo 9-11, ÜR 011, Do 9-11, ÜR 028

Den Schwerpunkt des Kurses bildet das Verb, seine grammatischen Formen und die Schwierigkeiten des praktischen Gebrauchs. Wir werden nicht nur den be­reits bekannten Formen- und Kategorienbestand, sondern auch solche The­men wie Ak­tionsarten, Aspektgebrauch, Verben der Fortbewegung usw. theo­retisch fun­die­ren und praktisch üben.

Dem Unterricht wird das Lehrbuch von I.M. Pulkina, J.B. Zachava-Nekra­sova: Russisch. Praktische Grammatik mit Übungen. Moskau. Verlag Russkij Jazyk, zugrunde gelegt.

Beginn: Montag, 16. April 2007



Russisch IV: 4st., Di, Fr 9-11, ÜR 011

In diesem Kurs werden die Kenntnisse, die in den Grundkursen I bis III erworben wurden, erweitert. Den Schwerpunkt des Kurses bilden das Adjektiv, das Pro­nomen, das Zahlwort und das Adverb. Ihre Bildung und ihr Gebrauch werden eingeübt und an ausgewählten russischen Texten demonstriert.

Dem Unterricht wird das Lehrbuch von I.M. Pulkina, J.B. Zachava-Nekra­sova: Russisch. Praktische Grammatik mit Übungen. Moskau. Verlag Russkij Jazyk, zugrunde gelegt.

Beginn: Dienstag, 17. Oktober 2006



Deutsch-russische Übersetzungsübungen: 2st., Mo 11-13, ÜR 426

Dieser Kurs verfolgt u.a. das Ziel, die Kandidaten auf das bevorstehende Exa­men vorzubereiten. Zu jeder Sitzung werden von den Teilnehmern schriftliche Über­setzungen unterschiedlicher Texte angefertigt, wobei die bereits vorhan­denen Kenntnisse aktiviert und neue Übersetzungstechniken eingeübt werden.

Der Kurs ist für Nichtmuttersprachler gedacht.

Beginn: Montag, 16. April 2007



Oberkurs: Landeskunde: 2st., Mi 11-13, ÜR 011

Das heutige Russland Es ist wie immer rätselhaft und unglaublich interessant.
Dieser Kurs bietet Ihnen die Möglichkeit, anhand von Artikeln aus Zeitungen und Zeitschriften nicht nur das politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben Russlands, sondern auch den Alltag der Menschen näher kennen zu lernen.
Die Texte werden zur Verfügung gestellt.

Beginn: Mittwoch, 18. April 2007



Oberkurs: Konversation: 2st., Di 11-13, ÜR 028

Jeder von Ihnen weiß, wie schwer es ist, in einer Fremdsprache einen Vortrag zu halten, Diskussionen durchzuführen, die eigene Meinung zu vertreten usw. Dieser Kurs hilft Ihnen, solche Schwierigkeiten zu überwinden und Ihre mündliche Aus­drucksfähigkeit zu entwickeln.

Den Teilnehmern wird Audio-, Video- und Lesematerial als Anregung ange­bo­ten, das danach ausführlich besprochen und diskutiert wird.

Beginn: Dienstag, 17. April 2007


Orthographie und Interpunktion: 2st.,  Mi 9-11, ÜR 426

Вы свободно говорите по-русски, но не всегдa знaете, кaк пишется то или другое слово? Или Вы бывaете не уверены в прaвильности постa­влен­­ной зaпятой? Дaнный курс поможет Вaм спрaвиться с тaкими трудно­стя­ми и познaкомит Вaс с основными прaвилaми русской орфо­грa­­фии и пунк­ту­aции. Полученные знaния будут зaкреплены с помо­щью рaзли­ч­ныx упрa­жнений.

Beginn: Mittwoch, 18.  April 2007



Wirtschaftsrussisch: 2st., Do 11-13, ÜR 011

Dieser Kurs macht Sie mit der heutigen russischen Wirtschaftsterminologie ver­traut. Wir werden einige wichtige Themen behandeln, wie z.B. das moderne Ban­kensystem, Organisationsformen der Unternehmen, Außenhandel usw. Es wird auch die mündliche Ausdrucksfähigkeit entwickelt, z.B. auf dem Gebiet der eigenen Firma, Produkte und Dienstleistungen. Außerdem sind auch Übun­gen zum Verfassen einiger Geschäftsbriefe vorgesehen.

