Newsletter Uni Tübingen aktuell Nr. 2/2011: Forschung

Nachwuchs-Teilchenforscher zu Besuch in Physiklabors der Universität Tübingen

Kepler Center für Astro- und Teilchenphysik empfing 25 Schülerinnen und Schüler

Schülerinnen und Schüler zu Gast in Physiklabors am Kepler Center für Astro- und Teilchenphysik der Universität Tübingen. Foto: privat
Schülerinnen und Schüler zu Gast in Physiklabors am Kepler Center für Astro- und Teilchenphysik der Universität Tübingen. Foto: privat

Raus aus dem Klassenzimmer und rein in die Forschung: Im Rahmen der Internationalen Schülerforschungstage „Teilchenphysik Masterclasses“ waren Mitte März 25 Schülerinnen und Schüler im Kepler Center für Astro- und Teilchen-Physik an der Universität Tübingen zu Besuch. Die Jugendlichen schauten  den Wissenschaftlern über die Schulter und analysierten selber Daten, die bei Kollisionen zwischen Elementarteilchen am weltgrößten Beschleunigerring am CERN in Genf aufgezeichnet wurden. Die Schüler und fünf Lehrer kamen vom Martin-Gerbert-Gymnasium Horb, dem Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbisch-Gmünd,  der Geschwister Scholl Schule Tübingen, dem Kepler Gymnasium Tübingen und dem Gymnasium Münsingen.


Mit einführenden Vorträgen  wurden den Teilnehmern die nötigen Vorkenntnisse über die Elementarteilchen, die Bausteine der Materie, und über Detektoren vermittelt. Anschließend haben die Jugendlichen selber Daten ausgewertet, die bei Teilchenkollisionen in Genf aufgezeichnet wurden.  Dies haben am gleichen Tag auch Schülergruppen  in Brasilien, Frankreich,  Niederlanden und den USA getan. So konnten zum Abschluss des Forschungstags die Nachwuchs-Wissenschaftler ihre Ergebnisse in einer vom CERN moderierten internationalen  Video-Konferenzschaltung mit den anderen Schülergruppen vergleichen – ganz genau so, wie es auch in der internationalen Zusammenarbeit der Teilchenphysiker üblich ist.


Die Forschungstage „Teilchenphysik Masterclasses“ finden jährlich in 24 Ländern statt und werden von der European Particle Physics Outreach Group (EPPOG) veranstaltet. Dabei sollen 16 bis 19 Jahre alte Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit erhalten, einen Tag lang hochmoderne Forschung in authentischer Umgebung mitzuerleben und Einblicke in die internationale Zusammenarbeit der Teilchenphysiker zu bekommen.


Josef Jochum