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Klassische Archäologie    
     
Ein Höhepunkt der Sammlung   Flucht und Rettung der Helena
 

Nach 10 Jahren Kampf, nach der Einnahme Trojas durch das Heer der Griechen, trifft Menelaos auf Helena. Gekommen in der festen Absicht, seine untreue Ehefrau zu töten, wird er in seinem Unterfangen durch Aphrodite gestört. Die Göttin der Schönheit und der Liebe, die Helena einst dem Königssohn von Troja, Paris, versprochen hatte und damit den Trojanischen Krieg ausgelöst hat, stellt sich nun schützend zwischen den zornigen Rächer und sein fliehendes Opfer. Der Anblick Aphrodites und das Wirken ihres kleinen, geflügelten Sohnes Eros, der Liebesverlangen in Menelaos Augen träufelt, bleiben nicht ohne Folgen: Das gezückte Schwert entfällt der Hand des gewappneten Kriegers, der Zorn verfliegt und folgen wird eine Versöhnung mit Helena, die er wieder als Ehefrau in sein Haus aufnimmt.


Attisch rotfiguriger Kolonettenkrater, um 460 v. Chr.

 

     
Die Sammlung   Einblicke

Die materiellen Hinterlassenschaften von Griechen, Etruskern und Römern erforschend, beschäftigt sich die Klassische Archäologie vorzugsweise mit dem Mittelmeerraum, mit Objekten des 3. Jts. v. Chr. bis ins 5. Jh. n. Chr. Die heute annähernd 10 000 Objekte umfassende archäologische Sammlung der Universität verdankt ihre Existenz und heutige Gestalt zahlreichen privaten Sammlern wie dem württembergischen Regierungsrat Carl Sigmund Tux oder dem Stuttgarter Unternehmer Ernst von Sieglin, die die Universität durch großzügige Stiftungen unterstützt haben. Berühmtestes Stück ist die bis heute einzigartige Bronzestatuette des sog. Tübinger Waffenläufers, die an der Wende von der Archaik zur Klassik entstanden  den gewappneten Sportler in seiner Startposition zeigt. Darüber hinaus präsentiert die Antikensammlung der Universität zahlreiche antike Tongefäße aus über drei Jahrtausenden, Figuren aus Terrakotta und Bronze sowie einige Marmorskulpturen. Geben Form, Funktion und vor allem Bilder der Vasen Aufschluss über das Alltagsleben der Antike, so werfen Terrakotten und Bronzen, die häufig als Weihungen in Heiligtümern oder als Grabbeigaben Verwendung fanden, bezeichnende Schlaglichter auf Kulte und Bestattungssitten ihrer Besitzer.

Ansprechpartnerin: Dr. Kathrin Zimmer


 
       
Öffnungszeiten des Museums Eintritt  
Mi bis So, 10 bis 17 Uhr
Do bis 19 Uhr
Erwachsene Euro 5,-
Kinder, Schüler, Studenten, Rentner, Schwerbehinderte Euro 3,-
Führungen sind auf Anfrage auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Familienkarte Euro 12,-
  Tübinger Studenten frei
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