Uni-Tübingen

Newsletter Uni Tübingen aktuell Nr. 1/2024: Forschung


Drei ERC Grants des Europäischen Forschungsrats

Forschende der Universität Tübingen haben drei weitere ERC Grants des Europäischen Forschungsrats eingeworben:

ERC Consolidator Grant für Philipp Hennig

Der Tübinger KI-Forscher Philipp Hennig wird in den kommenden fünf Jahren Methoden entwickeln, mit denen die Ressourcen Rechenzeit und Datenmenge beim maschinellen Lernen effizienter verwaltet werden können. Für dieses Forschungsprojekt warb er erfolgreich einen Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) ein. Das Projekt Advanced Numerical Uncertainty for Bayesian Inference in Science” (kurz: ANUBIS) wird über eine Laufzeit von fünf Jahren mit rund zwei Millionen Euro gefördert. Philipp Hennig ist Professor für die Methoden des Maschinellen Lernens im Fachbereich Informatik der Universität Tübingen, Mitglied im Vorstand des Tübingen AI Centers und im Exzellenzcluster „Maschinelles Lernen: Neue Perspektiven für die Wissenschaft“.

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ERC Consolidator Grant für Christoph Stein-Thoeringer

Für sein Forschungsprojekt „Leveraging the impact of gut microbes to advance the efficacy of CAR-T cell immunotherapy“ erhält Prof. Dr. Christoph Stein-Thoeringer, Professor für Klinische Infektiologie und Translationale Mikrobiomforschung an der Medizinischen Fakultät Tübingen, einen Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC). Das Projekt zur Erforschung des Einflusses des Mikrobioms auf den Erfolg von sogenannten CAR-T-Zell-Therapien wird über einen Zeitraum von fünf Jahren mit insgesamt rund zwei Millionen Euro gefördert. Mit den ERC Consolidator Grants unterstützt der ERC exzellente Forscherinnen und Forscher bei der Festigung ihrer wissenschaftlichen Karriere.

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ERC Synergy Grant für Carola Lorea

Die Tübinger Religions- und Kulturwissenschaftlerin Professorin Dr. Carola Lorea erhält gemeinsam mit Kooperationspartnern von der Universität Wien und der US-amerikanischen Brown University einen mit 9,6 Millionen Euro dotierten Synergy Grant des European Research Council (ERC). Die Förderung ermöglicht ein Projekt zur Erforschung von Mantras in Südasien und weltweit. Die Förderung des ERC läuft über sechs Jahre.

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Zwei Wrangell-Juniorprofessuren 

Erfolg für die Universität Tübingen im neuen Juniorprofessorinnen-Programm des Landes:  Zwei Wrangell-Juniorprofessuren gehen an Dr. Theresa Jäckh vom Seminar für mittelalterliche Geschichte und Dr. Silja Mordhorst vom Pharmazeutischen Institut. Mit dem neu aufgelegten Margarete von Wrangell-Programm sollen hochqualifizierte Frauen im Wissenschaftssystem gehalten werden.

Dr. Theresa Jäckh ist Juniorprofessorin (mit Tenure Track) für die Geschichte des Mittelalters mit dem Schwerpunkt Mittelmeerraum und Naher Osten an der Universität Tübingen. Neben Geschichte hat Theresa Jäckh Islamwissenschaft sowie Jüdische Studien studiert. Ihr Interesse gilt insbesondere der religiösen, sprachlichen, sozialen und kulturellen Vielfalt im islamisch und latein-christlich beherrschten Mittelmeerraum. Ziel ihrer Forschung ist es, das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher religiöser Zugehörigkeit im Hinblick auf ihre Rechtspraktiken zu durchdringen.

Dr. Silja Mordhorst ist seit April 2022 Juniorprofessorin für Pharmazeutische Biologie an der Universität Tübingen. Sie beschäftigt sich mit bioaktiven Naturstoffen mit dem Ziel, „new-to-nature”-Verbindungen für medizinische und pharmazeutischen Anwendungen zu entwickeln. Solche Verbindungen können die Basis für neue Arzneimittel sein.

Dank der Förderung können die Juniorprofessorinnen für drei Jahre eine frisch promovierte Wissenschaftlerin beschäftigen, um so das eigene Forschungsprofil zu schärfen. Im Gegenzug erhält die Nachwuchswissenschaftlerin eine Vollzeitbeschäftigung und die Möglichkeit, sich für eine Postdoc-Position wie Nachwuchsgruppenleiterin oder Juniorprofessorin zu qualifizieren.

Pressemitteilung des MWK Baden-Württemberg


Zwei Projektförderungen der VolkswagenStiftung

Die VolkswagenStiftung fördert an der Universität Tübingen ein Projekt zur Umwandlung von schädlichen Abfallstoffen in nützliche Biomaterialien mit insgesamt 1,34 Millionen Euro über einen Zeitraum von vier Jahren. Eingeworben haben die Förderung Dr. Bastian Molitor, Professor Lars Angenent (beide Arbeitsgruppenleiter der Umweltbiotechnologie im Fachbereich Geowissenschaften) und Professor Karl Forchhammer (Arbeitsgruppenleiter am Interfakultären Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin). 

Die Forschung bewegt sich an der disziplinübergreifenden Schnittstelle zwischen Mikrobiologie und Biotechnologie. Die Forschung in den Arbeitsgruppen von Bastian Molitor und Lars Angenent beschäftigt sich unter anderem mit der Umwandlung von organischen Abfallstoffen und industriellen Abgasen in nützliche Produkte mit Hilfe von Mikroorganismen. Karl Forchhammer untersucht in seiner Arbeitsgruppe unter anderem den Stoffwechsel von Cyanobakterien. Ihm ist es bereits gelungen, Cyanobakterien dazu anzuregen Bioplastik herzustellen. 

In ihrer Förderlinie „Zirkularität mit recycelten und biogenen Rohstoffen“ fördert die VolkswagenStiftung Projekte, die originelle und praxisrelevante Forschungsfragen zum Schließen von Rohstoff-Produkt-Kreisläufen adressieren.

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Dr. Christoph Ratzke vom Interfakultären Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin der Universität Tübingen erhält eine hochdotierte Projektförderung der VolkswagenStiftung. Als Forscher verlässt  er gern angestammte Pfade, daher passt sein neuestes Projekt zur besseren Charakterisierung von Mikrobengemeinschaften aus Umweltproben gut in das Programm „Pioniervorhaben – Explorationen des unbekannten Unbekannten“ der VolkswagenStiftung. Das doppelte „Unbekannt“ des Programms findet sich auch in seinem Vorhaben „Die unbekannte Mehrheit – welche Rolle haben ‚unkultivierbare‘ Mikroben in mikrobiellen Gemeinschaften?“, für das er im Dezember 2023 die Förderung von knapp 570.000 Euro für einen Zeitraum von drei Jahren eingeworben hat.

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