Uni Tübingen

Ein starkes Netz: Gewählte Personen für Gleichstellung und Diversität

Die Universitätsgleichstellungsbeauftragte wird vom Senat für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt. Sie ist Professorin (oder aus dem wissenschaftlichen Dienst) und nebenamtlich tätig. Die Grundordnung der Universität ermöglichst bis zu 11 gewählte Stellvertretungen - drei auf zentraler Ebene und acht auf dezentraler Ebene (für die sieben Fakultäten und das Zentrum für Islamische Theologie).  

Die drei Stellverteterinnen auf zentraler Ebene entlasten die Universitäts­gleich­stellungs­beauftragte in den zentralen Gremien, durch die Übernahme von Schwerpunktthemen und den regelmäßigen Austausch.

Die acht dezentralen Stellvertretungen in den Fakultäten sind zumeist personenidentisch mit den Fakultätsgleichstellungsbeauftragten. Sie beraten und unterstützen in dezentralen Gremien und sind Ansprechpersonen für alle die Gleichstellung betreffenden Fragen oder Konflikte in Dekanaten und in den Fakultäten und Fächern. An den Fakultäten gibt es aufgrund der Vielzahl von Aufgaben ebenfalls Gleichstellungskommissionen in denen Fachbereiche und / oder verschiedene Statusguppen vertreten sind.

Mit dieser großen Zahl an Stellvertretungen hat die Universität Tübingen ein Alleinstellungsmerkmal!

Die Senatsgleichstellungskommission ist eine beratende Kommission des Senats, die sich paritätisch aus Mitgliedern der im Senat vertretenden Gruppen zusammensetzt. Sie wird geleitet von der Universitätsgleichstellungsbeauftragten und unterstützt durch den Beirat der Fakultäts­gleichstellungs­beauftragten. 

Zusammen bilden sie ein starkes Netz aus Gleichstellungaktiven.

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Zu den Equity-Themen

Zum Team Equity

Universitätsgleichstellungsbeauftragte Professorin Dr. Heike Oberlin

Professorin Dr. Heike Oberlin hat zum 1. Oktober 2026 das Amt der Gleichstellungsbeauftragten der Universität Tübingen übernommen. Zuvor war sie seit März 2024 stellvertretende Universitätsgleichstellungsbeauftragte.

Heike Oberlin ist außerplanmäßige Professorin für Indologie und Geschäftsführende Direktorin der Abteilung für Indologie am Asien-Orient-Institut der Philosophischen Fakultät. Sie studierte Indologie und Ethnologie an der Universität Tübingen und promovierte an der Universität Würzburg zur südindischen Sanskrittheatertradition Kūṭiyāṭṭam. 2013 habilitierte sie sich in Tübingen; 2016 wurde sie zur außerplanmäßigen Professorin ernannt.

Ihre wissenschaftliche Arbeit verbindet Indologie, Theaterwissenschaft und Gender Studies. Ein besonderer Fokus liegt auf Schauspielerinnen und weiblichen Rollenfiguren sowie auf Fragen von Gender und gesellschaftlicher Teilhabe in Südasien. Für ihre wissenschaftliche Arbeit und ihr Engagement im deutsch-indischen Austausch wurde sie mehrfach ausgezeichnet: 2008 erhielt sie den Ernst-Waldschmidt-Preis, 2018 wurde sie im Rahmen des „Erudite Program“ der Regierung Keralas zur „Scholar in Residence“ ernannt, 2019 erhielt sie vom Indian Council for Cultural Relations den Gisela-Bonn-Preis für besondere Verdienste um die deutsch-indischen Beziehungen.

Seit vielen Jahren engagiert sich Oberlin in der akademischen Selbstverwaltung und in Fragen der Gleichstellung. Von 2014 bis 2019 war sie etwa Gleichstellungsbeauftragte der Philosophischen Fakultät und befasste sich dort mit einem breiten Spektrum gleichstellungsrelevanter Themen – von Nachwuchsförderung und Fragen der Vereinbarkeit über den Umgang mit sexualisierter Belästigung und Diskriminierung bis hin zur Chancengleichheit in Berufungs- und Stellenbesetzungsverfahren. Von 2021 bis September 2026 war sie gewähltes Mitglied des Universitätsrats.

Im Zentrum ihrer Tätigkeit als Universitätsgleichstellungsbeauftragte steht die gesetzlich verankerte Aufgabe, die Gleichstellung von Frauen und Männern in Wissenschaft und Studium zu fördern und bestehende strukturelle Benachteiligungen abzubauen (Landeshochschulgesetz). Dazu gehören insbesondere faire Beteiligungs- und Karrierechancen, transparente Verfahren sowie die angemessene Berücksichtigung von Gleichstellungsaspekten in Berufungen, Stellenbesetzungen, Nachwuchsförderung und universitären Entscheidungsprozessen.

