Newsletter Uni Tübingen aktuell Nr. 3/2017: Schwerpunkt

Auslandsaufenthalte im Rahmen der Promotion

Zwei Erfahrungsberichte

Viele Doktorandinnen und Doktoranden entscheiden sich ganz bewusst in der Forschungsphase ihrer Promotion für einen Auslandsaufenthalt oder eine Forschungsreise. Sie nutzen diese Möglichkeit zum Beispiel, um

  • zusätzliches Material für ihre Dissertation zu bekommen,
  • weitere Quellen auszuwerten,
  • Feldforschung vor Ort zu betreiben,
  • in spezialisierten Archiven, Bibliotheken oder Laboren zu arbeiten,
  • Versuche an Spezialgeräten durchzuführen,
  • in Austausch mit führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ihres Forschungsgebiets zu kommen,
  • um Netzwerke aufzubauen oder
  • die eigene akademische Karriere zu fördern.

 

Für einen solchen Aufenthalt oder eine solche Reise sind eine gute Vorbereitung und die rechtzeitige Suche nach einer Finanzierungsmöglichkeit wichtig. Unterstützung erhalten die Promovierenden in der Regel durch ihre Universität, die Promotionsbetreuerin bzw. den Promotionsbetreuer oder auch durch die Gastuniversität, die die Doktorandinnen und Doktoranden für die Dauer des Auslandsaufenthalts aufnimmt. Häufig werden solche Auslandsaufenthalte durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD oder über Drittmittel finanziert.


Maximilian von Platen hat zum Thema Auslandsaufenthalt für den Bereich outgoings eine Tübinger Doktorandin der Wirtschaftswissenschaft interviewt, die zehn Monate in Kanada war, sowie für den Bereich incomings einen PhD-Studenten aus den USA, der momentan an der Universität Tübingen forscht.

outgoing: Tübinger Promovierende, die eine Zeit lang im Ausland forschen

Tomke Augustin, Doktorandin der Wirtschaftswissenschaft an der Universität Tübingen

Tomke Augustin hat an der Universität Gießen Romanistik und Betriebswirtschaftslehre studiert. Sie ist Doktorandin am Lehrstuhl „International Business“ von Professor Dr. Markus Pudelko an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen und schreibt ihre Dissertation auf Englisch. Von Juli 2016 war sie für insgesamt zehn Monate an der der McGill University im kanadischen Montreal zu Gast.

 

incoming: internationale Promovierende, die eine Zeit lang an der Universität Tübingen forschen

Anton Kabeshkin, PhD-Student der Philosophie von der Johns Hopkins University

Anton Kabeshkin stammt aus Tscheljabinsk. In Russland studierte er Informatik, später nahm er ein Philosophie-Studium auf. Dann wechselte er in die USA und absolvierte mit einem Fulbright-Stipendium seinen Master in Philosophie an der Texas A&M University. Aktuell macht er seinen PhD in Philosophie an der Johns Hopkins University in den USA und steht kurz vor dem Abschluss. Er ist seit 29. September als Gastwissenschaftler an der Universität Tübingen und bleibt insgesamt zehn Monate hier.

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