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Tipps zum Studium |
(bis zur Zwischenprüfung)
Wie funktioniert das denn nun mit dem Studieren? Wie stellt
mensch einen sinnvollen Studienplan zusammen, welche Leistungsnachweise sind
nötig und welche Prüfungen erwarten einem im Grundstudium? Das sind die Fragen,
zu denen wir im Folgenden ein paar grundlegende Infos zusammengestellt haben,
damit der Sprung ins kalte Wasser nicht mit einem Krampf endet. Die Tipps gelten
dabei im Grunde für alle Abschlüsse, sind jedoch im Detail auf den - am häufigsten
studierten - Diplom-studiengang zugeschnitten. Die Abweichungen für den Magister-Studiengang
werden nochmals gesondert aufgeführt.
1. Scheine![]()
Scheine sind "Leistungsnachweise". Sie können in der Regel nur in Seminaren
erworben werden. Du erhältst den Schein normalerweise nach gehaltenem Referat
und/oder Hausarbeit. Manchmal kann mensch ihn auch aufgrund einer bestandenen
Klausur bekommen. Die DozentInnen klären die Fragen des Scheinerwerbs in der
ersten Sitzung eines Seminars. Ob Referate abgesprochen werden müssen oder für
den Schein schriftlich ausgearbeitet sein sollen usw. erfährst du hoffentlich
dort - wenn nicht, darfst du den Damen und Herren DozentInnen ruhig Dampf machen:
frag bei dem zuständigen Menschen nach! Sie sind verpflichtet, das Nötige zu
sagen. Oft sind sie auch erstaunlich kooperativ!
Um zur
Vordiplomprüfung zugelassen zu werden, werden insgesamt sieben oder acht Scheine
(je nach Beifach, s.u.) benötigt: Fünf aus dem Bereich Erziehungswissenschaft,
einer aus einem der beiden Beifächer Soziologie und Psychologie und ein Schein
als Nachweis des Grundpraktikums.
Die Scheine im Überblick
Fünf Scheine in
Erziehungswissenschaft:
Es müssen 5 Scheine aus 5 verschiedenen Bereichen vorgelegt werden. Im kommentierten
Vorlesungsverzeichnis sind die (fürs Grundstudium vorgesehenen) Proseminare
unter der Überschrift "Grundstudium" zu finden. Die Zugehörigkeit einer Veranstaltung
zu einem der 5 'Modulen' ist mit den Abkürzungen M1-M5 gekennzeichnet.
Im Einzelnen stehen die Abkürzungen für:
|
M1 |
Theoretische Pädagogik |
|
M2 |
Kontexte der Pädagogik |
|
M3 |
Praktische Pädagogik (Hier ist vor allem das Seminar Theorie-Praxis-Studium (TPS) zu empfehlen) |
|
M4 |
Forschen und Erkennen in der Erziehungswissenschaft |
|
M5 |
Rechtsfragen der Erziehung und Bildung |
Außerdem gibt's noch ein vorgeordnetes Modul (V-M). Darunter fallen alle Veranstaltungen, die den Einstieg ins Studium erleichtern sollen. Insofern ist ihr Besuch sicherlich empfehlenswert, einen Leistungsnachweis aus diesem Bereich braucht ihr jedoch nicht.
Ein Schein aus
Psychologie oder zwei Scheine aus Soziologie:
Beifächer sind Soziologie und Psychologie. Eines davon wird schwerpunktmäßig
im Grund-, das andere im Hauptstudium studiert. Wie die anderen Scheine wird
auch der Schein aus dem Beifach in einem Proseminar, aber eben bei den SoziologInnen
bzw. den PsychologInnen (bzw. bei der Pädagogischen Psychologie an unserem Institut)
erworben. Wer Psychologie im Grundstudium wählt, muss lediglich einen Schein
erwerben, um zur mündlichen Vordiplomsprüfung zugelassen werden zu können. Für
Soziologie müssen zwei Scheine erworben werden, wobei einer aus dem Seminar
"Einführung in die Soziologie" sein muss. Dafür entfällt die mündliche Prüfung
im Vordiplom. Sowas nennt sich dann studienbegleitende Prüfungsleistungen, da
diese beiden Scheine gleichzeitig als Prüfung zählen und ihr Mittelwert die
Vordiplomsnote für Soziologie ergibt. (Genau das Gleiche gilt übrigens im Hauptstudium
und dem Diplom.)
