Japanologie

Lehre Klaus Antoni

Sommersemester 2018:

Hauptseminar „Von Ise nach Izumo – Heilige Orte Japans“
Donnerstag, 14 - 16, Raum 7

Das Seminar befasst sich mit der Frage, welche Rolle Heilige Orte in der japanischen Religionsgeschichte spielen. Von den traditionellen Schreinen und Tempeln des Landes über heilige Berge, Inseln und andere Örtlichkeiten bis hin zu ganz aktuellen Formen, wie den sog. power spots, kommt der Verortung des Religiösen in Japan eine grundlegende Bedeutung zu. Es sollen zunächst die wesentlichen Orte insbesondere der Shintô-Tradition, beginnend mit den großen Schreinen des Landes, näher betrachtet werden, um dann auf einer konzeptionell-vergleichenden Ebene dem Problem des „Heiligen“ im Kontext seiner räumlichen Dimension näher zu kommen. Das Seminar beinhaltet eine Quellenlektüre klassischer (bungo) Texte, kann jedoch auch ohne eine derartige Grundlage besucht werden.

Hauptseminar: Das andere Japan – Minderheiten, Grenzen, Peripherien “, Donnerstag 16 – 18, Raum 7

Die Selbst- und Fremdwahrnehmung Japans postuliert häufig eine ethnische, kulturelle und gesellschaftliche Homogenität, die sich jedoch bei näherer Betrachtung oft als ein ideologisches Konstrukt erweist, welches dem historisch-kritischen Befund kaum standhalten kann. Sowohl in Geschichte als auch Gegenwart zeigen sich Kultur und Gesellschaft Japans, die einem ständigen Wandel unterworfen sind, in deutlich heterogenerer und vielfältigerer Gestalt als es das Postulat der japanischen Homogenität erwarten ließe. Das Seminar wird sich in diesem Kontext insbesondere mit Fragen der japanischen Migration (Immigration und Emigration) und kulturellen Peripherie(n) befassen, um so einen realistischeren Blick auf das „andere“ Japan zu erhalten.

Übung: „Kulturgeschichte Japans (für Hauptfach)“ Mo, 14-16, R 2.10

Im Anschluss an die Übung zur Geschichte Japans im vergangenen Semester befasst sich diese Übung mit ausgewählten Themen der japanischen Kulturgeschichte. Insbesondere aus dem Blickwinkel japanologischer Forschungen zu Volkskunde, Literatur, Erzählforschung, Regionalkultur und Architektur Japans werden dabei auch grundlegende Fragen zu Klischee und Wirklichkeit „der“ japanischen Kultur thematisiert. Die Auseinandersetzung mit generellen Kulturtheorien sowie allgemeinen Theorien zur japanischen Kultur zu Beginn der Übung soll dafür eine hilfreiche methodische Grundlage bieten.

„Kulturwissenschaftliches Kolloquium“ Mo, 16-18 u. Fr 9 – 10

Dieses Kolloquium richtet sich v. a. an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich in der konkreten Vorbereitungsphase für ihren Master- oder Doktorabschluss befinden, jedoch haben auch Studierende in der Abschlussphase ihres BA-Studiums die Möglichkeit zur Teilnahme. Neben der Behandlung allgemeiner und theoretischer Fragen (Wissenschaftsmethodik, Quellenkunde, Daten-Recherche etc.) ist insbesondere die Gelegenheit zur Vorstellung und konstruktiven Besprechung jeweils individueller Projekte gegeben.