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Jüngere Urgeschichte und Frühgeschichte    
     
Ein Höhepunkt der Sammlung   Bemalte Keramik von der Heuneburg
  Die Heuneburg liegt auf einem flachen, kleinen Plateau direkt an der Donau zwischen den heutigen Dörfern Hundersingen und Binzwangen, etwa 15 km östlich von Sigmaringen. Die prähistorische Befestigung auf dieser etwa 300 m langen und 150 m breiten, 60 m über der Donau liegenden Hochfläche bestand aus Mauern, deren heute verfallene Überreste zum Teil noch als Erhebungen im Gelände zu sehen sind. Das Institut für Vor- und Frühgeschichte führte zwischen den Jahren 1950 und 1979 umfangreiche Ausgrabungen durch (Heuneburgmuseum).
Die Heuneburg war mit Unterbrechungen von der Bronzezeit bis ins Hohe Mittelalter besiedelt. Ihre Blütezeit beschränkt sich jedoch auf die Späthallstattzeit, aus der auch die dargestellte bemalte Keramik stammt. In dieser Zeit wurde die Anlage mit verschiedenen Befestigungsmauern versehen; hervorzuheben ist eine Mauer aus großen ungebrannten Lehmziegeln. Eine solche Bauweise ist für den Orient und den mediterranen Raum typisch und dort weit verbreitet. In Mitteleuropa ist die Lehmziegelmauer der Heuneburg der einzige Beleg für diese Bauweise.

- Späte Hallstattzeit, um 550-500 v. Chr. -
     
Die Sammlung   Einblicke
Die Lehrsammlung des Instituts für Ur- und Frühgeschichte wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts angelegt. Sie geht auf Robert Rudolf Schmidt den damaligen Leiter des Urgeschichtlichen Forschungsinstitut zurück. Bei der Auswahl der Sammlungsobjekte war die Ausbildung der Studenten das wichtigste Kriterium. Daneben beherbergt die Sammlung auch einige Komplexe von überregionaler kulturgeschichtlicher Bedeutung. Sie werden in der Schausammlung gezeigt und unter forschungsgeschichtlichen Aspekten erläutert. Vor allem handelt es sich um die Funde aus Ausgrabungen der jungsteinzeitlichen und spätbronzezeitlichen Feuchtbodensiedlungen am Federsee sowie den eisenzeitlichen befestigten Siedlungen Heuneburg an der oberen Donau, Altenburg-Rheinau bei Schaffhausen und Heidengraben bei Grabenstetten auf der Schwäbischen Alb.

Ansprechpartner: Dr. Jörg Petrasch

 
       
Öffnungszeiten des Museums Eintritt  
Mi bis So, 10 bis 17 Uhr
Do bis 19 Uhr
Erwachsene Euro 5,-
Kinder, Schüler, Studenten, Rentner, Schwerbehinderte Euro 3,-
Führungen sind auf Anfrage auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Familienkarte Euro 12,-
  Tübinger Studenten frei
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