Prof. Dr. Tanja Thomas

 Prof. Dr. Tanja Thomas ist Professorin für Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Transformationen der Medienkultur.

 

Universität Tübingen

Medienwissenschaft

Wilhelmstr. 50

72074 Tübingen

Raum 217

 

Tel.: 0049 (0) 7071 29-76816

tanja.thomas[at]uni-tuebingen.de

Sprechstunde im Sommersemester 2017

Mittwochs, 18:00 - 19:30h


Um Voranmeldung wird gebeten (per Mail bei Barbara Carl-Mast)

 

Bitte teilen Sie mit der Anmeldung zur Sprechstunde Ihr Anliegen mit (z.B. Vorbesprechung Referat, Rücksprache Hausarbeit, Planung der Abschlussarbeit Bachelor/Master,...).
Hilfreich ist zudem die Zusendung z.B. eines Handouts oder eines Kurzexposés, möglichst drei Tage vor dem Sprechstundentermin. So können Sie den Termin besonders gewinnbringend nutzen.

 

Aktuelles am Lehrstuhl für Transformationen der Medienkultur

Am 11. Mai um 18.15 Uhr findet ein Gastvortrag von Prof. Dr. Tanja Dreher zum Thema "Listening as Feminist Politics: Negotiating Difference Beyond the Politics of Voice" statt. (Raum 206, Brechtbau). mehr


Am 11. und 12. Mai findet der Workshop "Selbstreflexive Wissenschaft II: Ein Workshop zu Sichtbarkeit und Anerkennung in und durch wissenschaftliche Forschung" statt. Der Workshop wird organisiert von der mit Mitteln der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Nachwuchsforscher*innengruppe „Transkulturelle Öffentlichkeit und Solidarisierung in gegenwärtigen Medienkulturen“ am Lehrstuhl Prof. Dr. Tanja Thomas, Institut für Medienwissenschaft. mehr


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Auf der Grundlage der Vorlesungsreihe „Anerkennung und Sichtbarkeit in Medienkulturen“, die wir im Sommer 2016 durchgeführt haben, bereiten wir derzeit eine Publikation vor. Der Band wird herausgegeben von Tanja Thomas, Elke Grittmann, Lina Brink und Kaya de Wolff. Er wird im Herbst 2017 im Transcript Verlag erscheinen.


 

 

Explorationsprojekt „Rechte Gewalt und Erinnerungsarbeit in Deutschland“ startet im Dezember 2016

 

Rechte Gewalt stellt seit vielen Jahrzehnten ein zentrales Problem in der deutschen Gesellschaft dar. Sie tritt in verschiedenen Formen auf – in Gestalt rassistischer Pogrome wie zu Beginn der 1990er Jahre in Rostock und Hoyerswerda, als systematischer Serienmord wie in Gestalt des NSU, als bewusst eingesetztes Mittel des Terrors oder als situative Eskalation.

 

Im Mittelpunkt des aus Mitteln der DFG (ZUK 63) als ‚Starterprojekt’ geförderten Vorhabens steht in der ersten Phase die Konstituierung einer interdisziplinären Forscher*innengruppe:

Diese richtet ihr Interesse darauf, erstens die Formen (Thematisierungs-/Problematisierungsschwerpunkte, Erzählweisen etc.) der Bearbeitung der Erfahrungen rechter Gewalt zu untersuchen; zweitens die Produktion solcher Angebote (Beteiligungsstrukturen, Ressourcen, Herstellungsweisen von Bildern, Texten, politischer Präsenz etc.) zu analysieren; drittens die Rezeption solcher Deutungsangebote zu erforschen, um die Aushandlungen der Bedeutungen hinsichtlich ihrer Potenziale zur Unterstützung einer demokratisch getragenen Einwanderungsgesellschaft zu rekonstruieren.

 

Das geplante Projekt und die Mitwirkenden folgen Ansätze partizipatorischen Forschens und machen es sich zur Aufgabe, die verdrängten Erinnerungen einer Vielzahl von Menschen an die Erfahrungen rechter Gewalt als Teil der politischen Kultur zu thematisieren und einen Beitrag zu einer gegenwartsbezogenen Aufarbeitung von Geschichte und Lebensrealitäten in Deutschland zu leisten.

