Ausbildung zum Techniker/in für Archäologiewissenschaften ("Archäotechniker/in")

Archäotechniker/innen untersützen die wissenschaftlichen Untersuchungen und Auswertungen der Archäologen/innen. Zu ihren Tätigkeitsfeldern gehören die Grabungstechnik und Dokumentation, die Vermessungstechnik, die Datenerhebung und Datenauswertung, sowie die Fundbearbeitung und die Fundinventarisierung.

 

Seit ca. 15 Jahre wird in der Älteren Abteilung des Instituts zum Techniker/zur Technikerin für Archäologiewissenschaften ("Archäotechniker/in") ausgebildet.

 

Der Unterschied zum Fortbildungsberuf des Grabungstechnikers/der Grabungstechnikerin besteht darin, daß es sich dabei um einen Ausbildungsberuf, allerdings bisher ohne staatlichen Abschluß, handelt.

Dauer und Anzahl der Plätze

Die Ausbildung dauert zwei Jahre.

Inhalte

Die Ausbildung beinhaltet sowohl die Vermittlung von umfangreichen theorethischen als auch praktischen Kenntnissen über archäologische Grabungs-, Präparations- und Konservationstechnik. Der Schwerpunkt an unserem Institut liegt naturgemäß im Bereich der Urgeschichte. Die theorethischen Kenntnisse werden in der Regel durch die Teilnahme an Vorlesungen, Seminaren und Übungen des Institutes weitergegeben. Praktische Kenntnisse werden den Auszubildenden bei der Geländearbeit (z.B. Prospektion, Ausgrabungen) und in den jeweiligen Abteilungen (z.B: Archäobiologie, Geoarchäologie, Labor, Sammlung, Fotolabor) angeeignet.

Prüfung

Die Prüfung besteht aus drei Teilen: Einer praktischen Abschlußarbeit, einer schriftlichen Ausarbeitung und einer mündlichen Prüfung. Sie wird von zwei Prüfer/Prüferinnen und einem Beisitzer/einer Beisitzerin abgenommen. Die Durchschnittsnote aus den Einzelnoten der drei Prüfungsteile ergibt die Gesamtnote.

 

Voraussetzungen

Als Schulbildung wird ein Hauptschul- oder ein höher Abschluß erwartet. Praktische handwerkliche oder technische Kenntnisse sind erwünscht, aber keine Bedingung. Der PKW-Führerschein und Fremdsprachenkenntnisse sind erwünscht. Die Bereitschaft während der Ausbildung im Ausland zu arbeiten wird vorausgesetzt. Derzeit laufen Institutsprojekte u. a. in Südafrika, Südarabien, Ostfrankreich, Syrien und Iran.

 

Ausbildungsvergütung

Während der Ausbildung werden derzeit als Nettoverdienst im ersten Jahr ca. 670,-- EURO, im zweiten Jahr ca. 700,-- EURO (variert je nach den persönlichen Voraussetzungen) gezahlt.

 

Bewerbung

Bewerbungen sind an das Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters, Ältere Abteilung, z. Hd. v. Herrn Prof. Dr. Conard, Burgsteige 11, 72070 Tübingen, zu richten.

 

Kontaktadresse für Auskünfte

Auskünfte erteilt Herr Alexander Janas

Tel.: +49-(0)7071-29-77107

E-mail: alexander.janas@uni-tuebingen.de