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05.08.2014

Universität Tübingen baut Kompetenzzentrum für Nachhaltige Entwicklung auf

Aktivitäten zur Nachhaltigkeit an der Uni werden verknüpft ‒ Innovationsfonds unterstützt studentische Projekte

Die Universität Tübingen baut ein „Kompetenzzentrum für Nachhaltige Entwicklung/School for Sustainability“ auf. Die Einrichtung des Kompetenzzentrums wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) Baden-Württemberg bis Mai 2017 mit knapp 400.000 Euro gefördert. Ziele sind die Förderung und Vernetzung der Forschung im Bereich Nachhaltigkeit, die weitere Verankerung entsprechender Themen in der Lehre für ein Tübinger Curriculum „Nachhaltige Entwicklung“ sowie die stetige Berücksichtigung von Nachhaltigkeit im universitären Management – und die Vernetzung all dieser Aktivitäten. Als Koordinatorin hat Diana Grundmann Mitte Juli ihre Arbeit in dem Projekt aufgenommen, das von Prof. Dr. Thomas Potthast (Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften, IZEW) geleitet wird.

Als eine Projektmaßnahme hat die Universität einen „Innovationsfonds Nachhaltige Entwicklung“ eingerichtet, der mit jährlich 50.000 Euro Einzelmaßnahmen unterstützt, die auf die Erreichung dieser Ziele ausgerichtet sind. Damit kann das Kompetenzzentrum das Potential von Wissenschaft für Nachhaltige Entwicklung flexibel nutzen und weiterentwickeln. Insbesondere können auch studentische Forschungsprojekte sowie lehr- und lernorientierte Projekte gefördert werden.

In der ersten Ausschreibungsrunde im Frühjahr 2014 bewarben sich folgende Projekte erfolgreich um Mittel aus dem Innovationsfonds:

  • Week of Links: eine Nachhaltigkeitswoche mit Vorträgen, Workshops und Exkursionen rund um das Thema Nachhaltigkeit – speziell für Studienanfänger und -anfängerinnen (vom 29. 9. bis 2.10.2014)
  • Cradle to Cradle: ein studentisches Filmprojekt, das in Dokumentationen den Ansatz „Cradle to Cradle“ veranschaulicht – Produkte werden so konzipiert, dass sie später nicht im Müll landen, sondern wiederverwertet werden können
  • Nachhaltigkeitsindikatoren für die Universität: eine Lehrveranstaltung, in der Studierende partizipativ Indikatoren für Nachhaltige Entwicklung an der Universität Tübingen erarbeiten
  • Klimagarten Tübingen: ein studentisches Gartenprojekt, das eine einjährige Veranstaltungsreihe zum Thema „Urbane Landwirtschaft & Suffizienz in der Stadt“ anbietet
  • Pflanzenkohle aus organischen Abfällen: eine Anschubfinanzierung für ein Forschungsprojekt, das die Verwertung von organischen Abfällen des Botanischen Gartens untersucht
  • Nachhaltige Nutzung von Wiesenschnitt: eine Machbarkeitsstudie, die die innovative Nutzung des Wiesenschnitts von Streuobstwiesen untersucht
  • Nachhaltiger Reisanbau: ein Forschungsprojekt, das eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Methode zur verminderten Aufnahme gesundheitsschädlicher Schadstoffe in Reispflanzen entwickelt

Die nächste Ausschreibungsrunde für den Innovationsfonds startet in Kürze. Außerdem werden derzeit für eine Potentialanalyse die bestehenden Nachhaltigkeitsaktivitäten an der Universität Tübingen erhoben. Im Wintersemester 2015/16 kommen alle in diesem Bereich Aktiven an der Universität zu einem „Forum Nachhaltigkeit“ zusammen. Auch der Nachhaltigkeitspreis für Abschlussarbeiten wird weiter ausgeschrieben, die Preisverleihung findet zusammen mit der diesjährigen Sustainability Lecture voraussichtlich am 28. November statt.

Die Universität Tübingen will das Thema „Nachhaltige Entwicklung“ fachübergreifend in Forschung und Lehre verankern. Ein Beirat für Nachhaltige Entwicklung wurde 2011 ins Leben gerufen, im gleichen Jahr erhielt Tübingen als erste Hochschule in Baden-Württemberg eine EMAS-Zertifizierung (Eco Management and Audit Scheme). Mit dem Studium Oecologicum bietet die Universität in der Lehre überfachliche Qualifikationen in diesem Bereich an. Zusätzlich finanziert die Universität im Rahmen der Exzellenzinitiative weitere Forschungsprojekte zum Thema Nachhaltige Entwicklung.

Kontakt:

Prof. Dr. Thomas Potthast, Diana Grundmann
Universität Tübingen
Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW)
Telefon +49 7071 29-77986
<link mail ein fenster zum versenden der>innovation-nachhaltigkeit[at]uni-tuebingen.de

Eberhard Karls Universität Tübingen
Hochschulkommunikation
Dr. Karl Guido Rijkhoek
Leitung
Antje Karbe
Pressereferentin
Telefon +49 7071 29-76789
Telefax +49 7071 29-5566
antje.karbe[at]uni-tuebingen.de

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