Oberlin verbindet diesen Auftrag mit einem umfassenden Verständnis von Chancengleichheit. Als „First Generation Academic“ richtet sie besonderes Augenmerk auf die Frage, wie strukturelle Bedingungen wissenschaftliche Laufbahnen ermöglichen, erschweren oder bestimmte Potenziale unsichtbar machen können. Dabei nimmt sie auch die unterschiedlichen Statusgruppen innerhalb der Universität in den Blick. Wissenschaftliche Leistung und Verantwortung sind keineswegs auf Professuren beschränkt; gerade im sogenannten akademischen Mittelbau finden sich ebenso hohe fachliche Qualifikation, langjährige Erfahrung und institutionelles Engagement, die in bestehenden Karriere- und Anerkennungsstrukturen oft nicht angemessen sichtbar werden. Mit dem Begriff der „latenten Exzellenz“ verbindet Oberlin daher die Aufgabe, wissenschaftliches Potenzial auch dort wahrzunehmen und zu fördern, wo es aufgrund von Geschlecht, Status, institutionellen Hierarchien oder tradierter Karrierewege übersehen wird. Gleichstellung versteht sie in diesem Sinne als Beitrag zu einer Universitätskultur, in der Frauen und Männer in Wissenschaft und Studium tatsächlich gleiche Chancen auf Teilhabe, Anerkennung und berufliche Entwicklung erhalten.

Bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben wird Professorin Dr. Heike Oberlin vom Team Equity (Gender, Diversity, Care) unterstützt.

Die stellvertretenden Gleichstellungsbeauftragten der Universität stellen sich vor:

Stellvertretende Universitäts-Gleichstellungsbeauftragte apl. Professorin Dr. Ursula Offenberger

Ich bin seit 2023 akademische Rätin und außerplanmäßige Professorin am Methodenzentrum der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, wo ich den Arbeitsbereich Qualitative Methoden und Interpretative Sozialforschung verantworte.

Seit meinem Studium von Soziologie, Skandinavistik und Gender Studies in Tübingen und an der Humboldt-Universität Berlin befasse ich mich neben methodischen Fragen der empirischen Sozialforschung mit Fragen der Geschlechtersoziologie, bezogen auf die Themen Arbeit, Organisation, Profession, Wissenschafts- und Technikforschung. Dadurch habe ich ein Verständnis erlangt von Mechanismen geschlechtsbezogener Ungleichheit, von denen auch die Universität als Organisation nicht ausgenommen ist.

Als Postdoc an der Universität St. Gallen habe ich empirisch untersucht, wie das Streben nach Exzellenz an Schweizer und deutschen Hochschulen verbunden wird mit Bemühungen um mehr Chancengleichheit: Es entstehen sowohl Synergien als auch Reibungsflächen zwischen beiden Anliegen. In meiner Gleichstellungsarbeit an der Universität Tübingen möchte ich dazu beitragen, dass universitäre Organisationsentwicklung Gleichstellung als selbstverständlichen, hilfreichen, wenn auch manchmal unbequemen Teil ihrer Arbeit begreift. Die Arbeit wird uns dabei nicht ausgehen, denn: Reformen sind immer unvollständig.

Stellvertretende Universitäts-Gleichstellungsbeauftragte Professorin Dr. Annika Goeze

work in progress, coming soon!

Stellvertretende Universitäts-Gleichstellungsbeauftragte Professorin Dr. Katharina Förster

coming soon 

Die Fakultäts-Gleichstellungsbeauftragten und ihre Kommissionen:

Die Gleichstellungsbeauftragten der Fakultäten

Die Universität Tübingen gliedert sich in sieben Fakultäten und das Zentrum für Islamische Theologie (ZITh). Diese nehmen ihre Aufgaben in Forschung und Lehre weitgehend autonom im Rahmen der akademischen Selbstverwaltung wahr - aufgrund dieser Autonomie muss auch die Gleichstellungspolitik dezentral auf Fakultätsebene institutionalisiert sein. Die jeweiligen Kommissionen und weiterführende Informationen zu den Aktivitäten auf Fakultätsebene finden Sie auch unter den untenstehenden Links.

Das sind die aktuellen Fakultätsgleichstellungsbeauftragten:

  • Gleichstellungsbeauftragte der Evangelisch-Theologischen Fakultät (zugleich durch den Senat als Stellvertreterin gewählt)
    Prof. Dr. Gesche Linde
    Tel.: (07071) 29 - 72614
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  • Gleichstellungsbeauftragte der Katholisch-Theologischen Fakultät (zugleich durch den Senat als Stellvertreterin gewählt)
    StR'in Simone Hiller
    Tel: (07071) 29- 74049
    Link zur Homepage
  • Gleichstellungsbeauftragte der Juristischen Fakultät (zugleich durch den Senat als Stellvertreterin gewählt)
    Claire Marshall
    Tel: (07071) 29-76121
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  • Gleichstellungsbeauftragte der Medizinischen Fakultät (zugleich durch den Senat als Stellvertreterin gewählt)
    Prof. Dr. Birgit Derntl
    Tel: (07071) 29 - 85437
    Link zur Homepage
  • Gleichstellungsbeauftragte der Philosophischen Fakultät (zugleich durch den Senat als Stellvertreterin gewählt)
    Prof. Dr. Wiebke Meinhold
    Tel: (07071) 29-76758
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  • Gleichstellungsbeauftragte der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät
    Dr. Karin Bürkert 
    Link zur Homepage
  • Gleichstellungsbeauftragte der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät
    Prof. Dr. Beatriz Olmos-Sanchez 
    Tel: (07071) 29- 76785
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  • Gleichstellungsbeauftragte des Zentrums für Islamische Theologie
    Prof. Dr. Lejla Demiri (zugleich durch den Senat als Stellvertreterin gewählt)
    Tel: (07071) 29-75367
    Link zur Homepage

