Prof. Dr. Tanja Thomas

 Prof. Dr. Tanja Thomas ist Professorin für Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Transformationen der Medienkultur.

 

Universität Tübingen

Medienwissenschaft

Wilhelmstr. 50

72074 Tübingen

Raum 217

 

Tel.: 0049 (0) 7071 29-76816

tanja.thomas[at]uni-tuebingen.de

Sprechstunde im Wintersemester 2016/17

Mittwochs, 12:30 - 14:00h

oder nach Vereinbarung (auch telefonisch)


Um Voranmeldung wird gebeten (per Mail bei Barbara Carl-Mast und Prof. Dr. Tanja Thomas)

 

Bitte teilen Sie mit der Anmeldung zur Sprechstunde Ihr Anliegen mit (z.B. Vorbesprechung Referat, Rücksprache Hausarbeit, Planung der Abschlussarbeit Bachelor/Master,...).
Hilfreich ist zudem die Zusendung z.B. eines Handouts oder eines Kurzexposés, möglichst drei Tage vor dem Sprechstundentermin. So können Sie den Termin besonders gewinnbringend nutzen.

 

Aktuelles am Lehrstuhl für Transformationen der Medienkultur

 

Die Nachschreibklausur zur Vorlesung G2 findet am Dienstag, 04. Oktober 2016, um 09:00 Uhr im Hörsaal 22 des Kupferbaus statt.


Im Sommersemester 2016 findet donnerstags von 14 bis 16 Uhr (HS 037, Brechtbau, Wilhelmstraße 50) die Vorlesungsreihe "Anerkennung und Sichtbarkeit in Medienkulturen" statt, organisiert in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Nachwuchsforscher*innengruppe "Transkulturelle Öffentlichkeiten und Solidarisierung in gegenwärtigen Medienkulturen", mehr


Wir freuen uns mit Dr. Miriam Stehling über die Auszeichnung des Bremer Studienpreises für ihre herausragende Dissertation. Der Preis wurde ihr im Rahmen einer Festveranstaltung im Bremer Rathaus am 29. Februar verliehen. Wir möchten ihr herzlich gratulieren!


 

 

Explorationsprojekt „Rechte Gewalt und Erinnerungsarbeit in Deutschland“ startet im Dezember 2016

 

Rechte Gewalt stellt seit vielen Jahrzehnten ein zentrales Problem in der deutschen Gesellschaft dar. Sie tritt in verschiedenen Formen auf – in Gestalt rassistischer Pogrome wie zu Beginn der 1990er Jahre in Rostock und Hoyerswerda, als systematischer Serienmord wie in Gestalt des NSU, als bewusst eingesetztes Mittel des Terrors oder als situative Eskalation.

 

Im Mittelpunkt des aus Mitteln der DFG (ZUK 63) als ‚Starterprojekt’ geförderten Vorhabens steht in der ersten Phase die Konstituierung einer interdisziplinären Forscher*innengruppe:

Diese richtet ihr Interesse darauf, erstens die Formen (Thematisierungs-/Problematisierungsschwerpunkte, Erzählweisen etc.) der Bearbeitung der Erfahrungen rechter Gewalt zu untersuchen; zweitens die Produktion solcher Angebote (Beteiligungsstrukturen, Ressourcen, Herstellungsweisen von Bildern, Texten, politischer Präsenz etc.) zu analysieren; drittens die Rezeption solcher Deutungsangebote zu erforschen, um die Aushandlungen der Bedeutungen hinsichtlich ihrer Potenziale zur Unterstützung einer demokratisch getragenen Einwanderungsgesellschaft zu rekonstruieren.

 

Das geplante Projekt und die Mitwirkenden folgen Ansätze partizipatorischen Forschens und machen es sich zur Aufgabe, die verdrängten Erinnerungen einer Vielzahl von Menschen an die Erfahrungen rechter Gewalt als Teil der politischen Kultur zu thematisieren und einen Beitrag zu einer gegenwartsbezogenen Aufarbeitung von Geschichte und Lebensrealitäten in Deutschland zu leisten.

