Camerata vocalis

Camerata vocalis 2011 Pfleghof

Vita

Der Schwerpunkt der musikalischen Arbeit der Camerata Vocalis liegt in der Erarbeitung eines stilistisch weitgefächerten a-capella-Repertoires. Durch zahlreiche Konzertreisen innerhalb und außerhalb Europas, sowie durch CD- und Rundfunkproduktionen hat das Ensemble in den vergangenen Jahren weltweit als musikalischer Botschafter für Tübingen und seine Universität gewirkt.

 

Gegründet wurde der 35-köpfige Kammerchor im Jahre 1973 vom damaligen Universitätsmusikdirektor Alexander Sumski.  Besondere Akzente seiner Arbeit lagen in der Musik der Ostkirche und der Wiederentdeckung und Aufarbeitung der Musik in oberschwäbischen Klöstern, aus denen mehrere CDs entstanden. Bei den Konzertreisen lag ein Hauptaugenmerk auf dem afrikanischen Kontinent (Somalia, Kenia, Sambia, Malawi, Togo, Kamerun, Südafrika, u.a.), wo der Chor neben seinen Konzerten bei Chorleiterseminaren als Demonstrations- und Arbeitschor zur Verfügung stand.

 

Nach 27-jähriger Leitung des Collegium Musicum übergab Sumski die Camerata Vocalis 1999 an seinen Nachfolger Tobias Hiller. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit folgte das Ensemble Einladungen zu Internationalen Universitätschortreffen nach Valencia/Spanien und Poznan/Polen. Im Oktober 2000 gastierte der Chor auf der EXPO 2000 in Hannover. Aufführungen von Honeggers Oratorium „König David“ im Juni 2001 in Aix-en-Provence/Frankreich und Tübingen schloss sich im September 2001 eine Einladung nach China an.

 

Weitere Konzertreisen führten die Camerata Vocalis in die Niederlande, nach Belgien, Irland, Marokko, Brasilien, in die USA und nach Kanada.

 

Anlässlich des 525-jährigen Universitätsjubiläums 2002 produzierte der Chor in Zusammenarbeit mit dem SWR die CD „Helfen zu graben den Brunnen des Lebens“ und sang bei der zentralen Festveranstaltung mit Bundespräsident Rau. Dem schloss sich 2004 anlässlich des 200. Geburtstag von Eduard Mörike eine CD mit Gedichten (Sprecher: Christian Brückner) und Hillerschen Mörike-Vertonungen für Chor an. Im Juni 2008 wurde die jüngste CD „Liebeleyen“ veröffentlicht.

 

Neben einem großen Repertoire an Chorsymphonik aus allen Epochen (Bach: Weihnachtsoratorium, Johannes-Passion, h-moll Messe; zusammen mit dem Akademischen Chor Haydn: Stabat mater; Mendelssohn: Lobgesang; Brahms: Schicksalslied; Honegger: König David) war der Chor Preisträger bei mehreren Wettbewerben.

Seit April 2011 liegt die Leitung in den Händen von UMD Philipp Amelung. Höhepunkte des vergangenen Jahres waren das Deutsche Requiem von Johannes Brahms (gemeinsam mit dem Akademischen Chor), das Te Deum von Jean Baptiste Lully, die Bachsche Matthäus-Passion sowie eine Konzertreise nach Israel und Palästina im März diesen Jahres.