Newsletter Uni Tübingen aktuell Nr. 3/2017: Alumni Tübingen

Im Interview: Iris Epple-Righi, Vorstandsvorsitzende bei Escada

Mit einem Master of Business der Universität Tübingen in der Modewelt durchgestartet

Iris Epple. Foto: Escada
Iris Epple. Foto: Escada

Seit September 2016 ist Iris Epple-Righi als erste Frau Vorstandsvorsitzende beim Modekonzern Escada. Epple-Righi hat einen Master of Business der Universität Tübingen und startete ihre Karriere beim Kaufhaus Breuninger, wo sie in verschiedenen Positionen tätig war. Im Anschluss hatte sie verschiedene Managementpositionen beim Bekleidungskonzern Philipps-van Heusen (PVH) inne, hier besonders für die Marken Calvin Klein und Tommy Hilfiger. Das Interview führte Simona Steeger.

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrem Studium in Tübingen?

Ich erinnere mich sehr gerne an meine Zeit in Tübingen! Natürlich bedeutete die Studienzeit den Beginn der Selbstständigkeit, auf eigenen Beinen zu stehen und sich alleine zurechtzufinden – ich hatte allerdings immer noch Familie um mich, da mein Bruder und ich gemeinsam in Tübingen studierten.


Toll war natürlich, viele neue Freunde zu treffen und ganz neue Eindrücke zu sammeln, sich durch spannenden Lehrstoff mit ganz neuen Themen auseinanderzusetzen und vor allen Dingen eine ganz andere Art des Lernens – ohne strikten Stundenplan wie man das aus der Schule gewöhnt war.

Sie haben in Tübingen einen Master of Business absolviert – wollten Sie schon immer im Bereich Mode arbeiten?

Zu Beginn meines Studiums war das noch nicht wirklich klar. Das kam eher gegen Ende – meine Großmutter hatte einen kleinen Einzelhandelsladen, in dem ich als Kind viel Zeit verbracht habe. Dadurch ist wohl meine Liebe zum Einzelhandel entstanden.


Irgendwie wollte ich dann gerne eine Kombination aus Einzelhandel und Mode ausprobieren – Breuninger war da ein wunderbarer Einstieg!

Was sind Ihre Aufgaben bei Escada?

Als CEO bin ich für die Strategie und generelle Ausrichtung des Unternehmens verantwortlich – die Bereiche Design, Merchandising, Marketing und die Sales Regionen, die das Retail- und Wholesale-Geschäft auf der ganzen Welt verantworten, berichten direkt an mich und ich verbringe viel Zeit mit den jeweiligen Verantwortlichen.

Wie hat Ihre Tübinger Studienzeit Sie auf das Berufsleben vorbereitet?

Tübingen hat mir eine sehr gute Grundlage für mein Berufsleben mitgegeben – selbständiges Arbeiten, Sachverhalte ganzheitlich zu betrachten, keine Angst vor neuen unbekannten Themen zu haben und mit Selbstvertrauen immer wieder neue Dinge zu entdecken.

Was raten Sie den heutigen Studierenden im Hinblick auf Studium und Berufswahl?

Suchen Sie sich eine Aufgabe im Leben, die Sie mit Leidenschaft und Spaß ausüben! Ich glaube, Sie werden stets Ihr Bestes geben können, wenn Sie dabei Spaß haben und sie die Arbeit gerne machen! Was auch immer das am Ende sein mag.....


Verfolgen Sie Ihre Träume und geben Sie auch bei Rückschlägen nicht auf!