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beim Erasmus Mundus Masters programme
Crossways in European Humanities


Un/Doing the Social

Fragen der sozialen Textur menschlichen Lebens waren schon immer Themen in den Geistes- und Sozialwissenschaften, heute verstärkt unter der Trias Gender, 'Rasse'/ Ethnizität, Klasse. Viele gängige Theorien in all diesen Disziplinen vereinen sich in der Frage, ob und wie derartige soziale Differenzkategorien und die Differenzen, die durch sie erzeugt werden, als Resultate sozialer Einforderungsprozesse und performativer Herstellungen dieser Kategorien verstanden werden können. Tübingen Animation Die (soziologisch geprägten) Gender Studies nennen dieses Wechselspiel von Interpellation und Performanz "doing gender". Doch man kann sich auch analog dazu weitere Formen des sozialen und kulturellen "doing" vorstellen: der Klasse, der 'Rasse', des Alters, des Körpergewichts, in der Tat ein "doing" eines jeden Aspekts innerhalb des Felds sozialer und kultureller Interaktionen. Jedes "doing" aber, jeder Akt der Einlösung, der Herstellung impliziert aber auch die Möglichkeiten eines "undoing", einer Nicht-Einlösung, einer Nicht- oder Anders-Herstellung. Techniken und Verfahren, die darauf angelegt sind, spezifischen sozialen Imperativen einen Widerstand entgegenzusetzen, sie ins Leere laufen zu lassen; die Möglichkeit von Orten, an denen soziale Differenzkategorien ignoriert, umgeschrieben, nicht eingefordert werden oder nicht einforderbar sind.

Die Kurse, die im Rahmen des Tübinger Programms "(Un)Doing the Social" für die Studierenden des Erasmus Mundus Studiengangs "Crossways in European Humanities" zur Verfügung stehen, widmen sich aus der Perspektive verschiedener Disziplinen den Fragen des (Un)Doing in sowohl theoretisch als auch empirisch fundierten Herangehensweisen.

Studiert werden können:
Gender Studies, Queer Studies, Cultural Studies/ Kulturwissenschaft, Postkoloniale Fragestellungen in verschiedenen Kontexten, Kriminologie. Sozio-kulturelle Aspekte können verfolgt werden aus Sicht der Empirischen Kulturwissenschaft, der Soziologie, der Jurisprudenz. Die Fächervielfalt im Bereich der Literatur- und Sprachwissenschaften umspannt Veranstaltungen aus der Anglistik, Amerikanistik, Germanistik, Slavistik, Skandinavistik, Romanistik.

Förderung:
EU-Studierende können einen einmaligen Zuschuss zu ihrem Studium in Höhe von 1500 Euro pro Semester erhalten. Ab 2010-12 gibt es diesen Zuschuss für alle Crossways Studierenden, unabhängig von ihrer Herkunft.


© Dezernat für Internationale Angelegenheiten