Was haben die Studierenden von der Exzellenzinitiative?

Die Universität Tübingen war in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative mit drei ihrer Anträge erfolgreich: Sie erhielt die Bewilligung, die Graduiertenschule zur Empirischen Bildung zu realisieren; das Exzellenzcluster des Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) wurde verlängert und wird für fünf weitere Jahre finanziert. Das für die Weiterentwicklung der gesamten Universität eingereichte Zukunftskonzept „Research – Relevance – Responsibility“ wurde ebenfalls von den Gutachtern positiv beurteilt und kann nun umgesetzt werden.

 

Aber Sie werden sich nun fragen, was die Studierenden konkret vom Erfolg ihrer Universität beim Exzellenzwettbewerb haben – außer dass es für die Tübinger Absolventinnen und Absolventen zweifellos imagefördernd ist, wenn sie ihren Abschluss an einer der elf Exzellenzuniversitäten Deutschlands erworben haben. Die Exzellenzinitiative gilt ja primär als ein Instrument zur Stärkung der universitären Spitzenforschung in Deutschland und scheint daher nur am Rande auf die universitäre Lehre auszustrahlen.

 

Unser Erfolg bei der Exzellenzinitiative hat jedoch durchaus sehr positive Effekte für die Lehre: Verschiedene Maßnahmen unseres Zukunftskonzepts „Research – Relevance – Responsibility“ führen zu einer erheblichen Ausweitung des Lehrangebots in nahezu allen Disziplinen. So werden wir in den Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften 20 zusätzliche Professorinnen und Professoren berufen und zahlreiche wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen, die sich alle ebenfalls an der Lehre beteiligen werden. Dadurch wirkt sich der Erfolg in der Exzellenzinitiative auch in vielen Bereichen der Universität, die nicht durch ein Exzellenzcluster oder eine Graduiertenschule gefördert werden, positiv auf die Lehre aus.

 

Darüber hinaus werden Ihnen zusätzliche Lehrangebote durch Lehrende aus aller Welt neue Perspektiven eröffnen und unsere Universität noch internationaler machen. Forschung und Lehre sind an unserer Universität eng verzahnt, und wir betrachten unsere Studierenden vom Anfang ihres Studiums an als Mitglieder unserer Scientific Community. Die forschungsorientierte Lehre wird daher sowohl in unserem Leitbild als auch in unserem Exzellenzantrag nachdrücklich betont.


Attraktive Angebote für die Förderung und Qualifizierung von Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen sowie neue Schwerpunktbildungen durch eine Erweiterung der Lehrinhalte um eine Anwendungsperspektive werden Ihnen allen zugute kommen. Die Lehrangebote der Universität Tübingen werden für Sie vielfältiger werden. Nach Auslaufen der Förderung werden auch keine 'Verlierer' unter den Fächern der Universität zu finden sein und es werden auch keine Studiengänge geschlossen, um die Weiterfinanzierung der Maßnahmen aus der Exzellenzinitiative zu ermöglichen: Wir haben bereits in unserem Antrag die Nachhaltigkeit aller Maßnahmen gesichert.

 

Damit ergänzt die stärker auf die Forschung ausgerichtete Förderung in der Exzellenzinitiative die bereits Ende letzten Jahres angelaufenen Maßnahmen zur Verbesserung der Studienbedingungen, die der Universität durch ihr erfolgreiches Abschneiden beim Bundeswettbewerb zur Verbesserung der Studienbedingungen ermöglicht wurden. Bei diesem Wettbewerb hat die Universität Tübingen mit ihrem ESIT-Programm („Erfolgreich studieren in Tübingen“) 13,5 Millionen Euro eingeworben, die seit Beginn des vergangenen Wintersemesters in die Verstärkung des Lehrangebots, aber auch in zusätzliche Beratungs-, Betreuungs- und Qualifizierungsangebote investiert werden.

 

Zu unserem Erfolg in der Exzellenzinitiative haben alle Mitglieder der Universität beigetragen – auch Sie als Studierende. Seien Sie versichert, dass das Rektorat der Universität Tübingen nun auch bei der Umsetzung des Zukunftskonzepts das Wohl aller Mitglieder unserer Universität – und damit nicht zuletzt auch Sie, die Studierenden – stets im Blick haben wird. Wir nehmen unser Motto ernst: Research – Relevance – Responsibility!