 

Das Projekt fußt auf einer Kooperation mit Prof. Dr. Fabian Virchow. Bei Interesse richten Sie Ihre Nachfragen zum Projekt an tanja.thomas[at]uni-tuebingen.de oder Fabian.Virchow[at]hs-duesseldorf.de

Das Profil

Zu Forschungsschwerpunkten und zentralen Themengebieten von Tanja Thomas gehören (Kritische) Medien-, Kommunikations- und Kulturtheorien, Mediensoziologie, Feministische Medien- und Kommunikationswissenschaft; Cultural (Media) Studies, Transkulturelle Medienkommunikation und Medienforschung.

In ihren aktuellen Forschungsprojekten beschäftigt sich Tanja Thomas mit der Weiterentwicklung kultur- und gesellschaftstheoretisch fundierter Medien- und Kommunikationstheorien und widmet sich insbesondere der Analyse von Prozessen der Transmedialisierung und Transkulturalisierung in gegenwärtigen Medienkulturen. Die Forschung zielt beispielsweise darauf, Potenziale dezentraler Kommunikation und translokaler bzw. transkultureller Handlungsfähigkeit qua Medien und Medienhandeln zu untersuchen. So lassen sich u.a. Fragen danach diskutieren, wie sich in solchen Konfigurationen transkulturelle Öffentlichkeiten erzeugen, Anerkennung erreichen und Solidarisierungsprozesse auslösen lassen, die zu sozialen Transformationen einen Beitrag leisten können.

Tanja Thomas leitet die von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Nachwuchsforscher*innengruppe „Transkulturelle Öffentlichkeiten und Solidarisierung in Medienkulturen.“

Curriculum Vitae

Tanja Thomas studierte Bildende Kunst und Kunsterziehung sowie Germanistik in Saarbrücken, Medienwissenschaft/Medienpraxis in Tübingen (als Stipendiatin der Fazit-Stiftung) sowie ‚Migration’ im Rahmen der International Women’s University. Als Stipendiatin der Hans Böckler Stiftung promovierte sie in Tübingen mit der Arbeit „Deutsch-Stunden. Zur Konstruktion nationaler Identität im Fernsehtalk“. Danach lehrte und forschte sie als Mitarbeiterin an der Technischen Universität Ilmenau und trat im Jahr 2004 eine Juniorprofessur für Kommunikationswissenschaft und Medienkultur in Lüneburg an. Während dieser Zeit wurde sie zweimal mit einem Lehrpreis sowie mit einem Preis als Nachwuchsforscherin ausgezeichnet. Nach Vertretung einer Professur für Mediensoziologie in Gießen wurde sie 2012 zur Universitätsprofessorin in Lüneburg ernannt. Zuletzt war sie als Professorin für Kommunikations- und Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt vergleichende Kulturanalyse in Bremen tätig. Im Rahmen von Fellowships und Gastaufenthalten hat Tanja Thomas u.a. in Salzburg, Peking und New York geforscht.

Sonstige (medien-)wissenschaftliche Aktivitäten

  • Tätigkeiten als Gutachterin für verschiedene Drittmittelgeber sowie universitäre Forschungsförderung, Fachgesellschaften (z.B. IAMCR, ECREA, DGPuK), Zeitschriften (z.B. Communications – The European Journal of Communication Research, Feminist Media Studies, Celebrity Studies))
  • Vertrauensdozentin der Hans Böckler Stiftung
  • Mitherausgeberin der Feministischen Studien (peer reviewed) & Mitglied der Blogredaktion (http://blog.feministische-studien.de/)         
  • Herausgeberin der Publikationsreihe ‚Critical Studies in Media and Communication‘ im transcript-Verlag, Bielefeld
  • Langjährige Fachgruppensprecherin der Fachgruppe Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht in der DGPuK
  • Mehrfach Mitglied in der Jury des Zeitschriftenpreises der DGPuK, Mitglied in der Jury zur Vergabe des Theoriepreises der DGPuK
  • Mitglied im Beraterkreis der Zeitschrift Medien & Kommunikationswissenschaft, http://www.m-und-k.nomos.de 
  • Mitglied im Editorial Board der Zeitschrift „Pop. Kultur und Kritik“ 
  • Mitglied des International Advisory Board der Zeitschrift Medien Journal - Zeitschrift für Medien- und Kommunikationsforschung, http://www.ogk.at/medienjournal/
  • Mitglied des Editorial Boards der Kulturwissenschaftlichen Zeitschrift (KWZ)

