Geschichte der Universität Tübingen

  • 1477 Gründung mit vier Gründungsfakultäten: Theologie, Jura, Medizin, Philosophie
  • 1535/36 Gründung des Evangelischen Stifts
  • 1817 Gründung der Staatswirtschaftlichen Fakultät und der Katholisch-Theologischen Fakultät
  • 1863 Gründung der ersten Naturwissenschaftlichen Fakultät an einer deutschen Universität
  • 1979 Erstmals mehr als 20.000 Studierende
  • 1990 Gründung der Fakultät für Informatik
  • 1990 Gründung des Interdisziplinären Zentrums für Ethik in den Wissenschaften (IZEW)
  • 1999 Gründung des Zentrums für Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP)
  • 2000 Gründung des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung
  • 2007 Exzellenzcluster in der Exzellenzinitiative: „Werner Reichardt Center for Integrative Neuroscience“ (CIN)
  • 2012 Erfolg im Exzellenzwettbewerb des Bundes und der Länder mit der Graduiertenschule „Graduate School on Learning, Educational Achievement, and Life Course Development (LEAD)“, dem Exzellenzcluster „Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN)“ und dem Zukunftskonzept der Universität „Research - Relevance - Responsibility“.

 

Gründung und Namensgebung

Eberhard im Bart, Graf und später Herzog von Württemberg, setzte 1477 mit der weitsichtigen Gründung der Universität Tübingen Zeichen, denen sie sich heute noch verpflichtet weiß. Die Eberhard Karls Universität prägt das geistige Leben des Landes und trägt mit ihren international anerkannten wissenschaftlichen Leistungen zu seiner Entwicklung bei.

Der heutige offizielle Name "Eberhard Karls Universität Tübingen" wurde der Universität erst 1769 von Herzog Karl Eugen verliehen, der seinen Namen dem des Gründers hinzufügte.

Mit der Geschichte der Universität eng verflochten ist das 1536 gegründete Evangelische Stift, dem berühmte Namen Glanz verleihen: Johannes Kepler studierte hier seit 1587; Stiftler waren auch die Dichter Hölderlin, Hauff und Mörike sowie die Philosophen Hegel und Schelling.


Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erlebte die Eberhard Karls Universität Tübingen einen beeindruckenden wissenschaftlichen Aufschwung und wurde mit bedeutenden Professoren über die Grenzen Württembergs hinaus bekannt. Nachdem 1817 zu den vier Gründungs-Fakultäten eine katholisch-theologische und eine staatswirtschaftliche hinzugetreten waren, erhielt Tübingen als erste deutsche Universität 1863 eine eigene naturwissenschaftliche Fakultät. Die erste Universitätsklinik wurde 1805 in der Alten Burse eingerichtet, in dem ältesten, heute noch genutzten Gebäude der Universität (1478 erbaut).

Mehr Informationen

... zur Geschichte der Eberhard Karls Universität gibt es beim Universitätsarchiv Tübingen (UAT)

 

Arbeitskreis "Universität im Nationalsozialismus"