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21.03.2023

Rita Triebskorn erhält Tübinger Preis für Wissenschaftskommunikation

Jury würdigt langjähriges Engagement in der Vermittlung von Forschung zum Gewässerschutz – Nachwuchspreis geht an KIForscherin Auguste Schulz

Die Biologin Professorin Rita Triebskorn erhält den Tübinger Preis für Wissenschaftskommunikation 2023. Die Jury würdigte damit ihr langjähriges Engagement in der Vermittlung ihrer Forschungsergebnisse gegenüber der breiten Öffentlichkeit. Mit dem Nachwuchspreis für Wissenschaftskommunikation wird die KI-Forscherin Auguste Schulz ausgezeichnet.

„Rita Triebskorn hat in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich und hartnäckig daran gearbeitet, ein Bewusstsein für ihr zentrales Forschungsthema zu schaffen, den ökologischen Schutz von Gewässern vor Schadstoffen und Mikroplastik“, erklärte die Jury in ihrer Begründung. Triebskorns Wirken zeige damit eindrücklich und für die Öffentlichkeit nachvollziehbar, welche zentrale Bedeutung Wissenschaft hat, um die grundlegenden und gleichzeitig lebenswichtigen Zusammenhänge in unserer Umwelt zu verstehen und sichtbar zu machen. Zudem trage diese Vermittlungstätigkeit aktiv zum Schutz eines wichtigen Lebensraums für zahllose Tiere und Pflanzen bei.

Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury einerseits angesichts der Nachhaltigkeit und Konsistenz, mit der Triebskorn sich in der Öffentlichkeit engagierte und andererseits von der Breite ihrer kommunikativen Aktivitäten. Dazu zählten öffentliche Vorträge, Politikberatung und Medieninterviews, die Kinder-Uni, aber auch ihre Zusammenarbeit mit dem Science Media Center als einer wichtigen Vermittlungsplattform für die Wissenschaftskommunikation.

Rita Triebskorn studierte an der Universität Heidelberg Biologie und Germanistik für das Lehramt an Gymnasien und promovierte dort 1990 im Fach Zoologie. Anschließend arbeitete sie als Wissenschaftlerin für das Schweizer Chemie- und Pharmaunternehmen Lonza und an der Universität Hohenheim. Seit 1995 ist sie an der Universität Tübingen im Lehr- und Forschungsbereich Physiologische Ökologie der Tiere tätig und beschäftigt sich dort mit Themen im angewandten Umweltschutz. Siehabilitierte sich für das Fach Zoologie im Jahr 1999 und wurde 2006 zur außerordentlichen Professorin ernannt. Parallel leitet sie seit 2000 das Steinbeis-Transferzentrum für Ökotoxikologie und Ökophysiologie Rottenburg.

Die Nachwuchsforscherin Auguste Schulz wird für ihre Aktivitäten in der Vermittlung von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen ausgezeichnet. Dazu zählte unter anderem der Aufbau einer Tübinger Lokalgruppe der bundesweiten Initiative „KI macht Schule“, deren Zielgruppe Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe sind. Schulze konzipierte und organisierte Besuche von KIForschenden in Schulen ebenso wie Exkursionen von Schülerinnen und Schülern zum KI-Campus der Universität Tübingen.

Die Jury hob in diesem Zusammenhang besonders das Engagement der Nachwuchsforscherin für Kinder aus Familien ohne akademischen Hintergrund hervor: „Die Vermittlung grundlegender Kenntnisse über künstliche Intelligenz und darauf basierender Technologien wie ChatGPT oder Dall-E2 an Schülerinnen und Schüler ist von großer Bedeutung für unsere Gesellschaft. Die Beherrschung derartiger Werkzeuge sowie das Wissen um ihre Möglichkeiten und Grenzen wird in Zukunft ein Faktor sein, der wesentlich über die gesellschaftliche Teilhabe jedes einzelnen entscheidet.“

Auguste Schulz studierte Physik in Heidelberg und London sowie anschließend Neuroengineering in München. Seit Herbst 2020 arbeitet sie als Doktorandin an der Universität Tübingen in der Arbeitsgruppe von Jakob Macke, Professor für Maschinelles Lernen in der Wissenschaft. Die Nachwuchswissenschaftlerin promoviert an der Schnittstelle zwischen Neurowissenschaft und Machine Learning. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit entwickelt sie statistische Methoden, die es ermöglichen zu verstehen, wie die Aktivität von Neuronen im Gehirn mit Verhalten zusammenhängt, beispielsweise mit komplexen Bewegungsabläufen.

Der Tübinger Preis für Wissenschaftskommunikation wird am 10. Mai 2023, 18.00 Uhr, in einer Feierstunde im Saal des Pfleghofs (Schulberg 2, 72070 Tübingen) verliehen. Der Termin ist öffentlich. Um Anmeldung wird gebeten unter: https://www.eventbrite.de/e/preisverleihung-tubingerpreis-fur-wissenschaftskommunikation-2023-tickets-595556474447.

Pressekontakt:

Eberhard Karls Universität Tübingen
Hochschulkommunikation
Dr. Karl Guido Rijkhoek
Leitung

Antje Karbe
Pressereferentin
Telefon +49 7071 29-76789
 Telefax +49 7071 29-5566
antje.karbespam prevention@uni-tuebingen.de

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