Newsletter Uni Tübingen aktuell Nr. 2/2018: Forschung

"Make Our Planet Great Again": Förderung für deutsch-amerikanisches Forschungsprojekt

Der DAAD fördert das Projekt „Genomik und Epigenomik der Pflanzeninvasion“ mit einer Million Euro

Knöterich. Foto: By No machine-readable author provided. Migas assumed (based on copyright claims). CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons
Knöterich. Foto: By No machine-readable author provided. Migas assumed (based on copyright claims). CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

In den nächsten vier Jahren werden deutsche und US-amerikanische Biologen gemeinsam das Zusammenspiel zwischen Klimawandel, Evolution und invasiven Pflanzenarten untersuchen. Die Universität Tübingen hat Mitte Mai bekannt gegeben, dass der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) das Projekt "Genomik und Epigenomik der Pflanzeninvasion" über den Zeitraum von 2019 bis 2022 mit einer Gesamtsumme von einer Million Euro fördern will. Für dieses Projekt wird Dr. Christina Richards, Biologin und Professorin an der University of South Florida, für vier Jahre nach Tübingen kommen und eine Forschungsgruppe am Institut für Evolution und Ökologie aufbauen. Diese wird sehr eng mit dem Team von Professor Dr. Oliver Bossdorf zusammenarbeiten.

 

Das Projekt wird gefördert vom deutsch-französischen Regierungsprogramm "Make Our Planet Great Again", das die Regierungen beider Länder nach dem Pariser Klimaabkommen aufgesetzt haben.

 

Insgesamt wählte eine Expertenkommission Anfang Mai 13 Forschungsprojekte mit Sitz in Deutschland aus insgesamt 300 Bewerbungen aus.

 

"Die vielen exzellenten Bewerbungen zeigen, dass Deutschland exzellente Bedingungen für internationale Wissenschaftler bietet", sagte die Präsidentin des DAAD Professorin Margret Wintermantel. "Die ausgewählten Projekte werden einen bedeutenden Beitrag zur Erforschung des Klimas, der Energieressourcen und des Systems Erde beitragen, und sie werden außerdem wichtige internationale Forschungskooperationen aufbauen.”

 

Professorin Richards' Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Pflanzenökologische Genomik, ökologische und evolutionäre Epigenetik, Pflanzenökophysiologie, Konservierungsgenetik und Biologie des Globalen Wandels. Sie hat ihren PhD 2004 von der University of Georgia erhalten und als Postdoc an der Stony Brook University und der New York University gearbeitet. Im Jahr 2009 wurde sie als Professorin an das Department für Integrative Biologie an der University of South Florida berufen und dort 2016 zur Assoziierten Professorin ernannt.

Karl G. Rijkhoek