Newsletter Uni Tübingen aktuell Nr. 4/2011: Studium und Lehre

Preis für Studierendeninitiative „Bunte Wiese“

Initiative will Artenvielfalt auf öffentlichen Grünflächen fördern

Die Initiative „Bunte Wiese“ wurde als eines von 25 Projekten bei der Fördermittelaktion "gemeinsam gewinnt!" der Volksbank Tübingen ausgezeichnet. Foto: Volksbank Tübingen
Die Initiative „Bunte Wiese“ wurde als eines von 25 Projekten bei der Fördermittelaktion "gemeinsam gewinnt!" der Volksbank Tübingen ausgezeichnet. Foto: Volksbank Tübingen

Die Zahl der Pflanzen- und Tierarten in Deutschland ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Innerhalb der Studierendeninitiative der Universität Tübingen „Greening the University“ hat sich im Jahr 2010 das Projekt „Bunte Wiese“ gebildet, das nicht nur die Artenvielfalt auf öffentlichen Grünflächen fördern will. Hauptgrund für den Rückgang von Pflanzen- und Tierarten sei vor allem, dass immer weniger Lebensraum zu Verfügung stehe, heißt es auf der Webseite des Projekts. Jetzt kann die „Bunte Wiese“ sich über Unterstützung freuen: Als eines aus 25 Projekten gehörte sie zu den Gewinnern der Fördermittelaktion "gemeinsam gewinnt!" der Volksbank Tübingen anlässlich deren 125-jährigen Bestehens. Der Preis ist mit je 1250 Euro dotiert. „ Diese Auszeichnung bestätigt unsere Arbeit“, sagt Andy Braun, Student der Geographie an der Universität Tübingen und seit Mitte letzten Jahres bei der „Bunten Wiese“. „Darüber freuen wir uns besonders, da wir aus über 100 Bewerbungen die einzige aus dem Bereich „Umwelt“ waren.“


Das  Ziel der „Bunten Wiese“ ist ein gemeinschaftlicher Arten- und Biotopschutz. Besonders wichtig ist den Studierenden, andere öffentliche Einrichtungen, Betriebe oder Privatpersonen zur Durchführung ähnlicher Projekte zu mobilisieren. Ihre Tätigkeitsfelder erstrecken sich von konzeptioneller Arbeit zur Entsorgung des Grünschnittes über die Mitgestaltung des zweiten Bauabschnittes auf der Morgenstelle bis hin zur Bestandsaufnahme der Flora und Fauna im öffentlichen Grün. „Das Preisgeld werden wir zunächst dafür verwenden, eine Modellfläche anzulegen, die zeigen soll, wie naturnahe Wiesen auch innerhalb der Stadt aussehen können. Dafür stellt uns die Stadt eine Fläche zu Verfügung“, erklärt Braun. „Wichtig ist, dass dies an einer Stelle geschieht, an der viele Spaziergänger vorbeikommen. Zusätzlich benötigen wir eine Info-Tafel, die das Wiesenstück erklärt. Leider werden naturnahe Wiesen oft als ungepflegt angesehen. Das wollen wir mit dieser Modell-Wiese ändern.“ Auch für die Zukunft gehen die Ideen nicht aus: Das Anbringen von Nisthilfen für Fledermäuse, Vögel oder Insekten oder die Begrünung von Fassaden und Dächern sind angedacht.

 

Mehr Informationen: http://www.greening-the-university.de/index.php/bunte-wiese

Simona Steeger-Przytulla