Beginn: Donnerstag, 19. April 2007



Inna Kamenetskaya


Russisch II: 4st., Di 9-11, ÜR 426, Do 9-11, ÜR 011

In diesem Kurs, der als Fortsetzung des Kurses Russisch I geplant ist, werden weitere Grundlagen des Russischen vermittelt, wobei auch kurze Erzählungen russischer Schriftsteller gelesen und analysiert werden.

Dem Unterricht wird das Lehrbuch von I.M. Pulkina, J.B. Zachava-Nekra­sova: Russisch. Praktische Grammatik mit Übungen. Moskau. Verlag Russkij Jazyk, zugrunde gelegt.

Beginn: Dienstag, 17. April 2007



Russisch für Muttersprachler: 2st., Di 16-18, ÜR 011


Tеоретический и прaктический курс рaссчитaн нa носителей русского языкa кaк родного, a тaкже нa студентов, овлaдевшиx русским языком кaк инострaнным и желaющиx системaтизировaть свои знaния по фо­не­­ти­ке, словообрaзовaнию, морфологии, синтaксису.

Для получения положительной оценки необxодимо присутствие нa зa­ня­тии, выполнение домaшниx зaдaний и нaписaние итоговой кон­троль­ной рaботы.

Учебные мaтериaлы (ридер) будут роздaны в течение семестрa.

Beginn: Dienstag, 17. April 2007



Oberkurs: Schwierigkeiten des russischen Wortschatzes: 2st., Do 11-13, ÜR 028

Wir werden uns mit den häufigsten Fehlern beschäftigen, die von Deutschspre­chenden im Russischen im Bereich der Lexik gemacht werden. Wer Russisch lernt, merkt in der Regel bald, dass solche einfachen deutschen Wörter wie ler­nen oder anders im Russischen keine genaue Entsprechung haben. Im Zen­trum des Unterrichts sollen die Modalverben mit der Vielfalt ihrer Äqui­valente im Russischen stehen.

Um Ihr Sprachgefühl im Russischen zu stärken, versuchen wir, während des Un­ter­­richts ver­schiedene semantische Rätsel zu lösen.

Als Grundlage wird das Buch Schwierigkeiten des russischen Wortschatzes für Deutsch­spre­chende von Edith Lampl verwendet.

Комментарий: упомянутую книгу мы будем использовать только в сильно переработанном виде, поэтому студентам не стоит её покупать.

Beginn: Donnerstag, 19. April 2007



Renata Makarska, M.A.

Sprachkurse


Der Grundkurs der polnischen Sprache dauert vier Semester. Jeweils im Win­ter­semester werden die Kurse Polnisch I und Polnisch III und im Sommer­se­me­ster die Kurse Polnisch II und Polnisch IV angeboten.

Polnisch II: 4st., Mo, Mi 16-18, ÜR 011
        
Gegenstand: Fortsetzung des Kurses vom letzten Semester, Wiederholung der Grammatik, Vertiefung kommunikativer Fähigkeiten, Lehrbuch Hurra!!! Po polsku 1 ab der Lektion 9.

Unterrichtsmaterial: Małgorzata Małolepsza, Aneta Szymkiewicz: Hurra!!! Po polsku 1, Kraków 2005, ISBN: 83-60229-00-7.

Leistungsnachweis: Regelmäßige Teilnahme, Hausaufgaben, zwei Klau­suren  

Beginn: Montag, 16. April 2007



Polnisch IV: 4st., Mo, Mi 14-16, ÜR 011

Gegenstand: Vertiefung der grammatischen Kenntnisse, Übersetzungsübungen, direkte Vorbereitung auf die Prüfung Kleiner Sprachschein".

Unterrichtsmaterial: Ewa Lipińska, Elżbieta Grażyna Dąmbska: Kiedyś wró­cisz tu. Kraków 1997.