Der
Praktikumsschein:
Außerdem muss ein 8-wöchiges Praktikum abgeleistet werden oder mindestens
ein halbjähriges bereits absolviert sein (Soziales Jahr/Zivildienst o.ä.). Ob
das bereits geleistete soziale Jahr oder der Zivildienst vom Institut als Praktikum
anerkannt wird, muss mit dem jeweils zuständigem Menschen im Praktikumsbüro
(z.Z. Eberhard Bolay und Bettina Bartenbach) abgesprochen werden. Und auch hier
gibt es einen Schein, den du erhältst, wenn du einen entsprechenden Praktikumsbericht
abgegeben hast.
2. Semesterwochenstunden (SWS)![]()
Die Sache mit den sogenannten Semesterwochenstunden erscheint zwar höchst kompliziert,
ist aber wirklich nur halb so wild wie es klingt. Die Semesterwochenstunden
lassen sich errechnen, indem man die für die Studienveranstaltungen aufgewendete
Zeit zusammenrechnet. Im Vorlesungsverzeichnis steht hinter jeder Veranstaltung
das Kürzel ZA (= Zeitaufwand) und dann die anrechenbare Zahl der Stunden. Besucht
mensch also in einem Semester 7 Veranstaltungen (Vorlesungen/ Seminare/ Tutorien)
à 2 Stunden, kommt er/sie auf 14 Semesterwochenstunden in diesem Semester und
im Lauf des gesamtem Studiums auf eine ganze Menge...
Wenn jemand unbedingt 30 Stunden in der Woche
Veranstaltungen besuchen will, kann er/sie das natürlich tun. Der Großteil der
Studierenden belegt jedoch (sinnvollerweise!) 10 bis 20 SWS.
3. "Orientierungsprüfung"
Dank der letzten
Änderung des Universitätsgesetzes gibt es nun an allen Universitätsstudiengängen
in Baden-Württemberg eine sog. Orientierungsprüfung nach dem zweiten Semester.
Im Fach Pädagogik handelt es sich dabei allerdings um gar keine Prüfung im
engeren Sinne - Ihr müsst lediglich am Ende des zweiten Semesters zwei
entsprechend gekennzeichnete Scheine aus den Modulen M1-M4 dem Prüfungsamt
vorlegen. Wichtig: Das sind keine zusätzlichen Scheine, sondern zwei, die Ihr
ohnehin machen müsst. Und falls Ihr das nicht schafft, könnt Ihr auch einen der
beiden Scheine im dritten Semester nachreichen. Inwieweit diese neue Regelung
wirklich die versprochene Orientierung bietet, könnt Ihr ja am besten selbst
beurteilen und bei Lust und Laune gerne auch der Fachschaft zurückmelden.
4. Vordiplomprüfung![]()
Die Vordiplomprüfung
beschließt dein Grundstudium und ist sozusagen die Tür, die vom Grund- ins
Hauptstudium führt. Das ist zunächst natürlich noch lange hin und du brauchst
dir darübe im ersten Semester nicht den Kopf zu zerbrechen. Schließlich gibt es
zu Beginn des dritten Semesters auch nochmal eine ausführliche
Informationsveranstaltung dazu. Damit du dir trotzdem schon ein Ziel vor Augen
ausmalen kannst, sei hier kurz der Prüfungsablauf beschrieben. Die Prüfung
besteht aus zwei Teilen: Einer Prüfung im Bereich der Erziehungswissenschaft und
einer im gewählten Beifach (Soziologie oder Psychologie):
Die Prüfung im
Bereich der Erziehungswissenschaft:
Die Prüfung in
der Erziehungswissenschaft besteht wiederum aus zwei Teilen: einer mündlichen
Prüfung von ca. 30 Minuten (im Bereich Allgemeine Pädagogik) und einer
schriftlichen Hausarbeit. Letztere darf in der Regel bei allen Lehrenden am
Institut geschrieben werden (wobei sie letztlich doch immer wieder von einem
Prof betreut werden muss). Die mündliche Prüfung darf nur von einer/-m
ProfessorIn (z.B. Liegle, Heiner, Treptow) oder einer anderen
prüfungsberechtigten Person (z.B. Bolay) abgenommen werden. Du musst deine
mündliche Prüfung bei der jeweiligen Person (so ungefähr) sechs Monate vorher
anmelden. In der Prüfung selber werden zwei Themen aus unterschiedlichen Modulen
(M1-M4) geprüft. Eines davon muss im Bereich M1 liegen. Das andere darf nicht
aus dem Bereich sein, in dem schon die Hausarbeit geschrieben wurde.
