Verleihung des Padma Shri Award an Heinrich
von Stietencron
Hohe Auszeichnung der indischen Regierung für Verdienste um Land
und Menschen
Prof. Dr. Heinrich von Stietencron, Emeritus für Indologie und Vergleichende
Religionswissenschaft der Universität Tübingen, wurde mit dem
Padma Shri Award der indischen Regierung geehrt. Die Staatsauszeichnung
wird nur äußerst selten an Ausländer verliehen, in diesem
Jahr erstmalig auch an ausländische Wissenschaftler. Sie wird an
Persönlichkeiten vergeben, die sich in herausragender Weise um das
Land und die Menschen Indiens verdient gemacht haben. Prof. von Stietencron
erhielt die Auszeichnung für seine jahrzehntelange Lehr- und Forschungstätigkeit
zum Subkontinent Indien mit den Schwerpunkten Geschichte, Kultur und Religion.
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Prof. Heinrich von Stietencron (r.) bei der Überreichung der
Padma Shri Urkunde durch den indischen Botschafter. Foto: Mallebrein |
Da er zur Übergabezeremonie im vergangenen Juni nicht nach New Delhi
reisen konnte, überreichte ihm der indische Botschafter in Deutschland,
T. C. A. Rangachari, die Padma Shri Urkunde und Verdienstmedaille Mitte
November in Tübingen bei einem Besuch an der Universität. In
seiner Dankesrede wertete Prof. von Stietencron den Preis nicht nur als
Auszeichnung seiner eigenen Arbeit, sondern stellte diese in den Rahmen
der umfassenden Forschungsarbeit der gesamten Tübinger Fakultät
für Kulturwissenschaften, die weltweit für ein tieferes Verständnis
zwischen unterschiedlichen Kulturen sorge.
Der Verdienstorden Padma Shri wurde 1954 von der indischen Regierung eingeführt.
Die Bezeichnung verweist auf seine Form: die Worte Padma
(Lotus) und Shri (ehrwürdig) sind ober- und unterhalb
einer offenen Lotusblüte in indischer Devanagari-Schrift eingeritzt.
Der Orden ist aus Bronze und Weißgold gearbeitet.
Auch nach seiner Emeritierung (1998) widmet sich Prof. von Stietencron
intensiv der indologischen Forschung. Seit 1999 leitet er das Forschungsprojekt
»Sakrale Zentren und religiöse Gemeinschaften: Verortung, theologische
Legitimation und Bezüge zu politischer Macht« im Rahmen des
Orissa Projekts II, einem Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Ziel ist es, die geschichtliche Entwicklung religiöser Gemeinschaften
in Orissa zu erforschen und in einem digitalen Kartenwerk darzustellen.
Janna Eberhardt
Informationen zu den Forschungsprojekten im Internet:
www.uni-tuebingen.de/indologie/orissa
www.germanembassy-india.org/en/
germannews04/apr/pg16-17.html
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/ Stand 20.02.2005 |