Leistungsnachweis: Regelmäßige und aktive Teilnahme, Hausaufgaben, zwei Klausuren.

Beginn: Montag, 16. April 2007



Oberkurs: Konversation/Schreibübungen: 2st., Di 11-13, ÜR 526

Gegenstand: Kurs jest przeznaczony dla studentów, którzy ukończyli naukę języka polskiego na poziomie B2 (kursy I-IV), jak również dla osób włada­jących natywnie językiem polskim, mających jednak problemy z pisownią. Będziemy się zajmować lekturą bieżących tekstów prasowych, uzupełniać ją będą dyskusja i ćwiczenia leksykalne. Regularnie będziemy pisać dyktanda oraz krótkie eseje (prace domowe).

Leistungsnachweis: Regularne i aktywne uczestnictwo w zajęciach, zadania do­mo­we.

Beginn: Dienstag, 17. April 2007

Simona Barazi, M.A.


Tschechisch II: 2st., Di 18-20, ÜR 011

Gegenstand: Einführung in die Grammatik und Lexik, Konversation zu Alltags­situationen.
Arbeit mit dem Lehrbuch Communicative Czech (Elementary Czech) und mit der Grammatik KURZE TSCHECHISCHE Sprach­lehre, Bohdana Lo­matzsch, Hana Adam, Berlin 2003 .

Leistungsnachweis: regelmäßige und aktive Teilnahme, Hausaufgaben, zwei Klau­suren.

Beginn: Dienstag, 17. April 2007



Tschechisch IV: 2st., Mo 18-20, ÜR 011

Gegenstand: Erweiterung der Elementargrammatik und Lexik, Konversation. Arbeit mit dem Lehrbuch Communicative Czech (Intermediate Czech) ab Lektion 5 bzw. 6 und mit der Grammatik KURZE TSCHECHISCHE Sprach­lehre, Bohdana Lomatzsch, Hana Adam, Berlin 2003.

Leistungsnachweis: regelmäßige und aktive Teilnahme, Hausaufgaben, zwei Klau­suren.

Beginn: Montag, 16. April 2007



Konversation/Lektüre: 2st., Mo oder Di nach Vereinbarung, ÜR

Gegenstand: Lektüre unterschiedlicher Texte (tschechische Literatur, Texte zur tschechischen Kultur, Traditionen, Politik usw.). Schwierigere Er­schei­nun­­gen der tschechischen Grammatik, Erwei­te­rung der Lexik.

Leistungsnachweis: regelmäßige und aktive Teilnahme, Referat und Hausauf­gaben.

Beginn: April 2007


Dr. des. Biljana Golubović


Kroatisch/Serbisch II: 2st., Mi 9-11, ÜR 011

In dem Kurs werden folgende Themen behandelt:


Im Übungsteil sollen sprachpraktische Übungen anhand einfacher Texte und Übersetzungen einfacher Texte durchgeführt werden.

Voraussetzung: Kroatisch/Serbisch I

Anforderungen: aktive Mitarbeit, schriftliche Hausaufgaben, Abschlussklausur
 
Literatur: Drilo, Stjepan (1999): Kroatisch, Teil I, Lehrbuch für Anfänger. Heidelberg: Julius Groos Verlag; Schmaus, A./Bojić, V. (1996): Lehrbuch der serbischen Sprache. Band I. München: Verlag Otto Sagner.

Weitere Texte und Übungen werden während des Semesters ausgegeben.

Beginn: Mittwoch, 18. April 2007



Kroatisch/Serbisch III: 2st., Mi 11-13, ÜR 028

Im Kurs III, der die im Kurs II erarbeiteten grammatischen Grundlagen fortsetzt, werden die Deklination (Substantive, Adjektive, Pronomina, Zahlen) und Kom­pa­ration (Adjektive, Adverbien) vollständig ausgearbeitet. Zudem wird auf im­perfektive und perfektive Verbformen sowie auf die entsprechende Tempus- und Partizipialbildung besonderes Gewicht gelegt. Außerdem soll in diesem Kurs der Wortschatz erweitert werden.

