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Tübingen, 26. November 2007
Informatiker der Universität Tübingen erhalten renommierten IBM Forschungspreis
Übergabe eines Großrechnersystems an Lehrstuhl für Technische Informatik
Martin
Jetter, Vorsitzender der Geschäftsführung IBM Deutschland
GmbH, übergab den "Shared University Research (SUR) Grant
2007" persönlich der Universität Tübingen.
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Für die Durchführung eines Forschungsprojektes auf dem Gebiet des Workload
Managements, einer Technologie zur besseren Nutzung vorhandener
Rechnerkapazitäten, hat das Wilhelm-Schickard-Institut für Informatik der
Universität Tübingen als eine von 50 Forschungsinstitutionen weltweit den
von IBM jährlich ausgeschriebenen renommierten Forschungspreis Shared
University Research Grant (SUR Grant) erhalten. Im Rahmen einer
Festveranstaltung im Audimax übergab Martin Jetter, Vorsitzender der
Geschäftsführung der IBM Deutschland, einen IBM Großrechner des Typs System
z an das Institut, der die Durchführung gemeinsamer Forschungsprojekte
ermöglichen soll.
Prof.
Dr. Wolfgang Rosenstiel (links), Direktor des Wilhelm-Schickard-Instituts
für Informatik erhält die Preisurkunde aus der Hand von
Martin Jetter, Vorsitzender der Geschäftsführung IBM Deutschland
GmbH.
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Professor Wolfgang Rosenstiel, der den Preis für die von ihm geleiteten
Forschungsarbeiten entgegennahm, würdigte dabei die enge Kooperation
zwischen seinem Institut und der IBM: Unsere Kooperationen mit dem IBM
Entwicklungszentrum in Böblingen ermöglichen einen intensiven Austausch
unserer Forschungsergebnisse, von dem beide Seiten profitieren.
Mit diesem IBM SUR Grant honoriert die IBM die richtungsweisenden Arbeiten
der Tübinger Informatik. Die Förderung von praxisorientierten Projekten in
der Wissenschaft ist ein zentrales Anliegen der IBM und eine Investition
in unsere Zukunft, betonte Erwin Jung, Leiter IBM Wissenschaftsbeziehungen.
Vorgesehen ist dabei eine Vertiefung der bereits existierenden
wissenschaftlichen Zusammenarbeit im Bereich der System z Hard- und Software
wie eben auf dem Gebiet des automatischen Workload Managements. Hier wurden
bereits in der Vergangenheit neuartige Algorithmen mit Hilfe von
maschinellen Lernverfahren entwickelt. Der von IBM zur Verfügung gestellte
Rechner verfügt dabei über die modernste Technologie der System z
Architektur einschließlich der Fähigkeit, virtualisierte
Linux-Betriebssysteme und Spezialanwendungen in Java zu unterstützen. Der
von IBM übergebene Großrechner schafft nicht nur ideale Voraussetzungen, um
hardwarenahe Forschungsarbeiten in Verbindung mit System z-Systemen
durchzuführen, sondern ermöglicht es uns darüber hinaus, die Studierenden an
führender IBM-Großrechnertechologie praktisch und anwendungsnah
auszubilden, so Professor Rosenstiel.
Der
"Shared University Research (SUR) Grant 2007" besteht
aus einem IBM Großrechner ("mainframe") System z9
im Bild ein gläsernes 1:1-Modell des Rechners
und dazugehöriger Software im Wert von knapp zwei Millionen
Euro.
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Bereits bei der Eröffnung des Festakts hatte Professor Bernd Engler, Rektor
der Universität Tübingen betont, dass die Informatik in Tübingen das
Defizit in der Ausbildung von Mainframes erkannt hat und bereits seit Jahren
regelmäßig Vorlesungen und Praktika auf diesem Gebiet anbietet. Neben der
wissenschaftlichen Kooperation ist die Unterstützung der Lehre ein weiteres
wichtiges Element in der Zusammenarbeit zwischen dem Institut und IBM.
Für die studentische Ausbildung wird in Tübingen als zweiter Hochschule
neben der Universität Leipzig ein weiteres Mainframe-Kompetenzzentrum als
Teil eines weltweiten Netzwerks geschaffen. Derzeitig werden mit Hilfe des
Internets an über 20 deutschen Hochschulen studentische Übungen, Praktika
und Vorlesungen auf dem Gebiet der Mainframe-Technologie durchgeführt. Damit
wird eine wesentliche Lücke in der deutschen Hochschullandschaft in Bezug
auf die Nachwuchsförderung für den Großrechnerbereich geschlossen. Diese
Nachwuchsarbeit ist umso wichtiger, als heute kritische Geschäftsprozesse in
fast allen Großunternehmen weltweit auf der Großrechnertechnologie basieren.
Diese Initiative würdigte auch Julian Würtenberger, Ministerialdirektor im
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg, in
seinem Grußwort und wies darauf hin, dass mit der vorliegenden Initiative
ein Beitrag geleistet werden soll, den dringenden Bedarf der Wirtschaft an
entsprechend ausgebildeten Nachwuchskräften zu befriedigen.
Mit dem IBM Shared University Research Grant (SUR Grant) unterstützt IBM
ausgewählte Forschungsprojekte von Hochschulen und wissenschaftlichen
Instituten. Das Unternehmen stellt dafür Informationstechnologie und
Services zur Verfügung, um die Forschungsarbeit auf einem gemeinsamen
Interessensgebiet voranzubringen und den Wissenstransfer zwischen den
jeweiligen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen auszubauen.
Für Nachfragen:
Prof. Dr. Wolfgang Rosenstiel
Wilhelm-Schickard-Institut für Informatik
Technische Informatik
Sand 13
72076 Tübingen
Tel.: (07071) 29-75482
E-Mail: wolfgang.rosenstiel@uni-tuebingen.de
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