 

Das Projekt fußt auf einer Kooperation mit Prof. Dr. Fabian Virchow. Bei Interesse richten Sie Ihre Nachfragen zum Projekt an tanja.thomas[at]uni-tuebingen.de oder Fabian.Virchow[at]hs-duesseldorf.de

 

 

 

Das Profil

Zu Forschungsschwerpunkten und zentralen Themengebieten von Tanja Thomas gehören (Kritische) Medien-, Kommunikations- und Kulturtheorien, Mediensoziologie, Feministische Medien- und Kommunikationswissenschaft; Cultural (Media) Studies, Transkulturelle Medienkommunikation und Medienforschung.

In ihren aktuellen Forschungsprojekten beschäftigt sich Tanja Thomas mit der Weiterentwicklung kultur- und gesellschaftstheoretisch fundierter Medien- und Kommunikationstheorien und widmet sich insbesondere der Analyse von Prozessen der Transmedialisierung und Transkulturalisierung in gegenwärtigen Medienkulturen. Die Forschung zielt beispielsweise darauf, Potenziale dezentraler Kommunikation und translokaler bzw. transkultureller Handlungsfähigkeit qua Medien und Medienhandeln zu untersuchen. So lassen sich u.a. Fragen danach diskutieren, wie sich in solchen Konfigurationen transkulturelle Öffentlichkeiten erzeugen, Anerkennung erreichen und Solidarisierungsprozesse auslösen lassen, die zu sozialen Transformationen einen Beitrag leisten können.

Tanja Thomas leitet die von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Nachwuchsforscher*innengruppe „Transkulturelle Öffentlichkeiten und Solidarisierung in Medienkulturen.“

Curriculum Vitae

Tanja Thomas studierte Bildende Kunst und Kunsterziehung sowie Germanistik in Saarbrücken, Medienwissenschaft/Medienpraxis in Tübingen (als Stipendiatin der Fazit-Stiftung) sowie ‚Migration’ im Rahmen der International Women’s University. Als Stipendiatin der Hans Böckler Stiftung promovierte sie in Tübingen mit der Arbeit „Deutsch-Stunden. Zur Konstruktion nationaler Identität im Fernsehtalk“. Danach lehrte und forschte sie als Mitarbeiterin an der Technischen Universität Ilmenau und trat im Jahr 2004 eine Juniorprofessur für Kommunikationswissenschaft und Medienkultur in Lüneburg an. Während dieser Zeit wurde sie zweimal mit einem Lehrpreis sowie mit einem Preis als Nachwuchsforscherin ausgezeichnet. Nach Vertretung einer Professur für Mediensoziologie in Gießen wurde sie 2012 zur Universitätsprofessorin in Lüneburg ernannt. Zuletzt war sie als Professorin für Kommunikations- und Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt vergleichende Kulturanalyse in Bremen tätig. Im Rahmen von Fellowships und Gastaufenthalten hat Tanja Thomas u.a. in Salzburg, Peking und New York geforscht.

Sonstige (medien-)wissenschaftliche Aktivitäten

  • Tätigkeiten als Gutachterin für verschiedene Drittmittelgeber sowie universitäre Forschungsförderung, Fachgesellschaften (z.B. IAMCR, ECREA, DGPuK), Zeitschriften (z.B. Communications – The European Journal of Communication Research)
  • Vertrauensdozentin der Hans Böckler Stiftung
  • Mitherausgeberin der Feministischen Studien (peer reviewed) & Mitglied der Blogredaktion (http://blog.feministische-studien.de/)         
  • Herausgeberin der Publikationsreihe ‚Critical Studies in Media and Communication‘ im transcript-Verlag, Bielefeld
  • Langjährige Fachgruppensprecherin der Fachgruppe Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht in der DGPuK
  • Mehrfach Mitglied in der Jury des Zeitschriftenpreises der DGPuK, Mitglied in der Jury zur Vergabe des Theoriepreises der DGPuK
  • Mitglied im Beraterkreis der Zeitschrift Medien & Kommunikationswissenschaft, http://www.m-und-k.nomos.de 
  • Mitglied im Editorial Board der Zeitschrift „Pop. Kultur und Kritik“ 
  • Mitglied des International Advisory Board der Zeitschrift Medien Journal - Zeitschrift für Medien- und Kommunikationsforschung, http://www.ogk.at/medienjournal/