Voraussetzung: Kroatisch/Serbisch I-II

Anforderungen: aktive Mitarbeit, schriftliche Hausaufgaben, Abschlussklausur

Literatur: Drilo, Stjepan (1999): Kroatisch, Teil II. Julius Groos Verlag. Hei­del­berg; Schmaus,A./Bojić, V.(1996): Lehrbuch der serbischen Sprache. Band I. Verlag Otto Sagner. München; Mrazović/Vukadinović (1990): Gra­matika srp­skog jezika za strance. Beograd; Barić (1979): Priručna gramatika hrvatskog književnog jezika. Zagreb.

Beginn: Mittwoch, 18. April 2007


Oberkurs: Schrift- und Orthographiereformen bei den Kroaten und Serben: 2st., Mi 14-16, ÜR 135

Für das Verständnis der Herausbildung der kroatischen und serbischen Literatur- bzw. Standardsprachen ist die Graphie- und Orthographiegeschichte von be­son­derem Wert. Im Kurs werden wir kroatische und serbische Schrift- und Ortho­graphiereformen sprachstrukturell in Verbindung mit den objektiven Gesetz­mäßigkeiten der phonetisch-phonologischen Organisation der kroatischen und serbischen Sprache darstellen. Gleichzeitig werden wir soziolinguistische As­pekte in Betracht ziehen, weil die Schrift- und Orthographiereformen bei den Kroa­ten und Serben oft mit dem Beginn nationaler und politischer Bewegungen verknüpft waren.

Anforderungen: aktive Mitarbeit, Abschlussklausur

Literatur: Am Anfang des Semesters werden alle Kursmaterialien im virtuellen Semesterapparat (www.uni-tuebingen.de/fb-neuphil/) abgelegt.

Beginn: Mittwoch, 18. April 2007


Mojca otarko


Slowenisch II: 4st., Di, Do 9-11, ÜR 135

Im Kurs werden die in Slowenisch I erarbeiteten grammatischen Grundlagen fortgesetzt.  
Bei der Grammatik behandeln wir das Verb (Imperativ, Konditional, Modal­ver­ben), Deklination der Adjektive und Substantive (Dativ, Lokativ, Instrumen­tal; Singular, Dual, Plural), Pronomina (betonte und enklitische Formen), Prä­positionen und Phraseologie. Wir werden auch kürzere Texte zu alltäglichen The­men lesen, über sie sprechen und schreiben.

Literatur: Nataa Pirih Svetina, Andreja Ponikvar: A, B, C ... 1, 2, 3, gremo. Ljubljana 2003. Andreja Markovič: Slovenska beseda v živo. Ljubljana 1998. Elizabeta M. Jenko: Grammatik der slowenischen Sprache. Klagenfurt 2000.

Beginn: Dienstag, 17. April 2007


Slowenisch IV: 4st., Di 14-16, Do 12-14, ÜR 135

Dieser Kurs ist die Fortsetzung von Slowenisch III aus dem Wintersemester.
Im Kurs werden wir die slowenische Rechtschreibung, Wortfolge, substanti­vische Pronomina und Konjunktionen behandeln. Wir werden Zeitungsartikel lesen, kürzere literarische Texte behandeln und Hörverständnis üben.

Literatur: Andreja Markovič: Slovenska beseda v živo II. Ljubljana 2004; Eli­za­beta M. Jenko: Grammatik der slowenischen Sprache. Klagenfurt 2000.

Beginn: Dienstag, 17. April 2007



Oberkurs: Skladnja: 2st., Di 16-18, ÜR 135

Ogledali si bomo izbrana poglavja iz skladnje slovenskega jezika.

Literatur: Marta Pavlin Povodnik: Skladnja. Ljubljana 2006. Elizabeta M. Jenko: Grammatik der slowenischen Sprache. Klagenfurt 2000. Martina Križaj Ortar: Na pragu besedila. Ljubljana 2004. Hermina Jug Kranjec: Slovenčina za tujce. Ljubljana 1999. Jože Toporiič: Slovenski knjižni jezik. Maribor 1981.

Beginn: Dienstag, 17. April 2007



Erstellt am 23.01.07 von Michaela Fischer und Tilman Berger. Letzte Änderung vom 16.04.2007.