Allgemeine Infos

Das Philosophische Seminar (seit Oktober 2010 ein Teil der Philosophischen Fakultät) zeichnete sich lange durch eine Konzentration auf klassische Themen der abendländischen Philosophie aus. Sieht man auf das heutige Bild, so setzt sich einerseits diese Tradition fort, andererseits gibt es zusätzlich eine neue Schwerpunktbildung in der Philosophie des 20. Jahrhunderts: Demgemäß finden sich in der Lehre und Forschung nicht nur die Philosophie der Antike, die des Deutschen Idealismus und die Praktische Philosophie von Klassikern, sondern auch moderne Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie sowie Philosophie des Geistes und Sprachphilosophie.

 

Damit deckt das Seminar wichtige Hauptströmungen von hermeneutisch-exegetischer Philosophie der Tradition einerseits und logisch-analytischer Philosophie der Moderne andererseits ab. Zu Gebieten in der Lehre gehören demgemäß vielfältige klassische Themen wie Platons Ideenlehre, Aristoteles Theorie des Guten, Thomas von Aquins Erkenntnistheorie, Descartes Metaphysik, Humes Theorie des Geistes, Kants Erkenntnistheorie, Ehtik und Ästhetik, Fichtes Theorie des Selbstbewusstseins, die Hermeneutik Gadamers und Heideggers, Wittgensteins Sprachphilosophie. Aber auch die systematischen Forschungsgebiete der Gegenwart sind umfassend vertreten mit Themen wie Bewusstseinstheorien, Selbstbewusstseinsforschung, Wahrnehmungstheorien, Wissen und Wahrheit, Erkenntnis und Skepsis, Wissenschaftstheorie, Naturphilosophie, Angewandte Ethik, Bioethik, Medizinische Ethik, Politische Philosophie (Gerechtigkeitstheorien), Ästhetik.

 

Dies illustriert die Vielfalt, die Lebendigkeit und die Offenheit des Philosophischen Seminars in seiner gegenwärtigen Gestalt. Diese Vielfalt wird von den Lehrenden des Philosophischen Seminars sowie den koopertierten Kollegen gemeinsam getragen.