Abgeschlossene drittmittelgeförderte Forschungsprojekte

Projekttitel:  

„Das Unwort erklärt die Untat“. Die Berichterstattung über die NSU-Morde – eine Medienkritik (die Publikation zum Projekt ist als Download verfügbar unter www.otto-brenner-shop.de/publikationen/obs-arbeitshefte/)

Fördernehmer:

Tanja Thomas, Fabian Virchow (FH Düsseldorf), Elke Grittmann (Leuphana Universität Lüneburg)

Mitarbeiterinnen:

Ronja Röckemann, Dr. Derya Gür-Şeker

Gefördert durch:

Otto Brenner Stiftung

Die wichtigsten Publikationen

  • Thomas, Tanja/Ulla Wischermann (Hrsg.) (2018): Feministische Theorie und Kritische Medienforschung. Bielefeld: transcript (erscheint im Frühjahr 2018).
  • Thomas, Tanja/Elke Grittmann/Lina Brink/Kaya de Wolff (Hrsg.) (2017): Anerkennung und Sichtbarkeit in Medienkulturen. Bielefeld: transcript (erscheint 11/2017).
  • Klaus, Elisabeth/Tanja Thomas/Susanne Kinnebrock (Hrsg.) (2017): Gesellschaftskritik in Frauenbewegungen und queer_feministischen Öffentlichkeiten. Schwerpunktheft der feministischen studien, Zeitschrift für interdisziplinäre Frauen und Geschlechterforschung, 1/2017. Berlin: deGruyter.
  • Hess, Sabine/Johanna Neuhauser/Tanja Thomas (Hrsg.) (2016): Gender und Politiken der Migration. Schwerpunktheft der feministischen Studien, Zeitschrift für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechtserforschung 2/2016. Berlin: deGruyter.
  • Thomas, Tanja/Miriam Stehling (2016): The communicative construction of FEMEN: naked protest in self-mediation and German media discourse. In: Feminist Media Studies, 16(1), Special Issue: Digital Feminisms. Transnational Activisms in German Protest Cultures, 86-100.
  • Thomas, Tanja/Merle-Marie Kruse (2015): Cultural Studies. In: International Encyclopedia of Political Communication. Edited by Gianpietro Mazzoleni, and Kevin Barnhurst, Ken’ichi Ikeda, Rousiley Maia, Hartmut Wessler. Wiley-Blackwell, published online.
  • Thomas, Tanja (2014): Blanker Protest – Sichtbarkeit, Sagbarkeit und Handlungsfähigkeit in Medienkulturen. In: Medien Journal. Zeitschrift für Kommunikationskultur, 01/2014, 18-31.
  • Thomas, Tanja (2013): Feministische Medien- und Kommunikationswissenschaft. Positionen zu Gesellschaftskritik, Erkenntniskritik und Emanzipationsvision. In: Karmasin, Matthias/ Matthias Rath/ Barbara Thomaß (Hrsg.): Normativität in der Kommunikationswissenschaft, 397-420.
  • Hepp, Andreas/Friedrich Krotz/Tanja Thomas (Hrsg.)(2009): Schlüsselwerke der Cultural Studies. Wiesbaden: VS.

  • Thomas, Tanja (Hrsg.)(2008): Medienkultur und soziales Handeln. Wiesbaden: VS.
  • Wischermann, Ulla/Tanja Thomas (Hrsg.)(2008): Medien – Diversität – Ungleichheit. Zur medialen Konstruktion sozialer Differenz. Wiesbaden: VS.
  • Thomas, Tanja/Fabian Virchow (Hrsg.)(2006): Banal Militarism. Zur Veralltäglichung des Militärischen im Zivilen. Bielefeld: transcript.

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