Abgeschlossene drittmittelgeförderte Forschungsprojekte

Projekttitel:  

„Das Unwort erklärt die Untat“. Die Berichterstattung über die NSU-Morde – eine Medienkritik (die Publikation zum Projekt ist als Download verfügbar unter www.otto-brenner-shop.de/publikationen/obs-arbeitshefte/)

Fördernehmer:

Tanja Thomas, Fabian Virchow (FH Düsseldorf), Elke Grittmann (Leuphana Universität Lüneburg)

Mitarbeiterinnen:

Ronja Röckemann, Dr. Derya Gür-Şeker

Gefördert durch:

Otto Brenner Stiftung

Die wichtigsten Publikationen

  • Thomas, Tanja/Merle-Marie Kruse (2015): Cultural Studies. In: International Encyclopedia of Political Communication. Edited by Gianpietro Mazzoleni, and Kevin Barnhurst, Ken’ichi Ikeda, Rousiley Maia, Hartmut Wessler. Wiley-Blackwell, i.E.
  • Thomas, Tanja (2013): Feministische Medien- und Kommunikationswissenschaft. Positionen zu Gesellschaftskritik, Erkenntniskritik und Emanzipationsvision. In: Karmasin, Matthias/ Matthias Rath/ Barbara Thomaß (Hrsg.): Normativität in der Kommunikationswissenschaft, 397-420.
  • Thomas, Tanja (2012): Zwischen Konformität und Widerständigkeit: Populärkultur als Vergesellschaftungsmodus. In: Villa Paula-Irene et al. (Hrsg.): Banale Kämpfe. Sozial- und kulturwissenschaftliche Perspektiven auf Geschlechterverhältnisse in der Populärkultur. Wiesbaden: VS, 211-228.
  • Thiele, Martina/Tanja Thomas/Fabian Virchow (Hrsg.)(2010): Medien – Krieg – Geschlecht: Affirmationen und Irritationen sozialer Ordnungen. Wiesbaden: VS.
  • Thomas, Tanja (2010): Lifestyle-TV – Critical Attitudes towards „Banal” Programming. In: Van Bauwel, Sofie/Nico Carpentier (eds.): Trans-Reality Television. The transgression of reality, genre, politics and audience in Reality TV, Lexington: MA: Lexington Books, 275-296
  • Hepp, Andreas/Friedrich Krotz/Tanja Thomas (Hrsg.)(2009): Schlüsselwerke der Cultural Studies. Wiesbaden: VS.

  • Schubart, Rikke/Fabian Virchow/Tanja Thomas/Debra White-Stanley (eds.)(2009): War isn’t hell, it’s entertainment. Essays on Visual Media and the Representation of Conflict. Jefferson: McFarland.
  • Thomas, Tanja (Hrsg.)(2008): Medienkultur und soziales Handeln. Wiesbaden: VS.
  • Wischermann, Ulla/Tanja Thomas (Hrsg.)(2008): Medien – Diversität – Ungleichheit. Zur medialen Konstruktion sozialer Differenz. Wiesbaden: VS.
  • Thomas, Tanja/Fabian Virchow (Hrsg.)(2006): Banal Militarism. Zur Veralltäglichung des Militärischen im Zivilen. Bielefeld: transcript.

Vollständige Publikationsliste als PDF-Datei