Sitzung des Auswahlkomitees der Hermann Hesse Stiftung
Zum dritten Mal traf sich Mitte Februar das Auswahlkomitee zur Vergabe
der renommierten Stipendien der Hermann Hesse Stiftung. Rektor Professor
Dr. Dr. h.c. mult. Eberhard Schaich, Ehrensenator Jürgen Teufel,
stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Pforzheim-Calw,
Professor Dr. Stefanie Würth vom Deutschen Seminar; Professor Dr.
Gottfried Schiemann von der Juristischen Fakultät und Wolfgang Mekle
vom Dezernat für Internationale Beziehungen kamen im Rektorat der
Universität Tübingen zusammen, um unter den zahlreichen Stipendienbewerbern
die förderungswürdigsten auszuwählen.
Ins Leben gerufen wurde das Stipendien- und Förderprogramm im September
2002, um vor allem fortgeschrittene Studierende aus Mittel- und Ostasien
zu unterstützen. Wichtige Impulse hierfür gaben die langjährigen
partnerschaftlichen Beziehungen der KSK Calw und des Deutschen Sparkassen-
und Giroverbandes zur National Savings Organisation in Pakistan. Hinzu
kam die Verbundenheit mit dem großen Sohn der Stadt Calw, der sich
seinerseits sehr für Asien interessierte. Auch sein Großvater
Hermann Gundert hatte sich während seines Studiums in Tübingen
bereits mit dem mittel- und ostasiatischen Raum beschäftigt.
Nicht nur qualifizierte ausländische Studierende aus der besagten
Region können sich für die mit 705 Euro monatlich dotierten
Stipendien bewerben. Auch für Tübinger Studierende der Rechts-,
Sprach-, Wirtschafts- sowie Gesellschafts- und Kulturwissenschaften, die
einen Studien- oder Forschungsaufenthalt in Ländern Mitttel- und
Ostasiens anstreben, besteht die Möglichkeit, sich über die
Internationalisierungsbeauftragten ihrer Fakultäten für ein
solches Stipendium empfehlen zu lassen. Das Stipendium, das für eine
Höchstdauer von zehn Monaten vergeben wird, schließt auch die
Reisekosten und bei ausländischen Studierenden gegebenenfalls
einen vorbereitenden einmonatigen Deutschkurs am Hermann-Hesse-Kolleg
in Horb mit ein.
Viele der Tübinger Partneruniversitäten haben sehr positiv auf
dieses Stipendienangebot reagiert und hervorragend qualifizierte Studierende
empfohlen. Ausgewählt wurden in dieser Runde schließlich je
ein Studierender der Universitäten Jilin/China (Wirtschaftswissenschaften);
Renmin/China (Jura); Chulalongkorn/Thailand (Germanistik); Tokyo (Germanistik);
sowie Rikkyo/Japan (Theologie). Auch zwei Tübinger Studierende dürfen
sich über ein Hermann-Hesse-Stipendium freuen und demnächst
zum Studienaufenthalt nach Peking beziehungsweise Kirgistan aufbrechen.
Wolfgang Mekle
[Uni Tübingen
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/ Stand 14.04.2005 |