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Informationen für die Mitglieder der Eberhard Karls Universität Tübingen / TUN Nr. 121: 14.04.2005

Klaus Töpfer und Jürgen Stark werden Honorarprofessoren

Der Senat hat auf Vorschlag der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Klaus Töpfer, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, und Dr. Jürgen Stark, Vizepräsident der Deutschen Bundesbank, zu Honorarprofessoren bestellt.

Der Volkswirt Töpfer steht wie kaum ein anderer für die Verbindung von ökonomischem Denken und umweltpolitischem Handeln. Er gilt als wichtiger Ideengeber der globalen Umweltpolitik. "Töpfers Bereitschaft, sich an der Lehre, insbesondere zu umwelt- und entwicklungsökonomischen Fragen zu beteiligen, freut mich für die Studierenden unserer Fakultät besonders", so Dekan Prof. Dr. Jörg Baten.

Töpfer studierte Volkswirtschaft in Mainz, Frankfurt und Münster, wo er 1968 auch promovierte. Bis 1978 blieb Töpfer in der Wissenschaft und widmete sich Raumplanungs- und entwicklungspolitischen Fragen. Seit 1978 arbeitete Töpfer im Umweltministerium von Rheinland-Pfalz, dessen Minister er 1985 wurde. 1987-1994 war er Bundesumweltminister, 1994-1998 Bundesbauminister und Beauftragter der Bundesregierung für den Berlin-Umzug und den Bonn-Ausgleich. Seit 1998 ist er für die Vereinten Nationen tätig. Er ist Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen, Exekutivdirektor des Umweltprogramms und Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Nairobi.

Stark kann aus einer langen Erfahrung zu Internationalen Währungsbeziehungen und Finanzmärkten sowie zu Analysen der Europäischen Integration schöpfen. Seine hohe Qualifikation und Kompetenz sowie seine internationalen Erfahrungen in herausragender Stellung werden für die Studierenden der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in Tübingen eine Bereicherung sein und ihnen wichtige Einblicke in die wirtschaftspolitische Praxis geben.

Stark studierte Wirtschaftswissenschaften in Hohenheim und Tübingen. Er promovierte 1975 an der Universität Hohenheim mit dem Thema "Infrastrukturelle Entwicklungen und ihre Bestimmungsgründe". Sein beruflicher Werdegang führte ihn vom Bundeswirtschaftsministerium, wo er Referent in der Abteilung Wirtschaftspolitik war, über das GATT in Genf in das Bundeskanzleramt. Dort arbeitete er als Leiter des Referats "Außenwirtschaft, Geld und Währung, Finanzmärkte". Seit 1992 war er wieder im Bundeswirtschaftsministerium tätig und leitete dort verschieden Finanzabteilungen, bevor er 1995 Staatssekretär für internationale Wirtschaftsfragen und persönlicher Berater des Bundeskanzlers zur Vorbereitung der Wirtschaftsgipfel wurde. Seit 1998 arbeitet Stark in seiner momentanen Position als Vizepräsident der Deutschen Bundesbank. Er ist in zahlreichen europäischen und internationalen Gremien aktiv.

Die Antrittsvorlesungen der neuen Honorarprofessoren in Tübingen sind für Stark im Juni und für Töpfer im Oktober vorgesehen.

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e-mail an die redaktion © Eberhard Karls Universität Tübingen / Stand 14.04.2005