Inhalt:
1. Waffe(l)n am!
2. Studiengebührenverwendung
3. Gespräch mit Tappeser
4. Aufmunterndes von Prof. Ueding
1. Waffe(l)n am IfP!
"Boykott: Deine Waffe(l) gegen Studiengebühren"
Der Boykott ist das effektivste Mittel um uns gegen Studiengebühren
und/oder deren Ver(sch)wendung zu wehren. Wir fordern daher alle
Studierenden dazu auf, sich am Boykott zu beteiligen!
In der kommenden Woche wird es am Institut einen Informationsstand zum
aktuellen Studiengebühren-Boykott geben. Neben der Möglichkeit, Infos,
Infomaterialien und Buttons zu bekommen, werden wir auch Waffeln
verteilen, für die wir gerne eine Spende für den AK "Freie Bildung"
entgegen nehmen. Natürlich wird es auch Möglichkeit zur Diskussion, zu
Kritik und Lob im Zusammenhang mit dem Boykott oder der Fachschaft
geben. Ab nächster Woche können die Datenkontrollblätter im FS-Café
abgegeben werden.
Wir würden uns freuen, viele von euch in den nächsten Tagen am
Boykottstand am Ifp zu sehen.
2. Studiengebührenverwendung
Im neuen Jahr sollen wir zum dritten Mal Studiengeld zahlen. Eine
Verbesserung der Lehrsituation (wie von vielen Befürwortern erhofft)
ist aber nicht eingetreten. Nicht nur daher befürwortet die Fachschaft
den Boykott. Wir betreiben aber keine Fundamental-Opposition, sondern
versuchen durch unser Mitwirken in mehreren Gremien, die Verwendung der
Mittel sinnvoll zu gestalten. Wenn wir schon Geld zahlen, dann soll es
uns Studierenden auch zu Gute kommen. Hast du Vorschläge, wie dein Geld
deine Situation verbessern kann? Dann teile uns deine Ideen mit.
3. Gespräch mit Tappeser
Die Resolution aus dem letzten Semester zur dramatischen Entwicklung
unseres Institutes haben wir an einige Verantwortliche, unter anderem
Herrn Tappeser, geschickt und eine Stellungnahme erbeten. Letzte Woche
haben wir uns mit Herrn Tappeser getroffen, der ab Januar
Ministerialdirektor im Wissenschaftsministerium sein wird und bisher im
Wissenschaftsausschuss des Landtages für die CDU saß. Die Inhalte und
Ergebnisse des konstruktiven Gesprächs und den weiteren Verlauf werden
wir euch demnächst - wahrscheinlich über Aushänge im "Käschdle" -
bekanntmachen und über unsere anderen Arbeiten "mit der Resolution"
informieren.
4. Aufmunterndes Prof. Ueding
Die Nachricht, daß endlich auch wieder deutsche Studenten aufbegehren,
nach Gründen und Zwecken politischer Entscheidungen fragen und nicht
mehr alles hinnehmen, was ihnen von oben verordnet wird, hat mich
gefreut. Ich möchte Sie alle zu einer kritischen, auch wenn nötig
einer aufsässigen Haltung ermuntern. Dafür gibt es schließlich genug
Anlässe, nicht nur das Studiengeld; auch die unverantwortliche
Demontage der deutschen Universität, die den größten Teil der
Studentenschaft von der Forschung gänzlich ausschließt, die Ausbildung
verschlechtert und die Universitäten zudem der Wirtschaft ausliefert
(weshalb in Frankreich die Universitäten von den Studenten und
Studentinnen bestreikt werden!). Wir, Ihre Dozenten und Professoren,
sollten Genugtuung darüber empfinden, wenn Sie sich nicht mehr
widerstandslos jeder Zumutung beugen, denn kennzeichnend für alles
produktive Denken (und was anderes könnten wir Ihnen vermitteln
wollen?) ist sein Widerspruch zur Realität und nicht die Anpassung an
sie.
Prof. Dr. Gert Ueding, allgemeine Rhetorik