 

Die Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten der Fakultäten

Die meisten Fakultäten regeln die Wahl ihrer Gleichstellungsbeauftragten, deren Aufgaben sowie die gleichstellungspolitischen Ziele und geplanten Maßnahmen der Fakultät in einem Fakultätsgleichstellungsplan.

Die Gleichstellungsbeauftragten der Fakultäten werden vom Fakultätsrat gewählt, gleichzeitig übernehmen sie vielfach die Vertretung der Universitätsgleichstellungsbeauftragten und ihrer nach §4 LHG geregelten Aufgaben auf Fakultätsebene. Sie sind daher zweifach legitimiert: Zum einen als Vertreterin der Universitätsgleichstellungsbeauftragten und zum anderen als durch den Fakultätsrat gewählte Fakultätsgleichstellungsbeauftragte.

Im Wesentlichen sind die Aufgaben der Fakultätsgleichstellungsbeauftragten folgende:

  • Beratung des Fakultätsvorstands, des Fakultätsrats und der Fakultätsangehörigen in allen Fragen der Gleichstellung
  • Unterstützung des Fakultätsvorstands bei der Entwicklung von Gleichstellungsplänen, Gleichstellungsmaßnahmen und Zielvorgaben zur Erhöhung des Frauenanteils an der jeweiligen Fakultät
  • Beschwerden über Benachteiligungen/Belästigung als erste, niedrigschwellige Ansprechperson annehmen und ggfs. weiterverweisen
  • Erarbeitung von Vorschlägen für flankierende Maßnahmen, um Benachteiligungen durch Studien- und Arbeitsbedingungen zu beseitigen
  • Organisation von Informationsveranstaltungen für Studentinnen und Wissenschaftlerinnen
  • Organisation von Vorträgen und Ringvorlesungen zu Themen der Frauen- und Geschlechterforschung
  • Vertretung der Universitätsgleichstellungsbeauftragten, z.B. in Stellenbesetzungs- und Berufungsverfahren

Wichtige Informationen über die Gleichstellungsarbeit an den Fakultäten finden sich auch in der Handreichung für die Arbeit der Fakultätsgleichstellungsbeauftragten

Das ist die Senatsgleichstellungskommission:

Senatsgleichstellungskommission

Die Senatsgleichstellungskommission ist zuständig für den gesamten Themenbereich Equity, inklusive Diversität, Gleichstellung und Care.  

Es handelt sich um eine beratende Kommission des Senats, die sich paritätisch aus Mitgliedern der im Senat vertretenden Gruppen zusammensetzt. Zu ihren Aufgaben gehört insbesondere die Wirkungskontrolle von Gleichstellungmaßnahmen sowie die Erarbeitung von Vorschlägen für deren Fortschreibung. Sie unterstützt und berät die Gleichstellungsbeauftragten der Universität und der Fakultäten und hat das Vorschlagsrecht für die Wahl der Universitätsgleichstellungsbeauftragten und ihrer Stellvertreterinnen gegenüber dem Senat. Die Senatsgleichstellungskommission tagt in der Regel ein bis zweimal im Semester unter der Leitung der Universitätsgleichstellungsbeauftragten.

Mitglieder der Senatsgleichstellungskommission:

Professorale Mitglieder:

Professor Dr. Josef Jochum, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Stellvertreterung: Professorin Dr. Katharina Foerster, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Prof. Professorin Dr. Birgit Derntl, Medizinische Fakultät
Stellvertretung: Professorin Dr. Marcella Esteves Oliveira, Medizinische Fakultät

Wissenschaftlicher Dienst:

Isis Mrugalla, Philosophische Fakultät
Stellvertretung: Dr. Dr. Carsten Köhler, Medizinische Fakultät

Dr. Cordula Brand, Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften
Stellvertretung:Dr. Gero Bauer, Zentrum für Gender- und Diversitätsforschung

Studierende:

Evelyn Stange
Stellvertretung: Nathalie Widmann

Jenny Wagner
Stellvertretung: Benedikt Masberg

Nichtwissenschaftlicher Dienst:

Gregor Schulte, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Stellvertretung: Nicole Doppstadt, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Anja Schreiber, Universitätsbibliothek
Stellvertreterung:Dr. Regina Keyler, Universitätsarchiv

Die Amtszeit der Kommission endet am 30. September 2028 (Studierende 30. September 2026).


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