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Willkommen

beim ERASMUS MUNDUS Joint Doctoral Programme
Cultural Studies in Literary Interzones





Dauer: 36 Monate

Beginn des Doktorandenprogramms: September 2010

Das Programm:
Am 15. 7. 2009 gab die Educational, Audiovisual and Culture Executive Agency der EU (EACEA) den Startschuss für ein völlig neuartiges und innovatives internationales Erasmus Mundus Doktorandenprogramm: CULTURAL STUDIES IN LITERARY INTERZONES. Dies ist das einzige geisteswissenschaftliche Doktorandenprogramm unter den 13 Projekten, die von der EU bewilligt wurden. (Kennzahl: 159881-1-2009-1-IT-ERA-MUNDUS-EMJD). Das Programm ist international ausgeschrieben und steht Bewerbern und Bewerberinnen aus allen Ländern offen.

Das Programm wird zentral verwaltet und koordiniert von der Universität Bergamo.

Die Partner, die den akademischen Grad verleihen werden, sind:
Eberhard Karls Universität Tübingen (Deutschland), Universität Bergamo (Italien), Universität Perpignan (Frankreich), Fluminense Federal University in Rio de Janeiro (Brasilien), und Jawarhal Neru University in New Delhi (India).

Der Zweck, den INTERZONES verfolgt, ist folgender: herausragende Doktoranden und Doktorandinnen darauf vorzubereiten, global agierende Akademiker zu werden, die für anspruchsvolle und innovative Universitäten attraktiv sind im Bereich der vergleichenden Literaturwissenschaften und Kulturwissenschaften, oder erfahrene Berater zu werden in jenen Zweigen der Wirtschaft, die ein manifestes Interesse an globalen kulturellen Erscheinungen haben.

Die wissenschaftliche Methodik und Fragestellung des Programms ist darauf hin ausgerichtet, die Kultur und die Kulturen mit innovativen und genuin transkulturellen Fragestellungen zu erforschen. 'Globale' Akademiker und Akademikerinnen stehen nicht länger 'außerhalb' der sozio-ökonomischen Gegebenheiten, sondern nehmen an einer sozialen Textur teil, die in ihrer Komplexität angenommen werden soll. Bei Kalin, zum Beispiel, einer Kneipe, in der eine gelbe Linie auf dem Boden die Grenze zwischen Slowenien und Kroatien markiert, wie existiert dort Europa? Doch Kalin ist Teil einer größeren Welt, voller Leben, sowohl ein kultureller Raum als auch eine Interzone.

Egal, ob man Europa nun aus einer morbiden Faszination mit seinen imaginären Grenzen heraus als imperialistisch, kolonialistisch, oder im Gegenteil als kontinuierlich im Rückzug befindlich wahrnimmt, wird Europa häufig ausschließlich als Effekt seiner Umrisse und Umrandungen definiert. Die konzeptuellen Werkzeuge, zum Beispiel die der "Identität", des "Anderen", der "Differenz", des "Kolonialismus", der "Entropie", etc., mit denen künstlerische und literarische Produkte analysiert werden, haben tendenziell den Effekt gehabt, dass sie eine Vorannahme dessen reproduziert - oder in der Tat produziert - haben, was es bedeuten möge, eine Nation, eine Ethnizität, eine Persönlichkeit, ein "Europa" zu haben (oder nicht zu haben). Die Tatsache, dass es mit diesen konzeptuellen Werkzeugen nicht gelungen ist, das zu nähren und zu initiieren, was eine wirkliche Erneuerung der Geisteswissenschaften gewesen wäre, mag an einem einfachen Faktum liegen: dass diese Werkzeuge einfach obsolet geworden sind. Doch richtig verstanden können die Kulturwissenschaften ein lebendiges und elegantes Mittel sein, mit dem nicht nur Kommunikation jenseits der Automatismen dieser Verallgemeinerungen gedacht werden kann, sondern auch ein Weg, auf dem man erkunden kann, wie Kommunikation innerhalb und jenseits verschiedener gedachter Entität stattfinden kann, oder wie solche Entitäten anders imaginiert werden können.

Die Verkehrs- und Unterrichtssprache in diesem Verbund sind Englisch und Französisch. Bewerbungsvoraussetzung ist Sprachkenntnis in mindestens 3 europäischen Sprachen, um sicher zu stellen, dass die Doktoranden für die Anforderung dieses internationalen Programms gewappnet sind. Jede Universität verfügt über kostenlose Sprachprogramme für Doktoranden von Interzones.

Programmablauf:
Die Doktoranden und Doktorandinnen werden die 6 Semester ihres Promotionsprogramms an 3 bzw. 4 verschiednen Universitäten verbringen, wobei Studierende aus Europa mindestens einmal eine nicht-europäische Universität besuchen werden.

1) Alle Kandidaten und Kandidatinnen beginnen ihr erstes Semester in Bergamo, wo sie eine Einführung in die neuesten theoretischen Ansätze in "Cultural Migrations" erhalten.
2) Die Kandidaten wählen aus den fünf Partneruniversitäten, die den akademischen Grad verleihen werden, zwei Universitäten aus, an denen sie jeweils das 2. und 3. und das 5. und 6. Semester verbringen werden: Eberhard Karls Universität Tübingen (Deutschland), Universität Bergamo (Italien), Universität Perpignan (Frankreich), und entweder Fluminense Federal University in Rio de Janeiro (Brasilien) oder Jawarhal Neru University in New Delhi (Indien).
3) Abhängig vom Dissertationsthema und Forschungsprofil wählen die Kandidaten für ihr 4. Semester eine weitere Universität aus, entweder unter den Partnern oder unter unseren assoziierten Mitgliedern: Aix-Marseille 1 (Frankreich), Barcelona (Spanien), Brown University (USA), Entre Rios Universität (Buenos Aires, Argentinien), Jagellonian University in Krakau (Polen), Iberoamerican University (Mexiko), Paris Sorbonne Nouvelle 3 (Frankreich), Université Paris 10 (Frankreich), University of Sydney (Australien), European University of St. Petersburg (Russland) oder Universität Zürich (Schweiz). (Die Bezeichnungen der Universitäten sind generalisiert, da in jeden Fall spezialisierte Forschungszentren, die anderswo beschrieben sind, die aufnehmenden Organisationen für die Doktoranden und Doktorandinnen sein werden).

Die Promovenden müssen 180 ECTS Punkte erwerben. Von diesen entfallen 120 ECTS auf die Dissertation und 60 ECTS können erworben werden in einer Auswahl von Aktivitäten, die darauf ausgerichtet sind, den Promovenden Fähigkeiten zu vermitteln und zu attestieren, die auf dem globalen akademischen und wirtschaftlichen Arbeitsmarkt von Interesse sind.

Erfolgreichen Doktoranden wird ein voll anerkannter gemeinsamer Doktorgrad von den beiden Universitäten verliehen, die sie als Hauptuniversitäten besucht haben. Hinzu kommen Zusatzdokumente, die ihre Leistungen an den weiteren Universtiäten/Promotionsprogrammen attestieren, die sie besucht haben.

Die Stipendien werden Ende September 2009 erstmalig online ausgeschrieben.
(www.unibg.it).

Ab dem 27 August 2009 können Sie per email Kontakt aufnehmen:
interzones.phd@unibg.it.

Studiengebühren: 2400 EURO / Jahr (EU Bürger)
3600 EURO / Jahr (Nicht-EU Bürger)


                    © Dezernat für Internationale Angelegenheiten