Tübinger Team siegt bei Philip-Jessup Moot Court
Competition
Sieger reisen zur Endrunde des Völkerrechtswettbewerbs nach Washington,
D.C.
Das Team der Eberhard Karls Universität Tübingen hat Ende Februar
an der Europa- Universität Viadrina in Frankfurt/Oder die deutschen
Ausscheidungen des Philip C. Jessup International Law Moot Court Competition
gewonnen. Zur nationalen Ausscheidung dieses traditionsreichsten weltweit
ausgetragenen Wettbewerbs im Völkerrecht waren zwölf Teams aus
ganz Deutschland angereist.
Der amerikanische Völkerrechtler und Präsident des Internationalen
Gerichtshofes Philip C. Jessup hatte den Wettbewerb 1959 ins Leben gerufen.
Inzwischen nehmen mehr als 300 Teams weltweit teil. Verhandelt wurde dieses
Jahr ein Streitfall zweier imaginärer Staaten um Schadensersatz wegen
radioaktiver Verseuchung eines Hochsee-Atolls. Auf der Richterbank saßen
Prof. Dr. Knut Ipsen, Gründungsrektor der Viadrina-Universität,
Prof. Dr. Cees Roelofsen von der Universität Utrecht sowie Elisabeth
Bowes vom Internationalen Seegerichtshof in Hamburg.
Tübingen hatte als erste deutsche Universität schon 1977 teilgenommen,
aber noch nie gewonnen. Das Team vom Lehrstuhl Prof. Wolfgang Graf Vitzthum
mit Josef Girshovich, Jasmin Bornmann, Jan Wackenhuth, Alena Tsitkova,
Dzmitry Stsiapanau, Michael Allmendinger und Björn Hofmann sowie
Koordinator Dr. Alexander Proelß hatte sich ein dreiviertel Jahr
auf den Fall vorbereitet. Als offizielle Vertreter der Bundesrepublik
werden die Tübinger nun an den "Shearman & Sterling International
Rounds of the Jessup Competition" vom 27. März bis 3. April
2005 in Washington D.C. teilnehmen.
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/ Stand 14.04.2005 |