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Universitätsstruktur

Gremien: ein Überblick
Wer regiert die Uni?
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Fachschaftsräte-Vollversammlung

 

Gremien: ein Überblick
über die autonomen und die offiziellen Strukturen der Ernst-Bloch-Uni

Organigramm der Universitätsstrukturen


Wer regiert die Uni? (zurück)

Demokratie! Unsere Universität ist demokratisch! Das ist so, da kann mensch gar nichts machen. Und um sich das selbst zu beweisen, dürfen alle, alle, alle Menschen, die an dieser Universität arbeiten, auch immer wieder mal an die Wahlurnen treten. ProfessorInnen, wissenschaftliche MitarbeiterInnen und nichtwissenschaftliche MitarbeiterInnen wählen ihre VertreterInnen in den Senat und den Fakultätsrat alle 2 Jahre. Daß StudentInnen das sogar jedes Jahr dürfen, kann wohl als Beweis dafür gelten, daß die Universität um das demokratische Bewußtsein ihrer Schützlinge besonders bemüht ist.

Uniwahlen(zurück)
Jeweils Mitte Juni geht's also höllisch ab - oder auch nicht... - Die Wahlbeteiligungen der einzelnen Gruppen geben deren Einflußmöglichkeiten auf die universitären Entscheidungen tendenziell proportional wieder: 71,03% bei den Profs, 23,89% bei den MittelbaulerInnen, 29,95% bei den "Nichtwissenschaftlichen" und 13,29% bei den Studierenden (so bei den Wahlen im Juni 2000). Über 70% Beteiligung bei den Profs, keine 15% bei den Studis - oder eben anders, nach Einflußmöglichkeiten ausgedrückt: Es sitzen sich gegenüber...

Das alles soll undemokratisch sein? Ist es natürlich nicht, denn wie belieben ProfessorInnen, darauf angesprochen, gerne zu sagen: "Es zählt nicht die Anzahl der Sitze, sondern die Kraft des guten Argumentes." Das gleiche gilt auch für den vor zwei Jahren neu eingerichteten sog. Hochschulrat, der seither die "Verantwortung trägt für die Entwicklung unserer Uni", sowie "das Rektorat kontrolliert". Um der Demokratie in der Uni vollends auf die Sprünge zu helfen, sitzen in diesem Gremium neben den 7 'universumpften' Mitgliedern noch sechs Demokratie-ExpertInnen (z.B. seine Baden-Württembergische Majestät oder hochrangige Persönlichkeiten aus der Wirtschaft).

Warum StudentInnen trotzdem wählen
Natürlich wäre es für uns als FachschaftlerInnen nur konsequent, das scheindemokratische Spiel der Uni nicht mitzumachen und die Wahlen zu boykottieren. Trauriger Effekt wäre aber, daß wir dann nicht mehr an die Gelder herankommen könnten, die wir dringend benötigen, um unsere eigene Arbeit betreiben und andere Gruppen finanziell unterstützen zu können. Also wird mit Wut im Bauch trotzdem gewählt. Zur Wahl tritt die Räte-VV als Listenverbindung der Fachschaften gegen die parteilichen Nachwuchsorganisationen der SPD (Jusos), der CDU (RCDS = Ring christlich-demokratischer Studenten) und seit einigen Jahren auch die der Grünen (GHG = Grüne Hochschulgruppe) sowie der PDS (PDS-HG) an. Der RCDS hat inzwischen Konkurrenz bekommen: in Form der JUHG (Junge Union Hochschulgruppe); die fanden den RCDS zu "links". Die sieben in den Großen Senat Gewählten plus deren StellvertreterInnen sowie die drei für den kleinen Senat gewählten Studis bilden automatisch den 15-köpfigen KastrA.

KastrA(zurück)
Von den Alliierten in der Nachkriegszeit als AStA (Allgemeiner StudentInnenausschuß) eingerichtet, ließ das Landeshochschulgesetz (LHG) 1977 in Baden-Württemberg davon nur noch einen "Kastrierten AStA" (KastrA) übrig - ohne Finanz- und Satzungsautonomie, ohne Recht auf politische Betätigung, beschränkt auf musische, sportliche und soziale Dienstleistungen für Studierende. Solch einen kastrierten AStA gibt es nur in Baden-Württemberg und Bayern.
Dementsprechend ist es den Menschen, die im KastrA und dessen Referaten arbeiten, auch nicht gestattet, politische Arbeit zu betreiben (sonst drohen Strafen; die inzwischen wieder härter werden...). Die Räte-VV versucht dennoch, diese Referate zu besetzen, um dort in ihrem Sinne zu handeln. Da die Referate mit ca. 180,- Euro monatlich bezahlt werden, die MitarbeiterInnen der Räte-VV aber ehrenamtlich tätig sind, kann ein Teil unserer politischen Arbeit durch das so gespendete Geld finanziert werden.

 


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Stand: 13.07.03