Sitzung des Tübinger Universitätsrats am 10.
März 2005
Professor Dietrich Niethammer, der Ende März altershalber aus dem
Universitätsrat ausgeschieden ist, wurde in der Sitzung des Gremiums
am 10. März verabschiedet. Der Vorsitzende, Tilman Todenhöfer,
dankte Niethammer, der dem Gremium seit seiner Gründung angehörte,
herzlich für seine Arbeit und sein Engagement. Als Nachfolger von
Dietrich Niethammer wurde Professor Herbert Klaeren als Stellvertretender
Vorsitzender des Universitätsrates gewählt.
In seiner ersten Sitzung im Jahr 2005 gab der Universitätsrat dem
Jahresabschluss 2004 seine Zustimmung und stellte den Einnahmen- und Ausgabenplan
2005 (Universität ohne Medizinische Fakultät) in Höhe von
rund 190 Millionen Euro fest. Zusätzlich wurde der Haushaltsplan
für das Körperschaftsvermögen der Universität in Höhe
von 1,19 Millionen Euro festgestellt. Ferner stimmte der Universitätsrat
den Grundzügen der Mittelverteilung für 2005 zu und nahm vom
Wirtschaftsplan der Medizinischen Fakultät 2005 zustimmend Kenntnis.
Im Rahmen seiner fortlaufenden Gespräche mit den einzelnen Fakultäten
stellten sich in der Sitzung die Fakultäten für Philosophie
und Geschichte, Sozial- und Verhaltenswissenschaften, die Neuphilologische
Fakultät und die Fakultät für Mathematik und Physik dem
Universitätsrat vor. In der Diskussion mit Dekanen und Prodekanen
über die aktuelle Situation von Forschung und Lehre wurde deutlich,
dass die Situation in der Lehre von steigenden Studierendenzahlen und
der anstehenden Umstellung auf die neuen Studiengänge mit den Abschlüssen
Bachelor und Master geprägt ist. Im Bereich der Forschung war festzustellen,
dass sich die Fakultäten auf ein mögliches Exzellenzprogramm
des Bundes, über das in den Medien bereits mehrfach berichtet wurde,
mit Projekt-skizzen und Antragsentwürfen sehr gut vorbereitet haben.
Der politische Stillstand, der inzwischen auf diesem Gebiet eingetreten
ist, hat zweifellos eine demotivierende Wirkung auf die Weiterentwicklung
dieser Aktivitäten. Indessen wird versucht, diese in andere Förderprogramme
einzubringen.
Rektor Eberhard Schaich stellte den Rechenschaftsbericht des Rektorats
für die Jahre 2003/2004 vor und berichtete über aktuelle Entwicklungen.
Unter anderem haben die Arbeiten an der neuen Grundordnung der Universität
begonnen, nachdem das neue Landeshochschulgesetz Anfang Januar 2005 in
Kraft getreten ist.
Das Gremium beschloss im Verlaufe der Sitzung, den Studienbetrieb des
Stuttgart Institute of Management and Technology (SIMT) aus der gemeinsamen
akademischen Verantwortung der Universitäten Hohenheim, Stuttgart
und Tübingen zu entlassen und der Universität Stuttgart die
erbetene Möglichkeit zu geben, die direkte Verantwortung für
die weitere Konsolidierung des Betriebes der Einrichtung zu übernehmen.
Der Änderung der Funktionsbeschreibung mehrerer Professorenstellen
wurde ebenso die Zustimmung erteilt wie der Einrichtung eines Deutsch-französischen
Studiengangs "Interkulturelle Deutsch-Französische Studien".
Ebenso wurde der Einführung neuer Bachelor- und Masterstudiengänge
im Bereich der Neuphilologie und der Informatik die Genehmigung erteilt.
Prof. Dr. Dr. h. c. Eberhard Schaich, Rektor
Tilman Todenhöfer, Vorsitzender des Universitätsrats
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/ Stand 14.04.2005 |