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Informationen für die Mitglieder der Eberhard Karls Universität Tübingen / TUN Nr. 136: 09.11.2007

Prof. Dr. József Fortágh

Prof. Dr. József Fortágh
Foto: Seifert

József Fortágh wurde im Sommersemester auf eine Professur für Experimentalphysik an das Physikalische Institut berufen. Er wurde 1974 in Budapest geboren und studierte an der Technischen Universität Budapest Physik. Sein Diplom legte er an der Universität München in der Arbeitsgruppe des Nobelpreisträgers Theodor W. Hänsch ab. An der Universität Tübingen promovierte er 2003 mit einer Arbeit über Bose-Einstein-Kondensate in magnetischen Mikrofallen. Diese Arbeit wurde mit dem Dr. Friedrich Förster-Preis ausgezeichnet. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent in Tübingen und ging zu Forschungsaufenthalten an die Universitäten von Queensland und Rochester. 2006 erhielt er den Forschungspreis im Wettbewerb "NanoFutur" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Mit dem Preisgeld von 1,5 Mio. Euro baute er in Tübingen eine Nachwuchswissenschaftlergruppe "Nano-Atomoptik" auf. Diese Gruppe wird nun der Kern eines neuen Forschungszentrums unter dem Titel "Kollektive Quantenphänomene und deren Anwendungen". Fortágh will darin die zukunftsweisenden Gebiete der Nanotechnologie und Materialwissenschaften mit experimentellen Methoden der Quantenoptik und der Physik ultrakalter Atome zusammenführen. An dieser Schnittstelle sollen innovative Messinstrumente im Nanobereich entwickelt werden, die vom quantenmechanischen Charakter geprägt sind und deren Genauigkeit bis zum Quantenlimit ausgebaut werden kann. Mit seiner Berufung nach Tübingen lehnte Fortágh Rufe an die Universitäten Nottingham und Basel ab.

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e-mail an die redaktion © Eberhard Karls Universität Tübingen / Stand 09.11.2007