Klaus Töpfer und Jürgen Stark werden Honorarprofessoren
Der Senat hat auf Vorschlag der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Klaus Töpfer, Exekutivdirektor des Umweltprogramms
der Vereinten Nationen, und Dr. Jürgen Stark, Vizepräsident
der Deutschen Bundesbank, zu Honorarprofessoren bestellt.
Der Volkswirt Töpfer steht wie kaum ein anderer für die Verbindung
von ökonomischem Denken und umweltpolitischem Handeln. Er gilt als
wichtiger Ideengeber der globalen Umweltpolitik. "Töpfers Bereitschaft,
sich an der Lehre, insbesondere zu umwelt- und entwicklungsökonomischen
Fragen zu beteiligen, freut mich für die Studierenden unserer Fakultät
besonders", so Dekan Prof. Dr. Jörg Baten.
Töpfer studierte Volkswirtschaft in Mainz, Frankfurt und Münster,
wo er 1968 auch promovierte. Bis 1978 blieb Töpfer in der Wissenschaft
und widmete sich Raumplanungs- und entwicklungspolitischen Fragen. Seit
1978 arbeitete Töpfer im Umweltministerium von Rheinland-Pfalz, dessen
Minister er 1985 wurde. 1987-1994 war er Bundesumweltminister, 1994-1998
Bundesbauminister und Beauftragter der Bundesregierung für den Berlin-Umzug
und den Bonn-Ausgleich. Seit 1998 ist er für die Vereinten Nationen
tätig. Er ist Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen, Exekutivdirektor
des Umweltprogramms und Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen
in Nairobi.
Stark kann aus einer langen Erfahrung zu Internationalen Währungsbeziehungen
und Finanzmärkten sowie zu Analysen der Europäischen Integration
schöpfen. Seine hohe Qualifikation und Kompetenz sowie seine internationalen
Erfahrungen in herausragender Stellung werden für die Studierenden
der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in Tübingen eine
Bereicherung sein und ihnen wichtige Einblicke in die wirtschaftspolitische
Praxis geben.
Stark studierte Wirtschaftswissenschaften in Hohenheim und Tübingen.
Er promovierte 1975 an der Universität Hohenheim mit dem Thema "Infrastrukturelle
Entwicklungen und ihre Bestimmungsgründe". Sein beruflicher
Werdegang führte ihn vom Bundeswirtschaftsministerium, wo er Referent
in der Abteilung Wirtschaftspolitik war, über das GATT in Genf in
das Bundeskanzleramt. Dort arbeitete er als Leiter des Referats "Außenwirtschaft,
Geld und Währung, Finanzmärkte". Seit 1992 war er wieder
im Bundeswirtschaftsministerium tätig und leitete dort verschieden
Finanzabteilungen, bevor er 1995 Staatssekretär für internationale
Wirtschaftsfragen und persönlicher Berater des Bundeskanzlers zur
Vorbereitung der Wirtschaftsgipfel wurde. Seit 1998 arbeitet Stark in
seiner momentanen Position als Vizepräsident der Deutschen Bundesbank.
Er ist in zahlreichen europäischen und internationalen Gremien aktiv.
Die Antrittsvorlesungen der neuen Honorarprofessoren in Tübingen
sind für Stark im Juni und für Töpfer im Oktober vorgesehen.
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/ Stand 14.04.2005 |