Nobelpreise

Der seit 1901 jährlich verliehene Nobelpreis gilt als höchste Auszeichnung in der Wissenschaft. Er deckt die Kategorien Physik, Chemie, Medizin, Literatur, Wirtschaft und Friedensbemühungen ab.


Die Nobelpreisträgerinnen und -träger in Verbindung mit der Universität Tübingen:

Medizin

  • 1999 Günter Blobel
    Günter Blobel (*1936) erhielt den Nobelpreis 1999 für die Entdeckung der in Proteinen eingebauten Signale, die ihren Transport und die Lokalisierung in der Zelle steuern.
    Er studierte an der Universität Tübingen Medizin und promovierte dort von 1958 bis 1960.
  • 1995 Christiane Nüsslein-Volhard
    Christiane Nüsslein-Volhard (*1942) erhielt den Nobelpreis 1995 für ihre grundlegenden Erkenntnisse über die genetische Kontrolle der frühen Embryoentwicklung. Sie studierte an der Universität Tübingen von 1964 bis 1968 Biochemie und promovierte dort 1973. Seit 1991 ist sie zudem Honorarprofessorin der Universität.
  • 1991 Bert Sakmann
    Bert Sakmann (*1942) erhielt den Nobelpreis 1991 für seine Entdeckungen zur Funktion von einzelnen Ionenkanälen in Zellen. Sakmann studierte u.a. an der Universität Tübingen Medizin.

Chemie

  • 1988 Hartmut Michel
    Hartmut Michel (*1948) erhielt den Nobelpreis 1988 für die Erforschung der dreidimensionalen Struktur des Reaktionszentrums der Photosynthese bei einem Purpurbakterium. Michel studierte von 1969 bis 1974 Biochemie an der Universität Tübingen.
  • 1979 Georg Wittig
    Georg Wittig (1897-1987) erhielt den Nobelpreis 1979 für die Entwicklung von Bor- beziehungsweise Phosphorverbindungen in wichtigen Reagenzien innerhalb organischer Synthesen. Wittig studierte von 1916 bis 1920 Chemie an der Universität Tübingen und war dort von 1944 bis 1956 Professor für Chemie.
  • 1939 Adolf Butenandt
    Adolf Butenandt (1903-1995) erhielt den Nobelpreis 1939 für die Erforschung der Keimdrüsenhormone. Butenandt war von 1945 bis 1956 Leiter des Tübinger Max-Planck-Instituts für Biochemie und Professor für Physiologische Chemie an der Universität Tübingen.
  • 1923 Fritz Pregl
    Fritz Pregl (1869-1930) erhielt den Nobelpreis 1923 für die Entwicklung der Mikroanalyse organischer Substanzen. Pregl studierte 1904 unter anderem an der Universität Tübingen.
  • 1907 Eduard Buchner
    Eduard Buchner (1860-1917) erhielt den Nobelpreis 1907 für seine biochemischen Untersuchungen und die Entdeckung der zellfreien Gärung. Buchner war von 1896 bis 1898 Professor für Chemie an der Universität Tübingen.
  • 1904 William Ramsay
    William Ramsay (1852-1916) erhielt den Nobelpreis 1904 für die Entdeckung der flüchtigen gasförmigen Elemente in der Luft. Ramsay studierte u.a. an der Universität Tübingen und wurde dort auch promoviert.

Physik

  • 1967 Hans Bethe
    Hans Bethe (1906-2005) erhielt den Nobelpreis 1967 für seine Arbeiten über die Energieumwandlung in Sternen. Bethe lehrte 1932/33 an der Universität Tübingen.
  • 1909 Ferdinand Braun
    Ferdinand Braun (1850-1918) erhielt den Nobelpreis 1909 als Anerkennung seiner Verdienste um die Entwicklung der drahtlosen Telegraphie. Braun war zwischen 1885 und 1895 in leitender Funktion an der Gründung und dem Aufbau des Physikalischen Instituts beteiligt.