Dr. phil. Ulrich Theobald (MBA) 田宇利

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Abteilung für Sinologie und Koreanistik, Sektion Sinologie

 

Akademischer Werdegang

  • seit 2017 Wissenschaftlicher Angestellter an der Abteilung für Sinologie und Koreanistik, Tübingen
  • Mär-Jul 2015 Professurvertretung am Lehrstuhl Geschichte und Gesellschaft Chinas, Geschäftsführender Direktor der Abteilung
  • 2011 Dr. phil. Universität Tübingen
  • 2003-2017 Wissenschaftlicher Angestellter am Lehrstuhl für Geschichte und Gesellschaft Chinas, Abteilung für Sinologie und Koreanistik, Tübingen
  • 2005-2016 Lehrkraft am Leibniz-Kolleg, Tübingen
  • 2002 MBA International Marketing, FH Reutlingen
  • 2000 MA Sinologie, Politik, Neuere Geschichte, Universität Tübingen

 

Forschungsschwerpunkte

Wirtschaft, Militär und Verwaltungsgeschichte im spätkaiserlichen China waren die Schwerpunkte von Ulrich Theobalds Projekt The Second Jinchuan Campaign (1771-1776): Economic, Social and Political Aspects of an Important Qing Period Border War (2013). Das daraus hervorgegangene Buch ist die detaillierteste Studie der Finanzierung und Organisation eines der großen Eroberungskriege der Qing-Zeit. Das Projekt wurde im Rahmen der internationalen Forschungsgruppe „Monies, Markets, and Finance in China and East Asia, 1600-1900“ durchgeführt (gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft). In einem neueren Projekt untersucht Theobald die Auswirkung des Ämterverkaufs im 18./19. Jahrhundert auf die Beschäftigungsstruktur der Prüfungsabsolventen, die sich immer mehr in eine Situation als „ewige Praktikanten“ gedrängt sahen. Als eine der wenigen Studien überhaupt beschäftigt sich “Administrative Military Law in Late Imperial China: Accounting (Junxu zeli 軍需則例) and Production of Weapons and the Managing of Arsenals (Junqi zeli 軍器則例)” mit dem besonderen juristischen Genre der Verwaltungsvorschriften (zeli). Zurzeit ist ein Projekt zu Jiang Fangzhens 蔣方震 (1882-1938) Caibing jihua shu 裁兵計畫書 (1923) in Arbeit, ein Buch, das auf dem Höhepunkt der Warlord-Kriege Empfehlungen zur Abrüstung bot und ein föderatives System von "Vereinigten Provinzen" vorschlug.

 

Wichtigste Publikationen

Herausgeber der Bücher Money in Asia (1200 -1900): Small Currencies in Social and Political Contexts (mit Jane K. Leonard; Brill 2015) und Southwest China in Regional and Global Perspectives (c. 1600 - 1911): Metals, Transport, Trade and Society (mit Cao Jin; Brill 2017), und Autor von War Finance and Logistics in Late Imperial China: A Study of the Second Jinchuan Campaign (Brill 2013), sowie mehreren Artikeln zur Geldgeschichte, Beschäftigung, Sold und Korruption im spätkaiserlichen Militär, Maßen und Gewichten, sowie zu Kaiserinnen in China, Musiktheorie und zur Geschichte der Energie im traditionellen China. Ein Buch zur Geschichte der Buchkatalogisierung in China ist in Arbeit.

 

Weitere Aktivitäten

Ulrich Theobald ist der Herausgeber und Autor der mehr als 3.000 Artikel von ChinaKnowledge.de, einer weltbekannten Online-Enzyklopädie zur chinesischen Geschichte, Literatur, Philosophie und Kunst. Von 2014-2016 war er Mitherausgeber der Zeitschrift East Asian Science, Technology, and Medicine. 2008 begründete er mit einem Sprachkurs die Tübinger Studien zur mandschurischen Sprache und Literatur.

Ulrich Theobald

Universität Tübingen

Abteilung Sinologie und Koreanistik

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72074 Tübingen

 

Raum 36
Sprechstunde: Di, Do 14-16

 

Tel. 07071-29-72709

 

Email

 

Lebenslauf

Publikationen

Lehre

Forschung

Studienberatung

M.A. Sinologie/Chinese Studies (allgemeine Beratung), Transcripts of Record B.A.-, B.Ed./M.Ed.- und M.A., Einstufungen bei Orts- und Studienfachwechseln, Organisation Auslandsstudium im M.A.