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| Abguss-Sammlung |
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| Ein Höhepunkt der Sammlung |
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Die Gruppe des Laokoon |
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1506 gefunden, von Papst Julius II. erworben und in einem kleinen Hof der päpstlichen Residenz hinter dem Petersdom aufgestellt, wurde die Skulpturengruppe bald zur Keimzelle einer Sammlung antiker Statuen in eben diesem, ehemals von Orangenbäumen bestandenen Hof. Schon bei der Auffindung erkannte man in der Gruppe, die den gewaltsamen Tod des trojanischen Priesters Laokoon und seiner beiden Söhne durch zwei riesige Schlangen zeigt, jene Skulptur wieder, die Plinius im 1. Jh. n. Chr. als das höchste aller Kunstwerke bezeichnet hatte. Vor dem Hintergrund dieses antiken Kunsturteils zählte der Laokoon bereits kurz nach seiner Auffindung zu den berühmtesten Antiken Roms, und seine prominente Aufstellung im sog. Statuenhof des Belvedere, wo er bis heute steht, ließ ihn bald in ganz Europa bekannt werden.
Hellenistische Gruppe des 1. Jhs. v. Chr. |
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| Die Sammlung |
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Einblicke |
Rittersaal und Westhof des Schlosses nimmt die ausgedehnte Abguss-Sammlung antiker Skulpturen ein. Seit 1836 wurden in zahlreichen großen Museen Europas und der Welt Gipsabgüsse der berühmtesten griechischen und römischen Skulpturen angefertigt, so dass heute über 350 Statuen, Porträts, Reliefs und Architekturfragmente einen faszinierenden Rundgang durch die antike Kunstgeschichte bieten. Von den Anfängen der monumentalen Plastik in der Archaik bis in die Jahrhunderte der römischen Kaiserzeit treten dem Besucher Götter, mythische Wesen oder reale Persönlichkeiten wie der Dichter Menander oder der römische Kaiser Augustus in Lebensgröße gegenüber. Das Nebeneinander der Abgüsse, das Skulpturen vereint, die realiter über zahlreiche Kunstmuseen der Welt verstreut sind, ermöglicht nicht nur einen lückenlosen Rundgang durch die verschiedenen Kunstepochen und die Erfahrung von unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten antiker Künstler, sie lässt dem Besucher vor allem die antiken Gestalten und Mythen lebendig werden und lädt durch Gegenstand und Ambiente zum Betrachten und Vergleichen, zum Verweilen oder Zeichnen ein.
Ansprechpartnerin: Dr. Kathrin Zimmer
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