Die Prüfung im
Beifach:
Die Prüfung findet in dem Fach statt, in dem
du auch einen Schein im Grundstudium erworben hast. Relevante Einschränkungen
der PrüferInnen gibt es nicht. Im Beifach Psychologie ist die Prüfung mündlich,
dauert 30 Minuten und umfasst in der Regel zwei eingegrenzte Themengebiete. Für
Soziologie entfällt die mündliche Prüfung, da du - wie oben schon gesagt - die
Prüfungsleistung bereits studienbegleitend in Form der beiden gemachten Scheine
erbracht hast. Die Vordiplomnote ergibt sich in diesem Fall aus dem Mittelwert
dieser beiden Scheine.
Wichtig!!
lle
mündlichen Prüfungen können in einer Gruppe von bis zu drei TeilnehmerInnen
abgelegt werden. Bei den mündlichen Prüfungen erhöht sich allerdings die
Prüfungsdauer auf 45-60, allerhöchstens 90 Minuten.
Offiziell sollten die Prüfungen vor Beginn der Vorlesungszeit des fünften Semesters abgeschlossen sein. Sind sie dies nicht, so bist du praktisch einmal durchgefallen, was allerdings keine Probleme schafft. Die nicht-offizielle Praxis am Institut sieht deshalb oft so aus, dass viele die Prüfungen erst am Ende des fünften Semesters abschließen, weil sie diesen späteren Zeitpunkt als geeigneter empfinden. Ein möglicher Ablauf wäre folgender:
Natürlich entscheidet jedeR aus anderen Gründen, wann er/sie die Prüfung machen will - wir wollen hier nur etwas die Panik reduzieren, die oft entsteht, wenn es plötzlich im dritten Semester heißt, dass innerhalb eines halben Jahres die Prüfung absolviert werden muss.

5. Magister![]()
Für Magisterstudierende - eine Minderheit am IfE - ist alles
ein bißchen anders:
Hauptfach
Pädagogik:
Hauptfachstudierende haben lediglich vier
Leistungsnachweise in M1-M4 sowie den Praktikumsschein nachzuweisen. Der Schein
aus dem Bereich M5 (Recht), sowie die Beifächer entfallen. Außerdem müssen sie -
wie die Diplomleute bei der Vordiplom-prüfung - eine Hausarbeit anfertigen. Die
mündlichen Prüfungen dagegen entfallen.
Nebenfach
Pädagogik:
NebenfachlerInnen haben lediglich die vier
unter M1-M4 genannten Leistungsnachweise zu erbringen, weder muss ein Schein aus
dem Bereich M5 (Recht), noch ein Praktikumsschein erworben werden (Beifach
entfällt natürlich ebenso). Bei Erfüllung dieser Voraussetzungen gilt die
Zwischenprüfung als abgeschlossen. Sowohl schriftliche als auch mündliche
Prüfungen entfallen hier.


Trotz Protest der Studierenden ist das Studium in Baden-Württemberg seit dem 24.04.1997 nicht mehr gebührenfrei. Die Landesregierung hat den Ausbildungswert über den Daumen gepeilt auf 511,29 Euro geschätzt, und verlangt deshalb genau so viel pro Semester von den Studierenden, die ihr Bildungsguthaben aufgebraucht haben. Das Bildungsguthaben wiederum kommt als Geschenk des Landes daher, damit 'ordentliche' Studierende nicht unnötig geschröpft werden. Konkret: Wer in der durch das Bildungsguthaben vordefinierten Zeit fertig studiert, braucht nix zu zahlen. Für die eigene Studienplanung ist es deshalb sinnvoll zu wissen, wie sich das eigene Bildungsguthaben berechnet - schließlich will ein Bundesland- und Hochschulwechsel ja rechtzeitig geplant sein.
Berechnung des Bildungsguthabens:
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Gebührenbefreiung erhalten Studis:
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